Fünf tote Füchse bei Hallein mit Staupe gefunden

Für ungeimpfte Tiere kann die Staupe lebensbedrohend sein

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.06.2017
 

(LK) In der Nähe von Kaltenhausen und Rehhof bei Hallein wurden Ende der vergangenen Woche insgesamt fünf verendete Füchse von einem Jäger gefunden. Diese wurden dann vom Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Hallein eingesendet. Die Laboruntersuchung ergab den Befund Staupe. Das berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl heute, Mittwoch, 14. Juni.

Staupe ist eine hochansteckende, meist tödlich verlaufende Viruserkrankung und kann Füchse, Dachse, Marder und auch Hunde befallen. Die Staupe äußert sich durch Atemprobleme, Durchfall, Hautveränderungen oder bei der nervalen Form auch durch das veränderte Verhalten. Die Tiere haben Bewegungsstörungen und verlieren auch die Scheu vor Menschen.

Auf Menschen ist die Krankheit nicht übertragbar, bei Tieren endet sie aber fast immer tödlich. Die Übertragung erfolgt durch die verschiedenen Sekrete, wie Tränenflüssigkeit, Augensekret oder Nasensekret, aber natürlich auch durch Kot und Harn.

Die Übertragung von Wildtier zu Wildtier erfolgt durch den direkten Kontakt mit diesen Sekreten und Ausscheidungen. Haushunde können aber auch leicht indirekt über Schuhe oder Kleidung mit dem Virus in Kontakt kommen und sich anstecken. Hunde sollten deshalb unbedingt gegen Staupe geimpft werden, da für ungeimpfte und somit ungeschützte Tiere die Staupe lebensbedrohend sein kann. 170614_52 (grs/jus)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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