Senkung der Erdgaspreise durch die Salzburg AG

Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Lebensgrundlagen des Salzburger Landtags

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.04.2015
 

(LK)  Mit einem FPÖ-Antrag für die Senkung der Erdgaspreise durch die Salzburg AG beschäftigte sich heute, Mittwoch, 22. April, der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Lebensgrundlagen des Salzburger Landtags unter dem Vorsitz von LAbg. Michael Obermoser (ÖVP). Der Antrag der FPÖ wurde mit den Stimmen der ÖVP, Grünen, Team Stronach und SPÖ abgelehnt. Im umgekehrten Stimmverhältnis wurde der Bericht von Dr. Josef Resch von der Salzburg AG zur Kenntnis genommen.

In dem Antrag der FPÖ wird die Landesregierung beauftragt, in Verhandlungen mit der Salzburg AG sicherzustellen, dass die Preise für Erdgas bis zum Sommer 2015 gesenkt werden.

LAbg. Rosemarie Blattl (FPÖ) sagte, dass die Salzburg AG gut gewirtschaftet habe und Gewinn gemacht habe. Daher sollten die Preise für die Kundinnen und Kunden gesenkt werden. Das immer wiederholte Argument, dass ein rascher Preisnachlass nicht möglich sei, lasse die FPÖ nicht gelten.

Klubvorsitzender LAbg. Walter Steidl (SPÖ) erklärte, grundsätzlich müsse eine gute Energieversorgung für Unternehmen wie für private Haushalte gewährleistet sein. Es sollten so viele Salzburgerinnen und Salzburger wie möglich an das Salzburger Unternehmen gebunden werden. 

LAbg. Rupert Fuchs (Grüne) sagte, es sei von Vorteil, wenn man in Salzburg mit der Salzburg AG einen starken und sicheren Stromanbieter habe.

LAbg. Mag. Hans Scharfetter (ÖVP) sagte, es sei erfreulich, dass es eine geringe Wechselrate gebe. Man dürfe aber auch nicht außer Acht lassen, dass fast alle Energie-Versorger relativ aggressiv mit niedrigen Preisen locken.

Dr. Josef Resch von der Salzburg AG erklärte, dass die Salzburg AG beim Gas unter den drei günstigsten Anbietern im Vergleich zu allen Landesanbietern sei. Die Entwicklungen auf dem Weltmarkt seien sehr wechselhaft und agil, die Zeit überhole einen hier sehr schnell. Alternativanbieter würden auf diese aktuellen Marktpreise setzen, daher andere Voraussetzungen als die Salzburg AG haben, denn diese setze auf Versorgungssicherheit. Die Stromanbieter-Wechselrate in Salzburg sei die zweitniedrigste in Österreich.

Dipl.-Ing. Franz Mair vom Referat für Energiewirtschaft und -beratung sagte, dass es beim Preisgefüge keinen Handlungsbedarf gebe. t86-11