Beteiligung junger Menschen am kommunalen Leben fördern

Eberle bei Fachtagung im Heffterhof: Aktive Mitarbeit kann Veränderungen im Lebensumfeld bewirken

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2008
 

(LK)  "Die Beteiligung junger Menschen am kommunalen Leben ist ein wichtiges Element zur Identifikation mit den Entscheidungen und dem Leben in einer Gemeinde. Jugendliche bekommen ein Gespür für Eigen- und Fremdverantwortung, erleben Demokratie, lernen Möglichkeiten und Hindernisse kennen und können erleben, wie ihre aktive Mitarbeit Veränderungen in ihrem Lebensumfeld bewirkt." Dies betonte heute, Freitag, 21. November, Jugendreferentin Landesrätin Doraja Eberle in ihrem Impulsreferat über Jugendbeteiligung zum Auftakt der Fachtagung "Nachhaltige Beteiligung junger Menschen auf kommunaler Ebene". Die Tagung im Heffterhof wird von der ARGE Partizipation Österreich in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Gemeindebund durchgeführt.

"Wenn wir von unseren Kindern und Jugendlichen fordern, aktive, engagierte und politisch denkende Menschen zu werden, dann müssen wir auch die Basis dafür schaffen", unterstrich die Jugendlandesrätin den Stellenwert von Partizipation und dankte der ARGE Partizipation sowie dem Österreichischen Gemeindeverband für das Aufgreifen des Themas bei der heutigen Fachtagung. Sie soll dazu beitragen, dass junge Menschen sich einbringen und mitreden. Obwohl Demokratie keine Altersbeschränkung kennt, ist es nicht selbstverständlich, dass Jugendliche in Entscheidungsprozesse, die sie aktuell und zukünftig betreffen, eingebunden werden. "Eine zukunftsorientierte Jugendarbeit ist ständig gefordert, nachhaltige Beteiligung für Mädchen und Burschen zu ermöglichen und deren aktives Handeln und Mitverantwortung zu
fördern“, betonte die Jugendreferentin abschließend und wünschte sich viele Möglichkeiten zur Partizipation von jungen Bürger/innen in deren Gemeinden.

Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes und Bürgermeister von Hallwang, Helmut Mödlhammer, beschäftigte sich mit Perspektiven und Chancen kommunaler Jugendarbeit. "Jugendbeteiligung fördert Engagement und Mitarbeit junger Menschen und stellt für die Gemeinden ein wertvolles Zukunftspotenzial dar. Denn wer sich von jung auf engagiert, bleibt sein Leben lang interessiert und offen für die Arbeit in unseren Gemeinden", so Präsident Mödlhammer.

"Die ARGE Partizipation stellt bei der Fachtagung unter anderem mit der ‘Plattform für Jugendbeteiligung‘ Möglichkeiten vor, wie Gemeinden Strukturen einrichten können, die nachhaltige Beteiligung junger Bürgerinnen und Bürger gewährleisten können", erklärte Harald Brandner von Akzente, der Salzburger Mitglied in der ARGE Partizipation ist.

Dr. Cornelia Klepp von der Universität Wien und der Donau-Universität Krems beschäftigte sich im Hauptreferat der Fachtagung "Jugend & Politik - Trends und Herausforderungen" mit den Einstellungen von Jugendlichen zu Politik und politischer Bildung, dem politischen Informationsverhalten von Jugendlichen, den ersten Erfahrungen von Wählen ab 16, dem Nutzen und Sinn von aktiver Partizipation auf kommunaler Ebene sowie deren Nutzen für Gemeinde und Gesellschaft.

Drei Gesprächsforen am Nachmittag bieten den Tagungsteilnehmer/innen aus Kommunalpolitik und Jugendarbeit die Möglichkeit zum Gedanken- und Ideenaustausch. "Wir diskutieren zu den Themen ‘Nutzen für Jugendliche, Erwachsene & Kommunen‘, ‘Mögliche Strukturen & Rahmenbedingungen‘ sowie zu ‘Verantwortung der Gemeinde und Mitverantwortung der Jugendlichen‘", teilte Harald Brandner mit. Einen weiteren inhaltlichen Höhepunkt der Fachtagung bildet die Präsentation des Leitfadens "Nachhaltige Beteiligung von jungen Menschen in Gemeinden", der von der ARGE Partizipation erarbeitet wurde und erstmals vorgestellt wird. M237-80