Gemeinden für herausragende Aktivitäten in Energieeffizienz und Klimaschutz belohnt

Schwaiger: Gemeinden wurden mit insgesamt 29 "e" als energieeffiziente Gemeinden ausgezeichnet

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.03.2017
 

(LK)  Bei der Landes-Energiegala in Salzburg gestern, Dienstag, 21. März, zeichnete Landesrat Josef Schwaiger wieder einige Gemeinden mit einem "e" als energieeffiziente Gemeinde aus.

Die Gemeinden Bad Hofgastein und Pfarrwerfen wurden erstmals mit "ee", Radstadt und Bergheim mit "eee" und Elixhausen sowie die Stadt Salzburg mit "eeee" ausgezeichnet. Bestätigt wurde die Verleihung von "eee" an die Gemeinde St. Koloman und von "eeee" an die Gemeinden Neumarkt am Wallersee und Grödig. Somit wurden die Gemeinden mit insgesamt 29 "e" für ihre herausragenden Aktivitäten in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz belohnt.

Das Land Salzburg hält derzeit bei einem Anteil von rund 45,6 Prozent erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch. "Es ist realistisch, im Land Salzburg bis 2020 insgesamt 50 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen zu produzieren", sagte Schwaiger bei der Energiegala. "Dazu müssen wir auf den richtigen Mix aus allen erneuerbaren Energie-Technologien setzen und die Bürgerinnen und Bürger für diesen Weg begeistern. Wir sind die erste Generation, die die Umwelt nicht in der Form weitergeben kann, wie wir sie scheinbar so selbstverständlich vererbt bekommen haben. Für die nächste Generation zählt vielmehr eine intakte Umwelt, nicht Sparbücher, Wertpapiere oder Immobilien."

Mehr als die Hälfte der Haushalte in e5-Gemeinden

Bereits jede zweite im Land Salzburg lebende Person wohnt somit in einer e5-Gemeinde, genau sind es 57 Prozent der Salzburger Bevölkerung, 59 Prozent der Haushalte und 23 Prozent der Fläche. Mehr als 400 engagierte e5-Teammitglieder arbeiten in den Gemeinden als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Pro Jahr werden rund 200 Aktionen zu den Themen Energie, Klimaschutz und Mobilität gesetzt. Die 33 energieeffizienten Gemeinden schütten jährlich mehr als 200.000 Euro an Förderungen aus. Mehr als 2.000 Photovoltaikanlagen und mehr als 9.000 thermische Solaranlagen sind in den e5-Gemeinden installiert. Jährlich werden in e5-Gemeinden zirka 1.500 Energieberatungen von der Energieberatung Salzburg und vom Umweltservice Salzburg durchgeführt. In e5-Gemeinden ist der Anteil an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb um 44 Prozent höher als im Landesschnitt.

Weitere Informationen zum e5-Programm und den e5-Gemeinden finden sich im Internet auf www.e5-salzburg.at.

Projekte der ausgezeichneten Gemeinden

Die drei Gemeinden Bad Hofgastein, Radstadt und Pfarrwerfen (im Verband mit der e5-Gemeinde Bischofshofen und Werfen) haben alle je ein Trinkwasserkraftwerk errichtet oder die Errichtung initiiert und ermöglicht. Durch dieses Engagement wird auf umweltfreundliche und saubere Weise Strom für die Versorgung von mehr als 420 Haushalten erzeugt. Radstadt verwendet den mit Hilfe des Trinkwassers erzeugten Strom sogar selber und versorgt damit die Trinkwasseranlage, das Seniorinnen- und Seniorenwohnheim und die Straßenbeleuchtung.

Die Stadt Salzburg errichtete mit der neuen Sporthalle in Liefering ein österreichweites Vorzeigeprojekt. Die Sporthalle Liefering ist ein Plus-Energiegebäude in klima:aktiv Gold Standard. Das heißt, es erzeugt mehr Strom als für den Betrieb des Gebäudes benötigt wird.

Das Seniorinnen- und Seniorenwohnheim in Pfarrwerfen zeichnet sich sowohl durch ein modernes und effizientes Energiekonzept als auch durch die innovative Holzanwendung in der Gebäudehülle und im Innenausbau aus.

In Neumarkt am Wallersee wurde bei der Errichtung der neuen Feuerwehrhauptwache eine Photovoltaikanlage installiert.

Von den neuen ausgezeichneten Gemeinden werden in fünf zu 100 Prozent energieeffiziente Leuchtmittel verwendet. In den vier weiteren Gemeinden sind derzeit nur noch in einer Gemeinde weniger als 80 Prozent effizienter Leuchtmittel im Einsatz.

Die e5-Gemeinden sind außerdem Spitzenreiter bei der Nutzung des vom Land Salzburg zur Verfügung gestellten Energiebuchhaltungsprogramms. 170322_51 (grs/sab)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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