Mehr als 60 Krippen aus ganz Salzburg bestaunen

Haslauer bei Jubiläumsausstellung zu 100 Jahre Landeskrippenverband Salzburg

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.11.2016
 

(LK)  Der Landeskrippenverband Salzburg feiert heuer mit einer Jubiläumsausstellung sein 100-jähriges Bestehen. Bei der Ausstellung werden mehr als 60 Krippen aus allen Salzburger Bezirken gezeigt. 1916 gegründet, besteht der Verband heute aus 13 Ortsvereinen und 800 Mitgliedern, davon rund die Hälfte Frauen.

"Besonders in der Volkskunst hat die Darstellung des weihnachtlichen Heilsgeschehens in Gestalt der Krippe schon seit vielen Jahrhunderten zu vielfältigen Kombinationen aus religiösen Inhalten und der jeweiligen bürgerlichen oder bäuerlichen Alltagskultur geführt", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer heute, Samstag, 26. November, bei der Eröffnung der Jubiläumssaustellung im Franziskanerkloster in Salzburg. "Die Mitglieder der verschiedenen Salzburger Krippenbauvereine bemühen sich heute mit großem Engagement darum, das Kulturgut des alpenländischen Krippenbaus lebendig zu erhalten und dieses an nachkommende Generationen weiterzugeben. Durch die Arbeit in den Krippenbauschulen wurde der Krippenbau auf ein sehr hohes Niveau gehoben", so Landeshauptmann Haslauer, der sich stellvertretend für alle Krippenverbandsmitglieder bei Günther Hopfgartner, Obmann des Landeskrippenverbandes Salzburg, bedankte und zum Jubiläum gratulierte.

"Geborgenheit, Gemeinsamkeit, Miteinander, Glaube, christliche Tradition und Heimatverbundenheit begleiten die Krippenbauer ebenso wie die vielen Facetten, die uns die Natur zeigt. Wer Krippen baut, betrachtet die Natur aus einem ganz anderen Blickwinkel. Zudem ist jede Krippe ein Unikat und oft verbunden mit Erinnerungen", so Hopfgartner, der auch darauf hinweist, dass Krippenbaukurse in allen Bezirken und auch spezielle Kurse für Kinder und Jugendliche stattfinden.

"Kindern und Jugendlichen macht das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und in der Gemeinschaft enormen Spaß. Es fördert nicht nur das handwerkliche Geschick und Wissen, sondern auch das Miteinander", ist der Obmann des Landeskrippenverbands überzeugt.

Geschichtliches

Salzburg gehört neben Tirol, Oberösterreich und Bayern zu den klassischen Krippenländern Mitteleuropas. Erste Nachweise des Krippenbaus in Salzburg gehen auf das Jahr 1615 zurück. Hier wird erstmals ein Krippenbestand für das Kloster der Benediktinerinnen in Nonnberg belegt. Der Krippenbau verbreitete sich anschließend im 17. und 18. Jahrhundert in den Klöstern. Von 1782 bis 1804 unter Joseph II. waren Krippen in der Öffentlichkeit verboten. Seit dem 19. Jahrhundert wuchs der Stellenwert des Krippenbaus bis heute stetig an. Viele Salzburger Krippenbauer erreichten große Bekanntheit, allen voran der Saalfeldner Xandi Schläffer, Theodor Pfitzer, Josef Klampfer, Hannes Rabitsch oder Bernhard Prähauser.

Jubiläumsausstellung

Die Jubiläumsausstellung zu 100 Jahre Landeskrippenverband kann im Franziskanerkloster, Franziskanergasse 5a, Salzburg, jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 14.00 bis 19.00 Uhr bis 8. Jänner 2017 bei besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos. 161126_10 (ram/sm)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

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