Bauunternehmen Hinteregger mit Landeswappen ausgezeichnet

Haslauer bei 100-Jahr-Jubiläum in Salzburger Residenz: Salzburger Paradeunternehmen mit gelungener Betriebsnachfolge

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.10.2014
 

(LK)  Das Unternehmen G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft mbH ist ein bedeutendes, erfolgreiches Bauunternehmen mit Stammsitz und Zentrale in Salzburg, einer operativen Unternehmensfamilie über Generationen mit hoher sozialer Verantwortung für knapp 1.000 Mitarbeiter/innen. Es erhielt heute, Freitag, 17. Oktober, bei seinem 100-Jahr-Jubiläum das Salzburger Landeswappen.

"Das Unternehmen Hinteregger ist ein renommiertes Salzburger Paradeunternehmen in der Baubranche und einer Unternehmensfamilie, mit gelungener Betriebsnachfolge in der Geschäftsführung, das eng mit den Familiennamen wie Hinteregger und Brandstetter, die nicht nur in Salzburg höchst angesehen sind, verbunden ist", betonte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer bei der Verleihung des Landeswappens in der Salzburger Residenz.

Mit dieser Verleihung wird der Baugesellschaft Hinteregger gemäß Salzburger Landeswappengesetz die Bewilligung zur Führung des Landeswappens im Geschäftsbereich (auf Brief- und Geschäftspapier für die Korrespondenz sowie auf der Homepage) erteilt. Das Landesgesetz besagt zur Landeswappenverleihung, dass diese Auszeichnung nur jenen physischen oder juristischen Personen verliehen werden darf, die "hervorragende und im besonderen Interesse des Landes gelegene Leistungen vollbracht haben oder mit solchen Leistungen künftig zu rechnen ist". Aufgrund der positiv vorliegenden Voraussetzungen hat die Landesregierung die Verleihung einstimmig beschlossen.

100 Jahre Hinteregger von 1914 bis 2014

Ursprünglich wurde das Unternehmen 1914 durch Gebhard Hinteregger im vorarlbergischen Bregenz gegründet, aber seit der Großbaustelle mit dem Kraftwerk Kaprun nach dem Zweiten Weltkrieg war es zutiefst mit Salzburg verbunden.

Das Unternehmen wurde bis in die 1960er-Jahre von Gebhard Hinteregger geprägt, dazwischen lag die schwierige Nachkriegsaufbauarbeit ab den 1950er-Jahren über drei Jahrzehnte in den umsichtigen Händen von Erika Brandstetter. Die Firmenkonzentration in Salzburg und die erfolgreiche Positionierung in der österreichischen Bauindustrie prägte diese Ära.

Ab den 1980er-Jahren bis über die Jahrtausendwende übernahm ihr Bruder G. Klaus Hinteregger die Führung des Unternehmens. Das Bauunternehmen Hinteregger befindet sich zu gleichen Teilen im Besitz der Familien Brandstetter und Hinteregger. Die Vertretung der Eigentümer- und Familieninteressen wie auch die Steuerung der Unternehmenspolitik werden durch die beiden Geschäftsführer der Hinteregger Holding GmbH, Kommerzialrat Baumeister G. Klaus Hinteregger und Dipl.-Ing. Josef Brandstetter wahrgenommen.

Das nach wie vor im Privatbesitz befindliche Unternehmen hat die Zentrale in der Bergerbräuhofstraße in Salzburg und betreibt hauptsächlich technisch anspruchsvolle Großbauvorhaben, vornehmlich im deutschsprachigen Teil Europas, mit den Schwerpunkten Untertagebau, Ingenieurbau und Kraftwerksbau, ergänzt durch bauindustrielle Regionalgeschäfte in den Niederlassungen Linz, Wien, Niklasdorf, Klagenfurt und Salzburg. Das Volumen an beauftragten Leistungen beträgt 437 Millionen Euro (davon 78 Prozent im Untertagebau). Das Unternehmen beschäftigt knapp 1.000 Mitarbeiter/innen.

Sichere und hochqualifizierte Arbeitsplätze

Im Beschäftigungsverhältnis spiegelt sich ein ungewöhnlich hoher Standard an fachlicher Ausbildung der Mitarbeiter/innen wider: Von 266 Beschäftigten im Angestelltenverhältnis sind zwölf promovierte und 41 diplomierte Ingenieure, zwölf Baumeister und 49 Absolventen einer Fachschule oder einer HTL. Bei knapp 700 gewerblichen Mitarbeiter/innen liegt der Facharbeiteranteil bei beachtlichen 54 Prozent, dazu zählen noch hochwertige 40 Arbeitsplätze als Schachtmeister, als Meister oder als Polier.

Bauprojekte

Das derzeit größte Bauvorhaben betrifft das Projekt Stuttgart 21 für die Deutsche Bahn sowie zahlreiche Tunnelbauten sowie für die Asfinag in Österreich den Bau der zweiten Röhre des Gleinalmtunnels, Sanierungen im Arlbergtunnel sowie Kraftwerksarbeiten im Stanzertal und den Pumpspeicherkraftwerken in Kärnten und Vorarlberg. Zu den herausragenden Bauprojekten im Land Salzburg zählen das Kraftwerk Kaprun und das Pumpspeicherkraftwerk Limberg II. An der Salzach hat Hinteregger die Stufe Urstein, die Kraftwerkskette Mittlere Salzach und die Sohlstufe Lehen realisiert. Für dieses Projekt wurde das Bauunternehmen kürzlich mit dem Europäischen Betonpreis 2014 ausgezeichnet. Öffentliche Anerkennungen sind weiters das Austria Gütesiegel als Musterbetrieb sowie das Gütezeichen als Instandsetzungsfachbetrieb der österreichischen Vereinigung für Beton- und Bautechnik.

Im Verkehrswegebau zu nennen sind auch die erste Röhre des Tauerntunnels, der Doppelstocktunnel in Lend und die Sanierung des Ofenauertunnels. Die Baufirma Hinteregger hat zudem an den Festspielhäusern, am Haus der Natur, an den Mönchsberggaragen, der Überdachung der Gaswerkgasse und auch an vielen denkmalgeschützten Gebäuden mit historischer Bausubstanz in der Salzburger Altstadt gearbeitet.

Soziales Verantwortungsbewusstsein auch in schwierigen Zeiten

Während der jüngsten Baukrise in Salzburg hat Hinteregger rund 100 Mitarbeiter/innen von konkursgefährdeten Bauunternehmen übernommen und damit verantwortungsvolles und solidaritätsbewusstes Handeln für die Salzburger Bauwirtschaft und den Wirtschaftsstandort Salzburg bewiesen.

"Was hier mit nüchternen Zahlen belegt wird, macht erst das Lebenswerk und die Zusammenarbeit vieler tüchtiger Menschen möglich – durch hohes fachliches Können, Verantwortungsbewusstsein und unternehmerischen Wagemut, zielbewusst, lösungsorientiert, konziliant", so der Landeshauptmann abschließend. s227-13