Wichtige Nachbesserungen bei Steuerreform erreicht

Haslauer: Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Finanzminister Hans Jörg Schelling konnten wichtige Verbesserungen ausverhandeln

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.05.2015
 

(LK)  "Die massive Entlastung für breite Bevölkerungsgruppen bei der Steuerreform war und ist zu befürworten. Ich gehe davon aus, dass die dadurch frei werdende Kaufkraft zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft beitragen wird. Umso wichtiger ist es, dass zusätzlich wichtige Nachbesserungen für die Betriebe – und hier insbesondere für Tourismusbetriebe - erreicht werden konnten. Dies entspricht den Forderungen Salzburgs, die ich gemeinsam mit meinen Kollegen Landeshauptmann Günther Platter aus Tirol und Landeshauptmann Mag. Markus Wallner aus Vorarlberg massiv vertreten habe. Ich danke Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner und Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling, dass sie in intensiven Verhandlungen hier wichtige Verbesserungen in die Reform eingebracht haben“, sagte heute, Dienstag, 19. Mai, Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer.

Härten bei Grunderwerbssteuer bei Betrieben wurden gemildert

Im Detail wird sich die Übergabe von Grundstücken durch Betriebe künftig am Grundstückswert (voraussichtlich: durchschnittliche Immobilienpreise des Vorjahres minus 30 Prozent) orientieren. Die weitere Steuer wird gestaffelt bemessen. (0,5 Prozent bis 250.000 Euro, zwei Prozent bis 400.000 und 3,5 Prozent ab 400.000). Alternativ kann, wenn dies günstiger ist, die Steuer auch mit 0,5 Prozent des Verkehrswertes ermittelt werden. "Die größten Härten konnten mit dieser Berechnungsmethode abgemildert werden. Im Wesentlichen wird die Übergabe in allen Bereichen günstiger kommen, als im ursprünglich vorgeschlagenen Modell", sagte Haslauer.

Wesentliche Verbesserungen bei Abschreibungen und
Mehrwertsteuer erreicht

Positiv bewertete der Landeshauptmann die in Aussicht genommene Regelung im Bereich der Abschreibungen, womit eine zentrale Forderung der Tourismuswirtschaft erfüllt wird: Es wird eine Abschreibe-Tabelle geben, bei der klar festgelegt wird, dass nur die Gebäudehülle (Mauerwerk, Dachstuhl etc.) auf 40 Jahre abgeschrieben wird und alles andere (wie beispielsweise Fliesen, Bäder, Böden, Haustechnik etc.) je nach nachvollziehbarer Nutzungsdauer und Gegenstand auf sieben bis 20 Jahre abgeschrieben werden kann.

Bei der Mehrwertsteuer-Erhöhung werden künftig die Kosten für Logis und Verpflegung getrennt, und zwar dahingehend, dass die Kosten für die Verpflegung mit einem fixen Satz gesondert ausgewiesen und nach wie vor mit zehn Prozent besteuert werden und die Kosten für Logis mit 13 Prozent besteuert werden. Die Details dazu werden in einer Richtlinie festgelegt.

"Ich halte noch einmal klar fest, dass diese Elemente der Gegenfinanzierung ein Kompromiss sind, um die notwendige breite Steuerentlastung für die Bevölkerung auf Bundesebene umsetzen zu können. Mit diesen Verbesserungen, die Reinhold Mitterlehner und Hans Jörg Schelling ausverhandeln konnten, ist dieser Kompromiss aus meiner Sicht tragbar", sagte Landeshauptmann Haslauer, der sich bei Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner, Wirtschaftskammerpräsident Konrad Steindl und Bundes-Spartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher, die sich bei den Verhandlungen intensiv eingebracht haben, bedankte. t110-14

Weitere Informationen: Mag. Thomas Kerschbaum, Büro Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Tel.: 0662/8042-2332, Mobil: 0664/1020564, E-Mail: thomas.kerschbaum@salzburg.gv.at.