Salzburger Unternehmen profitieren von neuen Asylquartieren

Berthold: Flüchtlingsunterkünfte sind Investition in die Salzburger Wirtschaft

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.02.2016
 

(LK)  Im Jahr 2015 wurden mehr als 90 neue Unterkünfte für die Beherbergung von Flüchtlingen während des Asylverfahrens bereitgestellt. Vielfach wurden dabei alte Häuser oder zuvor gewerblich genutzte Gebäude umgebaut und renoviert. „Von den Investitionen profitieren vorrangig Salzburger Unternehmen, wie die Auswertung deutlich zeigt: Den Löwenanteil aller Aufträge erhalten bei den unterschiedlichen Quartiers-Projekten in Salzburg ansässige Firmen“, stellte Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Asyl und Integration im Bundesland Salzburg, heute Mittwoch, 24. Februar, fest. Insgesamt werden vom Land mehr als 90 Prozent der Aufträge an Salzburger Firmen vergeben.

Gut 90 Prozent der Aufträge an regionale und lokale Unternehmen

Zwei Beispiele belegen diese Förderung der Salzburger Wirtschaft deutlich: Im Sommer 2015 wurde in Thalgau ein Asylquartier für 150 Personen errichtet. Betrieben wird diese Einrichtung von der Caritas Salzburg. Die Gesamtausgaben für Umbauarbeiten, damit das Quartier für den Betrieb tauglich gemacht werden konnte, beliefen sich auf insgesamt 455.000 Euro. 93 Prozent der Gesamtinvestitionen gehen an lokale Unternehmen. Damit bleibt ein Umsatz von mehr als 400.000 Euro in der Region.

Aktuell laufen die Umbauarbeiten für das neue Quartier in der Straniakstraße. 246 Personen sollen dort ab Ende März vom Diakoniewerk Salzburg in kleinen Wohneinheiten betreut werden. Mehr als 90 Prozent der Aufträge gehen an regionale und lokale Unternehmen. Salzburger Unternehmen machten bei den Umbauarbeiten des Quartiers bisher einen Umsatz von 936.900 Euro. Sanitär- und Elektroinstallationen, Malerarbeiten oder Zimmereiarbeiten sind Tätigkeiten, die vorrangig von örtlichen Klein- und Mittelbetrieben durchgeführt werden.

Weilerdörfer des Roten Kreuzes - ein Salzburger Produkt

Auch die Weilerdörfer des Roten Kreuzes, wie sie in Tamsweg und Seekirchen schon errichtet wurden, und in Hallwang, am Flussbauhofgelände in der Stadt Salzburg oder in Saalfelden geplant werden, sind ein Salzburger Produkt. Landesrätin Berthold: Ich bin außerordentlich erfreut, dass dieses Modell nun in ganz Österreich entstehen soll und bei Flüchtlingskoordinator Christian Konrad großen Anklang gefunden hat." 160224_25  (lmz/kg)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: 0662/8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.