Marke als Versprechen

Haslauer beim Medien- und Technologie-Roundtable über die Zukunft des Filmemachens

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.12.2016
 

(LK)  Wie gelingt es, Markenbotschaften in einem Film zu platzieren? Welche Ansprüche stellen die unterschiedlichen Plattformen? Und welche neuen technischen Hilfsmittel stehen dafür zur Verfügung? Darüber diskutierten kürzlich die Salzburger Medienszene und Unternehmen unter anderem mit Stardesigner Gerald Kiska.

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich im Businesscenter Grödig beim von der Industriellenvereinigung Salzburg mitveranstalteten Medien- und Technologie-Roundtable über das Thema "The Future of Filmmaking", die Zukunft des Filmemachens. Die Hauptrede hielt Stardesigner Gerald Kiska.

"Bei uns ist Marke ein Versprechen", sagte Gerald Kiska von der Design-Agentur Kiska. "Das war in früheren Zeiten ganz einfach, diese Versprechen im Radio, im Fernsehen und in den Printmedien an den Mann zu bringen. Der konnte erst überprüfen, ob das Versprechen hält, wenn er das Produkt gekauft hat. Diese Zeiten sind vorbei. Heute wird das Markenversprechen Tage, Wochen, Monate vor dem tatsächlichen Kauf überprüft. Ist es geliked, wie ist es bewertet, was wird gepostet? Der Kauf kommt vielleicht gar nicht mehr zustande. Das ist ein Bedrohungsszenario für die einen, aber eine Chance für alle, die mit dem Halten des Versprechens kein Problem haben."

Impulse von Beatrix Skias (Kobza Integra) über Storytelling, Thomas Schweighofer (DOP) über Drohnen, Walter Frisch (FreshFX) über virtuelle Welten und Martin Reiher über Storytelling durch Audio zeigten, was in der Salzburger Filmszene steckt. Daniela Kinz von der Salzburg AG präsentierte mit dem neuen Imagefilm des Energieversorgers die Umsetzung im Unternehmen.

Salzburg sei nach Wien der wichtigste Filmstandort in Österreich, waren sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Hausherr Hannes M. Schalle (Moonlake Entertainment) einig. "Salzburg hat vieles richtig gemacht", sagte Produzent Hannes Schalle.

Haslauer blickte kurz auf das Jahr 2010 zurück: "Wie erreiche ich die richtige Zielgruppe? Das ist eine große Kunst. Beim Film Knight and Day ist uns genau das gelungen. Wir haben 300.000 Euro eingesetzt, gut, die Story ist etwas flach, es ist ein unterhaltsames Filmchen. Aber als Cameron Diaz in einer Szene auf dem Balkon des Festspielhauses steht und die Festung und die Domkuppeln sieht und sagt: 'So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen', waren wir am Ziel. Das war unser Mehrwert." 161209_51 (rb/grs)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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