Verbesserungsmaßnahmen für die Verkehrssituation

Mayr: Park-and-Ride-Ausbau, Eilkurse und mehr Busspuren als erste Schritte

Salzburger Landeskorrespondenz, 03.02.2017
 

(LK)  Im vergangenen Herbst wurde eine Arbeitsgruppe mit Beamten von Land und Stadt Salzburg, dem Salzburger Verkehrsverbund und der Salzburg AG eingerichtet, die Maßnahmen und Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Verkehrs- und Stausituation in und um die Landeshauptstadt ausarbeitet. Unmittelbar nach Ende der Sitzung mit den Arbeitsgruppen-Mitgliedern sowie den politischen Vertretern von Land, der Stadt und der Umlandgemeinden präsentierte Verkehrslandesrat Hans Mayr heute, Freitag, 3. Februar, die Ergebnisse.

Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass ein aufeinander abgestimmtes Maßnahmenbündel erforderlich ist, um die Verkehrssituation in der Stadt und den angrenzenden Gemeinden nachhaltig zu verbessern. "Wir haben nun erstmalig eine fundierte gemeinsame Basis, auf der wir weiter aufbauen werden. Die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der Umlandgemeinden verläuft sehr konstruktiv. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, um auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sowohl der Landeshauptstadt als auch der angrenzenden Gemeinden besser eingehen zu können", so Mayr.

Die Arbeitsgruppe hat jede Einfahrtsroute genau analysiert und Lösungsvorschläge erstellt. Neben der Ausweitung der Parkzonen in der Stadt Salzburg sowie der Schaffung von mehreren Hundert neuen Park-and-Ride-Plätzen stehen für Landesrat Mayr Eilkurse und die Taktverdichtung der Linien 120 nach Mattsee und 130 nach Straßwalchen sowie die weitere Beschleunigung der Busspuren ganz oben auf der Prioritätenliste.

Auf der Buslinie 150 zwischen Salzburg und Bad Ischl, der wichtigsten Linie am sogenannten Musterkorridor, wurde das Busangebot mit Dezember 2016 bereits deutlich erweitert.

Halbstundentakt und Eilkurse bei Linien 120 und 130

Bei den Regionalbus-Linien 120 (Salzburg – Elixhausen – Obertrum – Seeham – Mattsee) und 130 (Salzburg – Eugendorf – Henndorf – Neumarkt – Straßwalchen) wird es ab Dezember 2017 einen Halbstundentakt geben. Bei beiden Linien werden dann auch vier Eilkurse je Richtung geführt: bei der Linie 120 über den Autobahnanschluss Salzburg Nord über Salzburg Mitte bis zum Hauptbahnhof und bei der Linie 130 über den Autobahnanschluss Eugendorf über Salzburg Mitte ebenfalls bis zum Hauptbahnhof. Diese Maßnahme stieß sowohl bei Vertretern der Stadt als auch bei den Bürgermeistern der Umlandgemeinden auf einhellige Zustimmung. "Die Eilbuslinien über die Autobahn verkürzen die Fahrtzeit in die Stadt deutlich und sind ein Quantensprung für den öffentlichen Verkehr aus dem Umland in die Landeshauptstadt", erklärte etwa Elixhausens Bürgermeister Markus Kurcz.

"Mir war es wichtig, dass wir die langjährige Forderung der Bürgermeister der Umlandgemeinden nach einer Durchbindung von Regionalbussen und Eilkursen endlich umsetzen können. Ich bin überzeugt, dass dies wieder ein weiterer Schritt in die Verbesserung des Angebots ist und der öffentliche Verkehr zumindest für diese Korridore noch attraktiver wird", sagte der Landesrat.

Grödig wird in das Obusnetz eingebunden

Für eine bessere Anbindung der Stadtrandgemeinde Grödig kamen die Teilnehmer überein, die Obuslinie 5 ab der aktuellen Endhaltestelle Birkensiedlung bis Mitte 2018 bis zur Ortseinfahrt mit Oberleitung weiterzuführen. Der Abschnitt bis zum Grödiger Gemeindeamt wird mit Obussen mit Akku bewältigt, welche die Salzburg AG derzeit umbaut und testet. Ist dies erfolgreich, ist eine Weiterführung bis zur Untersbergbahn vorgesehen.

Neue Busspuren in der Landeshauptstadt

Durch rund ein Dutzend Busbeschleunigungsmaßnahmen in der Landeshauptstadt, die alle noch in diesem Jahr eingerichtet werden, soll auch innerstädtisch eine Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs erreicht werden. Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden sagte dazu, dass einige der vom Gemeinderat im Herbst beschlossenen innerstädtischen Maßnahmen bereits umgesetzt würden, den Obus-Ausbau in Richtung Grödig finanziere die Stadt mit 1,7 Millionen Euro maßgeblich mit.

"Es gibt jetzt erste konkrete Umsetzungsmaßnahmen wie neue Busspuren und Busampeln. Ich sehe dies allerdings nur als ersten Schritt. Nun gilt es, gemeinsam weiter zu arbeiten. Die Arbeitsgruppe hat den Auftrag, Ende Mai weitere Verbesserungsmaßnahmen zu präsentieren", so Mayr. 170203_20 (kg/sm)

Weitere Informationen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at.

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