Drei Ziviltechniker vereidigt

Haslauer: Entwicklung der technischen Regelsetzung wird zunehmend durch wirtschaftliche Überlegungen geprägt

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.04.2016
 

(LK)   Drei neue Ziviltechniker wurden heute, Donnerstag, 21. April, von Landeshauptmann Wilfried Haslauer im Chiemseehof vereidigt: Die Befugnis für das Bauingenieurwesen erhielten Urs Heinrich Grunicke und Ilija Lukic, für den Bereich Architektur Ulrich Hans Karl Farthofer.

"Technische Entwicklungen und darauf folgende notwendige rechtliche Anpassungen schreiten rasant voran. Die Ziviltechniker werden sich diesen Gegebenheiten stellen müssen, egal auf welchem Fachgebiet sie Planungs-, Prüfungs-, Überwachungs-, Treuhand- und Gutachterleistungen erbringen", betonte Haslauer.

Für eine Entbürokratisierung und Vereinfachung der Gesetze setzt der Landeshauptmann große Hoffnungen in die Zusammenarbeit mit dem Berufsstand der Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker: "Auf europäischer Ebene hat man erkannt, dass unterschiedliche technische Vorschriften und Normen beziehungsweise Zertifizierungssysteme den grenzüberschreitenden Austausch von Waren behindern. Die Entwicklung der technischen Regelsetzung wird daher in immer größerem Maße auch durch wirtschaftliche Überlegungen geprägt."

Die Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker seien daher aufgerufen, dieser Entwicklung auch im Sinne einer Gesundung der öffentlichen Haushalte Rechnung zu tragen. "Denn vor allem auch die öffentliche Hand hat großen Bedarf an Hilfestellungen durch diese Dienstleistungen. Die Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker haben daher bereits heute eine in der Zukunft immer wichtiger werdende Verantwortung", sagte Haslauer.

Seit 1860 bestehender Beruf

Architekten und Ingenieurkonsulenten – also Ziviltechniker – üben ihren Beruf aufgrund einer staatlichen Befugnis aus. Nach Absolvierung der erforderlichen Universitäts- bzw. Fachhochschulstudien, praktischer Tätigkeit und Ablegung einer Prüfung sowie eines Eides auf die Republik Österreich wird ihnen als Ziviltechniker die Befugnis zur Ausübung ihres Berufes verliehen.

Entstanden ist dieser Berufsstand, der zu den freien Berufen zählt, bereits 1860 mit dem Ziel, unabhängig vom Staatsdienst zur Unterstützung der Behörden für die Besorgung technischer Angelegenheiten zur Verfügung zu stehen. Diese Aufgabe hat in den vergangenen Jahren noch wesentlich zugenommen. So ist etwa bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand die Heranziehung von Ziviltechnikerinnen und Ziviltechnikern zu Projektierungen, Überprüfung und Aufsicht nicht mehr wegzudenken. 160421_10 (ram/grs)

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Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: 0664/5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.