Land und Universität Salzburg bauen technische Wissenschaften weiter aus

Haslauer und Berthold beim Spatenstich für neues Laborgebäude der Materialwissenschaften in Salzburg-Itzling

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.10.2014
 

(LK)  Mit dem Laborgebäude der Materialwissenschaften wird der Universitätsstandort Salzburg in der Materialforschung weiter ausgebaut. In das neue Laborgebäude werden der Fachbereich für Materialforschung und Physik, das Bakkalaureats- und Masterstudium Ingenieurwissenschaften und das Physik-Lehramt Studium übersiedeln. "Das Technologiezentrum in Itzling vereint mit dem Techno-Z, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, dem Fachbereich Computerwissenschaften und zukünftig dem Laborgebäude der Materialwissenschaften und der Physik innovative Einrichtungen mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", betonte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer heute, Freitag, 10. Oktober, beim Spatenstich für das neue Laborgebäude.

"Forschung und Innovationen sind die Grundlage für neue und sichere Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich", so Haslauer weiter. "Die Salzburger Forschungseinrichtungen erringen internationale Erfolge. Auch die Klein- und Mittelbetriebe sind so wie die forschungsintensiven großen Leitbetriebe durch Ideen zu Innovationsmotoren geworden."

Wichtig sei die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und den Salzburger Unternehmen, sagte Haslauer. Das Land erstellt derzeit mit der Universität Salzburg, der Salzburg Research und der Fachhochschule Salzburg ein Forschungs- und Innovationsleitbild. "In der betriebsnahen Forschung wird das Budget trotz Sparzwangs nicht gekürzt."

Berthold: Nachhaltige Verwendung von Materialien wichtig

"Mit der Unterstützung des Ausbaus in Itzling kann Salzburg seinen Teil dazu beitragen, dass intelligent über die nachhaltige Verwendung von Materialien nachgedacht wird", sagte die für Wissenschaft und Forschung zuständige Landesrätin Mag. Martina Berthold beim Spatenstich. "Die Forschung kann Lösungen finden, dass auch zukünftige Generationen noch ausreichend Ressourcen vorfinden. Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung des Ausbaus wird ab 2015 eine weitere Stelle in der Forschung der Materialwissenschaften finanziert. Dadurch wird dieser wichtige Fachbereich vermehrt unterstützt."

5.000 Quadratmeter für neues Laborgebäude

Das neue Laborgebäude wird auf rund 5.000 Quadratmetern Nutzfläche künftig Platz für bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 450 Studierende bieten. Das ist nahezu das Doppelte der bisherigen Nutzfläche am alten Standort in Freisaal. Geplanter Fertigstellungstermin ist Ende 2016. Die Finanzierung der geschätzten Errichtungskosten in Höhe von 16 Millionen Euro teilen sich die Universität (acht Millionen Euro), das Land Salzburg (ein Drittel der Errichtungskosten bis zu einer maximalen Höhe von vier Millionen Euro) und der Bund (vier Millionen Euro). Die Stadt stellt den Grund unentgeltlich zur Verfügung. Die Universität steuert darüber hinaus etwa vier Millionen Euro für die Einrichtung und die Übersiedlungskosten von Freisaal nach Itzling bei. Die für das Laborgebäude notwendigen wissenschaftlichen Großgeräte bezahlen zum Teil die Universität und zum Teil der Bund über das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Die laufenden Betriebskosten (Laborgeräteausstattung und Betriebskosten) trägt die Universität Salzburg.

Materialwissenschaften als Schnittstelle zwischen Physik und Chemie

Die Materialwissenschaften sind eng mit Physik und Chemie verknüpft, sie beschäftigen sich mit Oberflächen von Materialen und mit Life Sciences. Da nahezu alle technischen Innovationen direkt oder indirekt mit Materialien zusammenhängen, ist diese Wissenschaft für wirtschaftliche Innovationen und Zukunftslösungen bezüglich Ressourcenschonung, Kommunikation und Mobilität von Bedeutung. Österreichweit einzigartig und wissenschaftlich neu ist dabei die Verknüpfung von Nano- und Materialwissenschaften mit der Biowissenschaft, also die Verbindung von natürlichen und künstlichen Werkstoffen. s222-53