Aus Schweizer-Franken-Kredit beim Messezentrum ausgestiegen

Stöckl: Riskantes und teures Kapitel der Finanzcausa erledigt / Präzise Abbaustrategie hielt den entstandenen Schaden unter den Befürchtungen

Salzburger Landeskorrespondenz, 05.02.2016
 

(LK)  "Planmäßig und sogar positiver als ursprünglich zu erwarten war, konnte jetzt die Rückkonversion des Schweizer-Franken-Kredites bei der Messezentrum Salzburg GmbH zum Abschluss gebracht werden. Damit ist das Kapitel Schweizer-Franken-Kredit bei der Messe, das seit dem Jahr 2008 mitgeschleppt werden musste und aufgrund der Entwicklungen am Währungsmarkt extrem negative Auswirkungen auf die Messe beziehungsweise den Miteigentümer Land hatte, ein für alle Mal erledigt." Das teilte heute, Freitag, 5. Februar, Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl mit.

In den Jahren zwischen 2006 und 2008 hat man die verschiedenen Kredite der Salzburger Messe GmbH zusammengefasst und in einen Schweizer-Franken-Kredit umgewandelt. Das Land Salzburg hat dabei das ausschließliche Währungsrisiko für diesen Fremdwährungskredit in der Höhe von damals 80,6 Millionen Franken übernommen.

"Aufgrund der Kursentwicklung des Schweizer Franken, insbesondere der Haftungsexplosion auf mehr als 27 Millionen Euro, haben wir die Entwicklung des Währungsmarktes genau verfolgt und positive Zeitfenster gesucht, um aus dem Franken-Kredit auszusteigen. Beginnend mit dem 3. Quartal 2015 und nach einer präzise festgelegten Abbaustrategie wurden insgesamt rund 80,6 Millionen Schweizer Franken in Euro rückkonvertiert. Somit besteht jetzt kein weiteres Wechselkursrisiko mehr. Dadurch, dass wir die positiven Kurswechsel-Zeitfenster ausgenutzt haben, liegt der gesamte Wechselkursverlust inklusive Spesen und Nebenkosten um 800.000 Euro unter den erwarteten 27 Millionen Euro", so Stöckl.

Bei der Messezentrum Salzburg GmbH verbleiben nach der Rückkonversion des Schweizer-Franken-Kredites Bankverbindlichkeiten in der Höhe von 49,7 Millionen Euro, die jeweils zur Hälfte von der Stadt Salzburg sowie vom Land behaftet sind. Diese Schulden stammen aus getätigten Investitionen, insbesondere der Errichtung der Salzburgarena im Jahr 2002, sowie dem Neubau der Hallen 2, 3, 5 und 6 im Jahr 2006 nach dem schneedruckbedingten Halleneinsturz. 160205_15 (ram/kg)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: 0662/8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at: