25 Jahre Alpenkonvention in Salzburg

Haslauer/Rössler bei Festakt: Alpenkonvention als wichtiges Instrument zur Gewährleistung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.11.2016
 

(LK)  Vor 25 Jahren, am 7. November 1991, wurde in Salzburg das Übereinkommen zum Schutz der Alpen, die  Alpenkonvention, unterzeichnet. Erstmals wurde damit ein transnationales Berggebiet als geographische Einheit und als ein vor gemeinsamen Herausforderungen stehender Kultur- und Wirtschaftsraum angesehen. Anlässlich dieses Jubiläums fand heute, Freitag, 4. November, in der Salzburger Residenz ein Festakt mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Umweltreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler statt.

Bei der jüngsten Alpenkonferenz am 13. Oktober in Berchtesgaden wurde der Vorsitz der Alpenkonvention von Deutschland an Österreich übergeben, das nun die Präsidentschaft für den Zeitraum 2017 bis 2018 innehaben wird. Damit war die Jubiläumsfeier auch gleichzeitig die feierliche Eröffnungsveranstaltung des österreichischen Vorsitzes.

"Der Alpenraum mit all seinen natürlichen, kulturellen und auch ökonomischen Reichtümern ist ein Wert an und für sich. Darüber hinaus ist es im wohlverstandenen Eigeninteresse ganz Europas, dem Alpenraum jenes Maß an Wertschätzung und ganz konkret auch an Schutz und Unterstützung angedeihen zu lassen, das dieser Raum braucht, um seinen vielfachen Funktionen für die nachhaltige Sicherung guter Lebensbedingungen auch weiterhin nachkommen zu können", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

In seiner Präsidentschaft will Österreich sich auf die folgenden Schwerpunkte konzentrieren: die Rolle der Frau in Bergregionen, Verkehr und Mobilität, Berglandwirtschaft und Bergwald, Naturschutz, Wasser, Klimawandel, Energie und Naturgefahren.

"Als einzigartiger Naturraum in Europa bieten die Alpen unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Viele davon sind in ihrer Existenz bedroht, darunter auch zahlreiche Pflanzen, die weltweit nur in den Alpen vorkommen. Die Alpenkonvention ist ein wichtiges Instrument, um diesen einzigartigen Lebensraum länderübergreifend zu bewahren und zu schützen", so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

Die Alpenkonvention hat seit jeher das grundlegende Ziel, eine sozioökonomisch und ökologisch ausgewogene Entwicklung des Alpenraumes von den Seealpen (Frankreich, Monaco) bis zu den östlichen Ausläufern der Alpen (Österreich) herbeizuführen.

Es handelt sich bei der Alpenkonvention um ein völkerrechtlich verbindliches Vertragswerk, das vor 25 Jahren in Salzburg von den Umweltministern der Alpenstaaten und der Europäischen Union abgeschlossen wurde. Im Mittelpunkt der Alpenkonvention steht die besondere Bedeutung der Alpen für Europa als Wirtschafts-, Kultur- und Lebensraum, der aber aufgrund seiner besonderen Lage und der naturräumlichen Gegebenheiten besonders verletzlich ist.

Der Vertragsunterzeichnung waren mehrjährige Vorbereitungsarbeiten vorangegangen, die sich beispielsweise intensiv mit der Verkehrsplanung im Alpenraum auseinandergesetzt haben. Projekte wie die "Allemagna-Autobahn" und die damit verbundene Verschärfung der Transitproblematik konnten abgewendet und so die hohe Lebensqualität im Alpenraum bewahrt werden. Eine eigene Deklaration beschäftigt sich mit dem Thema "Bevölkerung und Kultur", um auf die spezifischen kulturellen Gegebenheiten im Alpenraum zu verweisen und damit zur Identitätsfindung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Berggebiete beizutragen. 161104_32 (jus/kg)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at; Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.