Photovoltaikförderung für Betriebsdächer wird aufgestockt

Haslauer: Wachstumsfonds sorgt für Konjunkturimpulse / Erfreuliche Zwischenbilanz der Photovoltaik-Aktion

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.11.2015
 

(LK)  Seit Beginn der Förderungsaktion im März 2015 haben sich mehr als 100 Unternehmen für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage entschieden und entsprechende Schritte eingeleitet. Es konnten bereits 59 betriebliche Photovoltaik-Anlagen gefördert werden. Dafür wurden rund 442.000 Euro an Förderungen aus dem Salzburger Wachstumsfonds bereitgestellt. Diesen stehen zirka 2,7 Millionen Euro an Gesamtprojektkosten gegenüber. Das gab Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer heute, Donnerstag, 26. November, bekannt.

Weitere Unternehmen nehmen zur Zeit die vorgeschaltete Beratung durch das Umwelt Service Salzburg in Anspruch, lassen die Photovoltaik-Anlage gerade planen oder technisch prüfen, beziehungsweise haben den Förderungsantrag nun eingereicht. Die hohe Nachfrage nach der Förderungsaktion zeigt, dass viele Salzburger Unternehmen ein grundsätzliches Interesse an einer solchen Investition hatten und die Förderung letztlich den Ausschlag gegeben hat, diese auch umzusetzen.

"Die Nachfrage nach der Förderungsaktion ist ungebrochen", so Haslauer. "Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend im nächsten Jahr fortsetzen wird. Damit auch im nächsten Jahr hinreichende Förderungen zur Verfügung stehen, um Anreiz zur Errichtung betrieblicher Photovoltaik-Anlagen zu geben, und einen Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Ziele des Landes zu leisten, wird das Budget der Förderungsaktion um 30 Prozent auf insgesamt 1,3 Millionen für die Jahre 2015 und 2016 aufgestockt."

Die Leistung jener 59 Anlagen, die bisher gefördert wurden, liegt bei rund 2.130 Kilowatt-Peak (kWpeak). Rechnet man die weiteren gerade in Planung befindlichen Projekte hinzu, können bis Jahresende jedenfalls betriebliche Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 3.000 kWpeak gefördert werden. Dies ergibt eine Kollektorfläche von rund 20.000 Quadratmetern. Das wiederum entspricht einem durchschnittlichen Jahresstromertrag von 2,9 Millionen Kilowatt-Stunde (kWh). Damit könnten 650 Haushalte mit vier Personen versorgt werden. Die errechnete Kohlenstoffdioxid-Einsparung liegt bei rund 1.000 Tonnen pro Jahr.

Wachstumsprogramm für Kleinstbetriebe

Im Wachstumsprogramm für Kleinstbetriebe – dem Herzstück des Salzburger Wachstumsfonds – wurden bisher 275 Projekte gefördert. Dadurch wurden Investitionskosten von rund 13 Millionen Euro finanziell unterstützt. Diese Förderungsaktion wird den Salzburger Unternehmen auch im nächsten Jahr wieder Anreiz dazu geben, Investitionen zu tätigen, um neue oder verbesserte Produkte oder Dienstleistungen anzubieten beziehungsweise Produktionsverfahren einzusetzen und Qualitätsverbesserungen im Betrieb zu erzielen.

Die Förderungsaktion "Wirtschaft fördert Arbeitswelten", die betriebliche Maßnahmen in den Bereichen altersgerechtes Arbeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Integration von verschiedenen Mitarbeitergruppen und betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt, wird bis Ende 2016 verlängert. Die Förderungsaktion "Unternehmenskooperationen und -netzwerke", die Unternehmen dazu motivieren soll, Kooperationen mit anderen Unternehmen oder Forschungs- beziehungsweise universitären Einrichtungen einzugehen, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben, wird bis Ende 2018 verlängert. Auch die Förderungsaktion "Coaching", die durch die Förderung externer Beratungs-, Coaching- und technischer Dienstleistungen gezielte Impulse für die ersten Innovationsschritte beziehungsweise in bereits begonnenen Entwicklungsprozessen setzt, wird bis Ende 2018 weitergeführt.

Aus dem Salzburger Wachstumsfonds werden jährlich Förderungen in der Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gewährt. t276-30b (jus/grs)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Tel.: 0662/8042-2325, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.