Erfolgreich Anpassungen für Alpenraum-Strategie eingebracht

Europäisches Parlament nimmt Salzburgs Anregungen zur gemeinsamen Makrostrategie für den Alpenraum positiv auf

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.06.2016
 

(LK)  Kürzlich hat der Ausschuss für Regionalpolitik im Europäischen Parlament über die gemeinsame Makrostrategie für den Alpenraum (EUSALP) beraten. Im Stellungnahmeentwurf des Europäischen Parlaments, über den die EU-Abgeordneten berieten, wird unter anderem das Potenzial der Nutzung der EU-Regionalfonds und anderer gemeinsamer Finanzierungsinstrumente für den Ausbau der neuen EU-Strategie für den Alpenraum herausgestrichen. Salzburg, das sich von Beginn an aktiv bei der Gestaltung der EUSALP einbringt, hatte eine Reihe von Anpassungen angeregt, die Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf bei ihren Arbeitsbesuchen in Brüssel wiederholt ins Europäische Parlament getragen hatte, berichtet das aktuelle Extrablatt aus dem Verbindungsbüro Brüssel.

In Abstimmung mit der Salzburger EU-Abgeordneten und regionalpolitischen Sprecherin im Europäischen Parlament, Claudia Schmidt, hat das Land zahlreiche Anregungen eingebracht. Dazu zählen unter anderem die stärkere Berücksichtigung der Diversifizierung von Tourismusangeboten, des strategischen Aufbaus einer intelligenten Spezialisierung in den Regionen, der Stärkung traditioneller Wirtschaftstätigkeiten wie Land- und Forstwirtschaft oder auch die Erwähnung der Erarbeitung von Lösungen für Verkehrsanbindungen und der Einbindung der Nutzung anderer Verkehrsträger durch die Aufnahme der Nutzung multimodaler Lösungen im regionenübergreifenden Verkehr (darunter Schienenverkehr) sowie die Erwähnung der Bereitstellung von Breitbandinternet in Bergregionen.

Hauptziel der gemeinsamen EU-Strategie für die Makroregion Alpenraum, die 48 Regionen in sieben Ländern umfasst, ist es, den Alpenraum regionenübergreifend für Mensch und Natur sowie für wirtschaftliche und soziale Aktivitäten auf eine nachhaltige Weise zu erhalten. Durch Kooperation und territoriale Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen der Verwaltung sollen die gemeinsamen Herausforderungen der Zukunft im Alpenraumgebiet bewältigt werden. Besonders als Lebens- und Arbeitsraum für den Tourismus sollen die Alpen gesichert werden. Um die Ziele zu verwirklichen, wird die EUSALP von EU-Fonds, davon insbesondere dem Europäischen Struktur- und Investitionsfonds, unterstützt. Als teilnehmende Region wirkt Salzburg maßgeblich an der Umsetzung der Ziele mit. Insbesondere sollen durch Innovation und Nachhaltigkeit Wachstum und Arbeitsplätze im Land Salzburg und den umliegenden Regionen geschaffen werden. Die endgültige Stellungnahme soll in der Plenartagung des Europäischen Parlaments am 12. September beschlossen werden.

Das Extrablatt kann heruntergeladen oder kostenlos per E-Mail an bruessel@salzburg.gv.at abonniert werden. 160623_60 (sm/grs)

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