Neue Photovoltaik-Großanlagenförderung startet

Schwaiger: Land fördert Errichtung von Photovoltaik-Großanlagen auf bestehenden Bauwerken zum überwiegenden Eigenverbrauch des gewonnenen Stroms

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.06.2016
 

(LK)  Die neue Photovoltaik-Großanlagenförderung des Landes startet am Mittwoch, 8. Juni. Die Förderung zielt vor allem auf Gemeinden, Bürgerbeteiligungsanlagen und Vereine ab. Die Photovoltaik-Anlagen müssen auf mindestens 80 Prozent Eigenverbrauchsanteil ausgelegt werden. Die bevorzugten Standorte für Großanlagen sind große, verfügbare Dachflächen auf bestehenden Gebäuden.

"Mit der neuen Photovoltaik-Förderung motivieren wir noch mehr Menschen und Organisationen, den Großteil des benötigten Stroms aus sauberer Sonnenenergie zu erzeugen, dadurch die Unabhängigkeit der Bundeslandes und der Bevölkerung in der Energieerzeugung zu steigern und den Klimaschutz zu forcieren", sagte Energielandesrat Josef Schwaiger heute, Mittwoch, 1. Juni. "Besonders auf bestehenden Bauwerken ist das Potenzial für Photovoltaik in Salzburg sehr groß. Mit der neuen Großflächenförderung kann dieses Potenzial deutlich besser genutzt werden."

Die Förderung setzt sich zusammen aus einem Sockelbetrag von 5.000 Euro und einem Zuschuss von 20 Prozent der Netto-Investitionskosten. "Besonders gefördert wird die Qualitätssicherung der Anlagen. Wird die Photovoltaikanlage von einem Dritten professionell gewartet, erhöht sich der Sockelbetrag der Förderung um 2.500 Euro. Damit ist auch nach mehreren Jahren die bestmögliche Leistung der Solarpaneele gewährleistet", betonte Schwaiger.

Fakten zur Photovoltaik-Großanlagenförderung

An wen richtet sich die Förderung?

  • Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen mit einer Leistung von mehr als 50 kWp (Kilowatt-Peak), an denen Privatpersonen Anteile erwerben. Die Leistung kann auf mehrere Bauwerke aufgeteilt werden. Die Anteile je Privatperson müssen mindestens 0,5 kWp betragen, und es müssen zumindest zehn Privatpersonen beteiligt sein. Dies ist der Förderstelle nachzuweisen.
  • Photovoltaikanlagen für öffentliche Bauwerke, die durch Dritte investiert, betrieben und gewartet werden, mit einer Leistung von mehr als zehn kWp.
  • Photovoltaikanlagen für Abfallsammel- und -behandlungsanlagen oder Abwasserbehandlungsanlagen, jeweils mit einer Leistung von mehr als zehn kWp.
  • Photovoltaikanlagen für Nahwärmeversorgungseinrichtungen auf Basis erneuerbarer Energie mit einer Leistung ab fünf kWp.
  • Photovoltaikanlagen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit einer Leistung von mehr als 30 kWp.
  • Photovoltaikanlagen auf Gebäuden von Vereinen oder konfessionellen Einrichtungen mit einer Leistung von mehr als fünf kWp.

Die Antragstellung ist ab 8. Juni ausschließlich über die Internetseite http://www.energieaktiv.at/ möglich. Der Förderantrag kann vor oder nach der technischen Planung gestellt werden. Er muss jedoch vor Bestellung der Photovoltaikanlage erfolgen.

Interessierte können sich mit Fragen jederzeit per E-Mail unter foerdermanager@salzburg.gv.at oder telefonisch unter +43 662 8042-3693 an die Fachleute der Energieförderung des Landes wenden. 160601_51 (grs/sab)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.