EU-Regionen tagen in Salzburg

Am Sonntag beginnt Europäische Konferenz der Regionen und Städte zum Thema Nachhaltigkeit

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.09.2016
 

(LK)  Von Sonntag, 25., bis Dienstag, 27. September, ist Salzburg Schauplatz der 12. Konferenz Europäischer Regionen und Städte. Die Konferenz wird vom Institut der Regionen Europas (IRE) organisiert. Rund 200 politische und wirtschaftliche Entscheidungsträgerinnen und -träger aus den verschiedenen Regionen Europas werden sich dabei schwerpunktmäßig mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Die Veranstaltung wird als "green meeting" durchgeführt. Damit wird auf erhöhte Energieeffizienz, Abfallvermeidung und umweltschonende An- und Abreise der Gäste geachtet.

Die Konferenz nimmt sich mehrerer Themenbereiche regionaler Nachhaltigkeit an. Zum einen geht es um die nachhaltige Integration von Menschen, die in den Ländern der EU aufgenommen wurden und nun hier eine neue Heimat und Beschäftigung finden sollen. Zum anderen widmen sich die regionalen und kommunalen Vertreterinnen und Vertreter dem nachhaltigen Umgang mit Boden und Wasser. Schließlich leistet auch die Bewahrung des regionalen kulturellen Erbes einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Tourismus in Städten und Regionen.

Die Frage, wie man für wichtige, nachhaltige regionale Projekte finanzielle Unterstützung von der europäischen Ebene erhalten kann, steht am Anfang der Konferenz. Diese wird am Sonntag um 14.30 Uhr von IRE-Vorstand und ehemaligen Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger, der das Land Salzburg auch im Ausschuss der Regionen vertritt, sowie von Jörg Wojahn, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Salzburgs Vizebürgermeister Harald Preuner eröffnet.

Das anschließende Forum beschäftigt sich mit Fragen zur europäischen Finanzierung von nachhaltigen regionalen und kommunalen Projekten. Der Direktor des Europäischen Fonds für strategische Investitionen, Wilhelm Molterer, und der Vizepremierminister von Bosnien-Herzegowina, Mirko Sarovic, sind Hauptredner.

Am Montag richtet István Szabolcs Fazakas vom Europäischen Rechnungshof den Blick auf die Geldflüsse von der EU in die Westbalkanstaaten und analysiert deren Verwendung. Eine Podiumsdiskussion unter anderem mit Michael Spindelegger, Generaldirektor des International Centre for Migration Policy Development in Wien, beschäftigt sich mit dem Thema "Nachhaltige Integration von Asylbewerbern in den Regionen und Gemeinden". Eine zweite Podiumsdiskussion mit Landesrat Josef Schwaiger beleuchtet Herausforderungen für die Regionen und Städte bei der Nachhaltigkeit im Bereich Bodennutzung. Eine weitere Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit im Bereich Wasser. Den Abschluss bildet am Dienstag ein Symposium zur Bedeutung des kulturellen und historischen Erbes für den regionalen Tourismus.

IRE als Austauschplattform der europäischen Regionen

Das Institut der Regionen Europas wurde 2004 in Salzburg vom ehemaligen Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger mit dem Ziel, ein Forum für die europäischen Regionen, Kommunen und Unternehmen zu schaffen, gegründet. Mit seinen Aktivitäten und Initiativen unterstützt das IRE die Regionalisierung und Dezentralisierung. Das IRE steht allen interessierten Regionen, Städten und Unternehmen aus Europa offen. Derzeit umfasst das Netzwerk mehr als 130 Mitglieder aus 21 europäischen Staaten. 160921_61 (sm/grs)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.