Energiewelt in Bewegung

Haslauer beim Energiekongress "Österreichs Energie" im Kongresshaus

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.09.2016
 

(LK)  Unter dem Motto "Empowering Austria" eröffnete heute, Mittwoch, 29. September, Landeshauptmann Wilfried Haslauer gemeinsam mit Wolfgang Anzengruber, Präsident und Vorstandsvorsitzender der "Österreich Energie" und Verbund AG Generalsekretärin Barabara Schmidt, Österreichs Energiekongress im Kongresshaus Salzburg.

Der erste Kongresstag steht ganz im Zeichen der globalen, europäischen und nationalen Entwicklungen in der Energiewirtschaft und der Energiepolitik. Am zweiten Tag steht die Digitalisierung der Branche im Mittelpunkt.

"Die E-Wirtschaft ist nicht mehr nur ein Strom- bzw. Energielieferant, sondern einerseits Partner auf dem Weg in Richtung klimaneutrale Energieerzeugung und Energieautonomie, andererseits auch Dienstleiter für die Bürgerinnen und Bürger bei allen Belangen von der Erzeugung des eigenen Stroms mit Photovoltaik-Anlagen bis hin zu Unterstützung beim Energiesparen", so Landeshauptmann Haslauer bei der Eröffnung, der in diesem Zusammenhang auch auf den Masterplan Klima+Energie 2020 verweist, der einen 50 Prozent-Anteil an erneuerbaren Energien vorsieht. "Wasserkraft spielt im Masterplan Klima und Energie 2020 eine wesentliche Rolle. Etwas mehr als ein Drittel des nötigen Ausbaubedarfs soll durch Wasserkraft gedeckt werden, aber auch Photovoltaik spielt eine große Rolle, Biomasse natürlich auch", so Haslauer.

"Eine neue Richtung der Welt der E-Wirtschaft ergibt sich parallel zur großen Klimapolitik, dem Aufstieg der erneuerbaren Energien, dem Preisverfall bei neuen Energietechniken und der Digitalisierung, die bereits viele Wirtschaftssektoren revolutioniert hat. Mit der Stromstrategie "Empowering Austria" hat Österreichs Energie ein nachhaltiges und umsetzbares Konzept für den Elektrizitätssektor in Österreich vorgelegt - für eine sichere, wirtschaftliche, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung, für Investitionen in die Energiezukunft und für eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich", so Wolfgang Anzengruber.

Energiepolitik im Land Salzburg

Im Jahr 2013 wurden 81 Prozent des Stroms aus Wasserkraft erzeugt (davon 14 Prozent aus gepumptem Zufluss), 4,6 Prozent aus Erdgas (kombinierte Wärme und Stromerzeugung in der Stadt Salzburg) und 7,2 Prozent aus sonstigen Erneuerbaren Energien, vor allem Biomasse. Der Beitrag der Photovoltaik hat 0,5 Prozent betragen (Tendenz stark steigend, allerdings von niedrigem Niveau).

Seit 2012 wird kein Erdöl mehr zur Stromerzeugung eingesetzt. Nur 6,7 Prozent des Stromverbrauchs mussten 2013 netto importiert werden. Der Anteil erneuerbaren Stroms beträgt 84,5 Prozent. Drei Viertel der kalorischen Stromerzeugung entstammt hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die Salzburg AG ist derzeit der drittgünstigste lokale Strompreisanbieter.

Salzburg hat ein regional umfassendes und stabiles Stromnetz. Die Ausfälle belaufen sich pro Jahr auf wenige Minuten. Salzburg ist bei den Netzen innovativ: Das smart grids Projekt in Köstendorf findet national wie international große Aufmerksamkeit.

"Österreichs Energie"

"Österreichs Energie" ist eine  Interessenvertretung der Österreichischen E-Wirtschaft. Sie wurde 1953 gegründet und vertritt die gemeinsam erarbeiteten Brancheninteressen. Sie repräsentiert derzeit rund 140 Mitgliedsunternehmen mit knapp 21.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms erzeugen und die Transport- und Verteilnetze Österreichs betreiben. 160928_32 (jus/sm)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.