Präzisionssport hat seinen Meister gefunden

Max Walderdorff gewinnt österreichische Croquet-Meisterschaft und ist "Salzburger der Woche" auf SALZBURG.AT

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.07.2013
 

(LK)  Seinen zweiten österreichischen Croquet-Meistertitel holte sich kürzlich der Salzburger Max Walderdorff. Der 36-Jährige verwies seinen älteren Bruder und Croquet-Verbands-Gründer Leopold sowie Seriensieger Klaus Gollhofer auf die Plätze. Damit schlug praktisch der Schüler seine Lehrer. Max Walderdorff wurde heute, Dienstag, 30. Juli, zum "Salzburger der Woche" auf SALZBURG.AT, der Plattform für die Europaregion auf www.salzburg.at im Internet, gekürt.

Nach seinem Sieg 2011 gelang Walderdorff nun bei der zehnten Österreichischen Meisterschaft im Association Croquet auf der Anlage des Croquet-Clubs Römergolf in Eugendorf der zweite Streich. Dass Salzburg die Hochburg im Croquet ist, zeigt die Tatsache, dass die ersten vier Plätze alle an Salzburger gingen: Zweiter wurde Klaus Gollhofer, der bereits sieben Meistertitel in dieser Disziplin holte, Andreas Hartmann sicherte sich den dritten Stockerlplatz, und Leopold Walderdorff, der für den niederösterreichischen Verein CC Wolkersdorf spielt, konnte im "Round-Robin-Spielformat", also Jeder gegen Jeden, als Einziger seinen Bruder um einen Punkt schlagen. Er landete schließlich auf dem vierten Platz.

"Was ich kann, habe ich von meinem Bruder Leopold und Klaus Gollhofer bei uns im Garten gelernt", erzählte Max Walderdorff, der der dritte Österreichische Meister im Association Croquet ist. Max und Leopold Walderdorff bekamen die Kiste, mit allem, was man für den Sport braucht, also Schläger, Tore, Kugeln, von ihrem Vater, der sie wiederum von seinem Vater bekommen hatte. Und so begannen sie Croquet zu spielen. Aus dem Spaß ist Sport geworden, Leopold Walderdorff ist heute Präsident der Austrian Croquet Federation, sein Bruder Max ist Pressesprecher, nebenbei zählen sie zu den besten Spielern im Land.

Ein Sport für und von Gentlemen

Max Walderdorff beschreibt seine Sportart als "echten Gentlemen-Sport, eine Mischung aus Billard, Golf und Schach". Man unterscheidet zwischen zwei Hauptspielarten: das Association Croquet und das Golf Croquet. Im klassischen Association Croquet können Spieler, etwa durch Passieren des Hoop oder Treffen der gegnerischen Kugel, Folgeschläge erreichen. Beim publikumswirksameren Golf Croquet gibt es keine solche Schlagserie, es ist ein ständig wechselnder Schlagabtausch.

Es sind die "emotionale Anstrengung und der Kampfgeist", die Max Walderdorff am Croquet faszinieren. "Wenn man danebenschießt oder ein Ball am Tor hängen bleibt, reibt einen das wahnsinnig auf. Trotzdem muss man immer positiv denken und fokussiert sein. Aber das lernt man mit der Zeit." Seinen größten Erfolg feierte der Salzburger, der 2007 im CC Römergolf regelmäßig zu spielen begann, in Mailand. Dort schlug er sich bei den Italian Open bis auf Platz zwei durch.

Präzisionsarbeit im Garten

Croquet hat nur wenig mit dem bekannten Gartenspiel zu tun, sondern erfordert höchste Konzentration und ist eine eigenständige, interessante und herausfordernde Sportart, bei der man nur mit ausgefeilten Techniken ans Ziel kommt. Schließlich gilt es, zwei Kugeln mit je 92 Millimeter Durchmesser zweimal in vorgeschriebener Reihenfolge und Richtung durch sechs, je 95 Millimeter breite Tore (Hoops) zu spielen – eine Präzisionsarbeit.

Auf dem eigens dafür gebauten Platz auf der Römergolf-Anlage in Eugendorf herrschen perfekte Verhältnisse, seit 2007 kann man auf hohem Niveau trainieren. Daher kommen auch viele Top-Spieler aus den führenden Croquet-Ländern England, Neuseeland und Australien, um sich mit den Österreichern zu messen. Eugendorf ist regelmäßiger, offizieller Austragungsort der Österreichischen Meisterschaft sowie der Austria Croquet Open mit zahlreicher internationaler Beteiligung. Aber auch Neulinge und Hobbyspieler können hier ihr Talent und Können unter Beweis stellen.

Noch mehr Lebensgeschichten aus Salzburg

Die Serie "Salzburger der Woche" gibt es auch in Buchform: Die Bücher "42 Portraits – Lebensgeschichten aus Salzburg" und "63 Portraits – Noch mehr Lebensgeschichten aus Salz-burg", beide herausgegeben vom Landes-Medienzentrum, fassen die Salzburgerinnen und Salzburger der Woche aus den Jahren 2006, 2007 und 2008 zusammen und sind kostenlos unter der Telefonnummer 0662/8042-2417 und im Webshop des Landes unter www.salzburg.gv.at/landversand erhältlich. r167-51