Wirtschaftsförderung soll regionale Wertschöpfung fördern

Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Lebensgrundlagen des Salzburger Landtags

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.12.2015
 

(LK)  Mit einem Antrag der Grünen zur Unterstützung von wirtschaftlichen Aktivitäten mit starkem Wertschöpfungsanteil in Salzburg beschäftigte sich der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Lebensgrundlagen des Salzburger Landtags heute, Mittwoch, 2. Dezember. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

In dem Antrag wird die Landesregierung ersucht, die Förderinstrumente im Bereich der Wirtschaftsförderung auf ihren Anteil an regionaler Wertschöpfung sowie auf ihre Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt zu untersuchen und allenfalls derartige Instrumente auszubauen sowie dem Landtag darüber bis zum 30. Juni 2016 zu berichten.

Für LAbg. Josef Scheinast (Grüne) sei es entscheidend, die hohe regionale Wertschöpfung im Land Salzburg noch zu verbessern. Starke regionale Wirtschaftskreisläufe bringen Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den unterschiedlichen Produktionsstufen im eigenen Land und reduzieren die Abhängigkeit von weltweiten Marktentwicklungen. Wirtschaftliche Aktivitäten, die Ressourcen schonen und regionale Wertschöpfung generieren, sollen gefördert werden. Es gelte: Handwerk vor importierter industrieller Massenfertigung, Reparatur statt Wegwerfprodukten, gemeinsame Nutzung von Maschinen. Daher seien Förderinstrumente des Landes dahingehend zu überprüfen und zu ergänzen, dass vor allem Schonung der Ressourcen, regionale Wertschöpfung und Arbeitsplatzrelevanz im Fokus der Förderung stehen.

LAbg. Heidi Hirschbichler (SPÖ) sagte, der Trend zu Neoliberalismus und zur Wegwerfgesellschaft sei sehr stark und seit Jahren anhaltend. Es bedürfe einer gemeinsamen langfristigen Kraftanstrengung, hier entgegenzuwirken. Der Antrag könne auch zu einer Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt führen, Arbeitslosigkeit im Land reduzieren und für eine Verbesserung der prekären Arbeitsverhältnisse sorgen.

LAbg. Hans Scharfetter (ÖVP) verwies darauf, dass die Wirtschaftsförderung des Landes bereits jetzt schon den regionalen Aspekt sehr stark berücksichtige, vor allem im Tourismus und im Förderprogramm für die Klein- und Mittelbetriebe. Die Wirtschaft im Land Salzburg sei sehr vom Export abhängig. Die Entwicklung zum neoliberalen Unternehmertum sei besonders vom Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten betrieben.

LAbg. Friedrich Wiedermann (FPÖ) sagte, im Konkurrenzkampf der Handelsbranche in Salzburg mit dem weltweiten Internethandel hätte die Landesregierung mit einer einfachen Maßnahme, wie der Genehmigung des Designer Outlet Centers in Wals-Siezenheim, 700 Arbeitsplätze geschaffen. Auch LAbg. Otto Konrad (ohne Klub) verwies auf die hohe Arbeitslosenrate, diese sei aber kein Argument gegen den Antrag. t282-55 (grs/ram)

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