Forschung und Entwicklung in der Bauwirtschaft

Pallauf bei der Brancheninitiative Bauforschung 2020 in der Wirtschaftskammer Salzburg

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.01.2017
 

(LK)  Die Startveranstaltung der Branchenforschungsinitiative für die österreichische Bauwirtschaft wurde heute, Freitag, 13. Jänner, von Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf in Vertretung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer gemeinsam mit Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie in der Wirtschaftskammer Salzburg eröffnet.

Mit einem Bauvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro und zirka 19.000 Beschäftigten in rund 2.000 Unternehmen verfügt das Bundesland Salzburg über eine sehr starke Bauwirtschaft.

"Bauen ist komplex geworden: Neue Technologien und nachhaltige Baustoffe, eine Bautradition und ein moderner Designanspruch, der Kostendruck, umwelt- und energiepolitische Ziele, die alpinen Rahmenbedingungen und die Raumordnung sind nur einige Schlaglichter, die im Neubau und in der Sanierung aufeinandertreffen und große Herausforderungen darstellen", so Landtagspräsidentin Pallauf.

Zudem sei die Bauwirtschaft gerade in den Regionen ein wichtiger und starker Wirtschaftssektor, der für Beschäftigung und Wertschöpfung sorge, aber auch in einem massiven, internationalen Wettbewerb stünde, so Pallauf weiter. "Bauforschung, vor allem das Umsetzen von Forschungsergebnissen in den Unternehmen und in der praktischen Ausführung ist deshalb für uns ein großes Anliegen, um diese wichtige Branche zukunftsgerichtet zu stärken."

Entwicklungen in der Bauwirtschaft

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer wurde das Kompetenzzentrum Bauforschung an der Bauakademie Salzburg eingerichtet. Dies hat sich als Impulsgeber und Umsetzungsmotor für Forschungsprojekte und den Wissenstransfer zu den klein- und mittelständischen Unternehmen gut etabliert. Über die Wirtschaftsförderung und die Innovations- und Technologietransfer Salzburg GmbH (ITG) als Innovationsagentur des Landes konnte eine kleine Branchenforschungsinitiative lanciert werden. Dabei konnten im Bereich Bauteilaktivierung, Ziegelbau, Energietechnik, Passivhaus, Nullenergiehaus und vor allem auch in der Salzburger Kernkompetenz, im Holzbau, eine Reihe von umsetzungsnahen Projekten mit klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) und Partnern aus der Industrie und Wissenschaft erfolgreich umgesetzt werden. Gemeinsam mit allen Partnern aus der Wirtschaft, Interessenvertretungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen wurde das Netzwerk "Alpines Bauen" gegründet. Dieses widmet sich der Weiterentwicklung innovativer Baulösungen für KMU.

Die Einrichtung des Kompetenzzentrums Bauforschung und eines kleinen Forschungsparks mit Testgebäuden für die Bauforschung an der Bauakademie Salzburg sorgt künftig dafür, dass Forschungsergebnisse direkt in die Ausbildung vom Lehrling bis hin zum Baumeister greifbar vermittelt werden können. Neben der erfolgreichen Ausbildung im Holzbau an der Fachhochschule Salzburg am Campus Kuchl konnten die beiden Studiengänge "Smart Building" (energieeffiziente Gebäudetechnik und nachhaltiges Bauen) sowie "Smart Buildings in Smart Cities" (Energieinfrastruktur und Quartierserneuerung) aufgebaut werden, so dass auch im Bereich der tertiären Ausbildung für die Fachkräfteentwicklung ein gutes Angebot besteht. In der neuen Wissenschafts- und Innovationsstrategie für das Land Salzburg ist das alpine und intelligente Bauen auch als eines der fünf für Salzburg wichtigen regionalen Stärkefelder festgelegt und ein Maßnahmenprogramm beschlossen worden. 170113_30 (jus/grs)

Weitere Informationen: Christoph Bayrhammer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel.: +43 662 8042-2618, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.