Positive Entwicklung des Arbeitsmarkts im ersten Quartal

Haslauer: Salzburg im Bundesländervergleich weiter im Spitzenfeld / Rückgang der Arbeitslosigkeit im ersten Quartal des Jahres

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.04.2017
 

(LK) Der neueste Bericht der Landesstatistik über den Salzburger Arbeitsmarkt im ersten Quartal des Jahres 2017 wurde heute, Freitag, 28. April, veröffentlicht und zeigt einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. Kurz zusammengefasst gilt, dass sich der Salzburger Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn 2017 mit einem Anstieg der Zahl der unselbständig Beschäftigten und einem Rückgang der Zahl der Arbeitslosen positiv entwickelt hat.

"Gemessen an der Arbeitslosenrate ist der Salzburger Arbeitsmarkt im gesamten, bei den Jugendlichen und bei den Seniorinnen und Senioren innerösterreichisch jeweils sehr gut aufgestellt", sagte heute Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktagenden zuständig ist. "Mit einer Gesamtarbeitslosenrate von 5,8 Prozent, einer Jugendarbeitslosenrate von 5,5 Prozent und einer Seniorenarbeitslosenrate von 6,6 Prozent ist das Land Salzburg nämlich stets unter den besten drei Bundesländern zu finden."

Nachdem 2016 erstmals seit dem Beginn des Jahres 2011 die Zahl der Arbeitslosen wieder zurückging, setzte sich dieser Rückgang zum Jahresbeginn 2017 erfreulicherweise weiter fort. "Das heißt aber nicht, dass wir nicht weiterhin alles unternehmen müssen, damit diese positive Entwicklung auch zukünftig anhält und wir noch mehr Personen in den Arbeitsmarkt integrieren können", so der Landeshauptmann weiter.

Neben der allgemeinen Belebung der Wirtschaft durch Investitionen sowie der Stärkung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen sind es vor allem Maßnahmen in den Bereichen der Ausbildung und der Zusatzqualifizierung, die wesentliche Stellgrößen für eine Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind. "Dazu zählen weiters Impulse in den Bereichen soziale Eingliederung und Armut sowie Integration, die sich günstig auf den Arbeitsmarkt auswirken sollten", sagte Landeshauptmann Haslauer abschließend.

Wichtigste Ergebnisse der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Die wichtigsten Ergebnisse der Entwicklung auf dem Salzburger Arbeitsmarkt im ersten Quartal des Jahres 2017 werden von Gernot Filipp, dem Leiter der Landesstatistik Salzburg, wie folgt zusammengefasst:

Im ersten Quartal 2017 gingen in Salzburg 255.295 Personen einer unselbständigen Beschäftigung nach, das waren um 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Beschäftigungswachstum war in Salzburg etwas schwächer als auf Österreichebene mit 1,7 Prozent. Von 2016 auf 2017 (jeweils erstes Quartal) sank in Salzburg die Zahl der Arbeitslosen um 1,5 Prozent auf 15.767 Personen. Der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen fiel damit in Salzburg etwas schwächer aus als in Österreich mit 1,8 Prozent. Durch den Rückgang der Zahl der Arbeitslosen und dem Anstieg der unselbständig Beschäftigten sank binnen Jahresfrist die Arbeitslosenrate in Salzburg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent und in Österreich um 0,3 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent.

Der Bundesländervergleich

Zu Jahresbeginn 2017 (erstes Quartal) lag Salzburg beim Bundesländervergleich der Arbeitslosenrate von 5,8 Prozent gemeinsam mit Vorarlberg (ebenfalls 5,8 Prozent) und Tirol (6,0 Prozent) auf Platz eins. Beim Beschäftigungswachstum und beim Rückgang der Zahl der Arbeitslosen schnitt Salzburg schlechter als der Bundesländerdurchschnitt ab und nahm von allen Bundesländern den letzten (Beschäftigungswachstum) beziehungsweise den sechsten Platz (Veränderung der Zahl der Arbeitslosen) ein. Generell war im ersten Quartal 2017 in allen Bundesländern die Zahl der unselbständig Beschäftigten höher und mit Ausnahme von Niederösterreich die Zahl der Arbeitslosen niedriger als ein Jahr zuvor.

Vorschau für das Gesamtjahr 2017

Ausgehend von der aktuellen Entwicklung und der österreichweiten Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute wird für Salzburg für 2017 erwartet, dass bei einem leichten Beschäftigungswachstum die Zahl der Arbeitslosen sinken dürfte. In der Folge dürfte sich damit eine Arbeitslosenrate von 5,5 Prozent errechnen, nach 5,6 Prozent im Jahr 2016. Für Österreich erwartet das Wirtschaftsforschungs-Institut WIFO einen Rückgang der Arbeitslosenrate auf 8,9 Prozent, das Institut für Höhere Studien (IHS) geht hingegen davon aus, dass die Arbeitslosenrate bei 9,1 Prozent verbleiben dürfte.

Im Bericht "Arbeitsmarkt Salzburg im Frühjahr 2017" sind darüber hinaus noch viele weitere interessante Details für das Land Salzburg zu finden:

Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Männern und Jugendlichen

Bei der Unterscheidung nach Geschlecht gilt, dass binnen Jahresfrist (jeweils erstes Quartal) das Beschäftigungswachstum der Männer mit 1,6 Prozent stärker war als jenes der Frauen mit 0,9 Prozent. Auch bei der Arbeitslosigkeit verlief die Entwicklung bei den Männern günstiger als bei den Frauen. Konkret sank im ersten Quartal 2017 die Zahl der arbeitslosen Männer um 3,2 Prozent, während die Frauen einen Anstieg um 2,0 Prozent hinnehmen mussten. Trotz der für die Männer günstigeren Entwicklung war im ersten Quartal 2017 die Arbeitslosenrate der Männer mit 7,2 Prozent weiterhin deutlich höher als jene der Frauen mit 4,3 Prozent.

Was die Entwicklung der Zahl der unselbständig beschäftigten Jugendlichen und älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrifft, stand von 2016 auf 2017 (jeweils erstes Quartal) einem vor allem demografisch bedingten starken Anstieg der Zahl der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Ausmaß von 5,1 Prozent ein Rückgang bei den jugendlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern um 1,6 Prozent gegenüber. Während von 2016 auf 2017 (jeweils erstes Quartal) die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen mit 10,4 Prozent deutlich zurückging, waren zu Jahresbeginn 2017 (erstes Quartal) um 6,0 Prozent mehr Personen im Alter von 50 und mehr Jahren arbeitslos als ein Jahr zuvor. Damit war die Arbeitslosenrate der Jugendlichen mit 5,5 Prozent weiterhin niedriger als jene der älteren Erwerbspersonen mit 6,6 Prozent.

Höheres Wachstum im produzierenden Bereich

Im ersten Quartal 2017 waren im produzierenden Bereich um 2,3 Prozent, in der Land- und Forstwirtschaft um 1,8 Prozent und im Dienstleistungsbereich um 1,1 Prozent mehr Personen unselbständig beschäftigt als ein Jahr zuvor. Zum Beschäftigungswachstum des produzierenden Bereichs trugen die Zuwächse am Bau mit 3,5 Prozent, in der Warenherstellung mit 1,9 Prozent und im Bereich Bergbau/Energie/Wasser/Abwasser mit 1,5 Prozent bei. Innerhalb des Dienstleistungsbereichs konnten mit Ausnahme des Handels (minus 0,7 Prozent) und der öffentlichen Verwaltung (minus 0,1 Prozent) alle Bereiche zulegen, und zwar im Ausmaß von 0,2 (freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienste) bis 14,8 Prozent (Information und Kommunikation).

Die berufsspezifische Analyse der Arbeitslosen ergab, dass im ersten Quartal 2017 die Zahl der Arbeitslosen in den Fremdenverkehrsberufen um 2,9 Prozent höher war als ein Jahr zuvor. In den anderen vier Berufsgruppen gab es hingegen jeweils einen Rückgang, der in den Metall­ und Elektroberufen mit 7,7 Prozent am höchsten ausfiel.

Konstante Lage auf dem Lehrlingsarbeitsmarkt

Auf dem Lehrlingsarbeitsmarkt zeigt sich, dass von 2016 auf 2017 (jeweils erstes Quartal) einem nennenswerten Plus von 8,3 Prozent bei den offenen Lehrstellen ein nur leichter Anstieg von 1,9 Prozent bei den sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden gegenüberstand. Das Verhältnis der offenen Lehrstellen zu den Lehrstellensuchenden belief sich damit im ersten Quartal 2017 auf 2,0. Ohne Fremdenverkehrsberufe lag es bei 1,0.

Der Bericht "Arbeitsmarkt Salzburg im Frühjahr 2017" kann auf der Webseite des Landes abgerufen werden. 170428_51 (rb/grs)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.