Möglichen Solarertrag per Mausklick abrufen

Eisl: Adressgenau wird gezeigt, ob eine Solaranlage auf dem eigenen Dach sinnvoll sein kann

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.09.2012
 

(LK)  Mit einem Mausklick haben zukünftig die Salzburgerinnen und Salzburger die Möglichkeit, sich über den zu erwartenden Ertrag einer Sonnenenergie-Anlage auf ihrem Dach zu informieren. Durch die Analyse von Laserdaten, Wetterdaten, Ausrichtung der Objekte, möglichen Beschattungen und Dachneigungen wurde für jedes Grundstück bzw. Gebäude in Salzburg errechnet, ob eine Solaranlage Sinn macht. Technisch wurde dies mit einem 3D-Geländemodell gelöst. Darüber informierte heute, Mittwoch, 26. September, Energiereferent Landesrat Sepp Eisl in einem Informationsgespräch in Seeham.

"Der Abruf der Daten im Salzburger Geografischen Informationssystem – SAGIS – ist für Interessierte kostenlos. Die Serviceleistung ist in diesem Umfang einzigartig in Österreich. Durch diese Innovation können wir noch zielgerichteter Bürger informieren und auf die Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie aufmerksam machen. Diese Analyse ist ein weiterer Schritt zu mehr Unabhängigkeit der Menschen in Sachen Energieversorgung. Wer im System sieht, dass sein Gebäude für Sonnenenergie geeignet wäre, dem empfehlen wir, mit der Energieberatung Kontakt aufzunehmen und ein gesamtheitliches Energiekonzept für seinen Haushalt zu erarbeiten und umzusetzen", sagte Energiereferent Landesrat Sepp Eisl. "Wir wollen mit diesem Projekt Bürgern den Einstieg ins Thema Solarenergie so einfach wie möglich machen und mit unseren weiteren Schwerpunkten 'Beraten' und 'Fördern' die Menschen auch bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützen. Dazu wird es auch ab 1. Oktober eine weitere Landesförderung im Fotovoltaikbereich geben", so Eisl.

Für die Regionen hat in der Projektentwicklung der Regionalverband Salzburger Seenland federführend die Koordination und Projekteinreichung zur LEADER-Förderung übernommen. "Für uns ist dieses Projekt ein weiterer wichtiger Meilenstein, um das Bewusstsein in den Regionen für den Einsatz von erneuerbarer Energie zu schärfen. Für uns als Klima- und Energiemodellregion ist die Solarpotenzialanalyse ein wesentlicher Bestandteil zur praktischen Umsetzung zukunftsweisender Klimaschutzmaßnahmen", sagte Geschäftsführer Ing. Gerold Daxecker vom Regionalverband Salzburger Seenland im Informationsgespräch.

Umgesetzt wurde das Projekt von der Firma Laserdata GmbH, einem Spin-off-Unternehmen der Universität Innsbruck. "Für uns ist dieses Projekt herausragend. Es ist die flächenmäßig bisher größte Solarpotenzialerhebung, die wir umgesetzt haben. Durch unsere hochgenauen Berechnungsverfahren können den Bürgern sehr verlässliche Daten zur Verfügung gestellt werden. Das Land Salzburg nimmt mit der großflächigen Bereitstellung der Daten für alle Bürger eine Vorreiterrolle ein", sagte Laserdata-Geschäftsführer Diplom-Geograf Frederic Petrini-Monteferri.

Die aktuellen Daten zur Solarpotenzialanalyse sind ab sofort im Internet unter www.salzburg.gv.at/landkarten für jedermann zugänglich.

Daten und Fakten zur Solarpotenzialerhebung

  • Internetadresse: www.salzburg.gv.at/landkarten
  • Abfrage: GISonline: Eingabe der Adresse und Aktivierung der Auswahlmöglichkeit "Energie" und dort "Solarpotenzial"
  • Kosten: Rund 111.000 Euro. Die Förderung beträgt 72.070 Euro von EU, Bund und Ländern. Den Rest finanzieren die Gemeinden.
  • Unternehmen: Laserdata GmbH
  • Raster: 1x1 Meter für Flachgau, Stadt Salzburg, Tennengau, Pongau und Teile des Pinzgaus; 10x10 Meter: Oberpinzgau (ab 2013 stehen die Daten für 1x1 Meter zur Verfügung) und Lungau (geplant ab 2014).

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