Flughafen Salzburg kommt gut an

IGF-Umfrage: Wirtschaftsstandort Flughafen immer wichtiger / Fluglärm nach wie vor ein Thema, aber rückläufig

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.07.2017
 

(HP) Erfreulich waren die Ergebnisse der aktuellen Erhebung des renommierten Salzburger Instituts für Grundlagenforschung, kurz IGF. Salzburger und Bayern sind mit den Leistungen und Angeboten des Salzburger Flughafens konstant zufrieden. Menschen und Wirtschaftsinstitutionen schätzen den Flughafen als bedeutenden Wirtschafts- und Standortfaktor. Interessant war auch das Ergebnis, dass sich viele der Befragten durch Fluglärm weniger belastet fühlen als bei der identen IGF-Umfrage vor zwei Jahren. Eine große Mehrheit der Befragten sprach sich übrigens für einen Wiedereintritt der bayrischen Seite in den Bürgerbeirat des Flughafen Salzburg (BBFS) aus und möchten Österreich und Deutschland wieder gemeinsam am Verhandlungstisch sehen.

Nach den Erhebungen 2013 und 2015 rückte das IGF im heurigen Juni erneut in Sachen Salzburger Flughafen aus. Mehr als 1.000 Nachbarn des Flughafens in der Stadt Salzburg, in Salzburg-Süd und im angrenzenden Bayern wurden repräsentativ zum Salzburger Flughafen befragt. Die aktuellsten Ergebnisse präsentierten heute, Dienstag, 18. Juli, Airport-Aufsichtsratsvorsitzender Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, Flughafen-Geschäftsführer Roland Hermann, Flughafenprokurist Rudolf Lipold und IGF-Chefin Ernestine Berger.

"Der Salzburger Flughafen ist nicht nur für Stadt und Land Salzburg, sondern für den Großraum vom Innviertel über Südostbayern bis ins Tiroler Unterland ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor. Die erhobenen Daten zeigen, dass der Flughafen als Unternehmen hier in Österreich und auch jenseits der Grenze in Bayern ein hohes Ansehen und eine große Akzeptanz besitzt. Die Funktion des Flughafens endet nicht bei der Urlaubsreise. Als überregionaler Arbeitgeber, bedeutender Investor im EuRegio-Wirtschaftsraum und Garant für Standortansiedelungen generiert er nach der Studie von Gaubinger und Bischofer (WK und AK) immerhin beinahe eine Milliarde Euro an Umwegrentabilität. Das kommt allen Menschen, egal ob österreichischer oder deutscher Herkunft, gleichermaßen zugute. Für mich ist das Ergebnis der Befragung bezüglich des BBFS auch eine Bestätigung, dass die Entscheidung der Regierung, diesen Bürgerbeirat einzurichten, richtig war. Auch wir als Eigentümer des Flughafens wünschen uns eine Rückkehr der deutschen Nachbarn an den Verhandlungstisch", so Stöckl.

Bestnoten bei der Zufriedenheit

Mehr als erfreulich ist der positive Zuspruch beinahe aller Befragten. Die Zufriedenheit mit dem Flughafen Salzburg ist auf österreichischer und deutscher Seite auf konstant hohem Niveau. Gegenüber 2013 konnte der Flughafen in der Stadt Salzburg bei der Zufriedenheit sogar um neun Prozent und in Salzburg-Süd um sieben Prozent zulegen. Aktuell sind 95 Prozent der Befragten in Salzburg-Süd, 91 Prozent in der Stadt Salzburg und 90 Prozent der Befragten in Bayern mit dem Flughafen (sehr) zufrieden. Das ergibt auch beste Werte nach dem Schulnotensystem – im Durchschnitt geben die Befragten dem Flughafen die Note 1,6.

Der Salzburger Flughafen wird dank attraktiver Flugverbindungen in erster Linie für Urlaubs- und Geschäftsreisen genutzt. Neben Direktflügen zu beliebten Urlaubsdestinationen wie Korfu, Rhodos, Palma de Mallorca und den Metropolen Paris, Berlin und London sind viele Fern-Reiseziele über die großen Drehkreuze Wien, Frankfurt, Düsseldorf und Istanbul bestens erreichbar. So ist es nicht verwunderlich, dass 68 Prozent der Befragten in der Stadt Salzburg meinen, dass es durch den Flughafen Salzburg eine positive Entwicklung der Urlaubsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren gegeben hat.

Blickt man auf die bayrische Seite, spiegelt sich das sehr gute Flugangebot in der Nutzungsstatistik wider. 69 Prozent der Befragten aus dem Rupertiwinkel haben den Salzburger Flughafen bereits einmal genutzt, davon 36 Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Im Süden Salzburgs sind es 84 Prozent, die den Salzburg Airport mindestens einmal genutzt haben und von den befragten Stadt-Salzburgern sind 90 Prozent der Befragten mindestens einmal vom Flughafen abgehoben oder in Salzburg gelandet – 66 Prozent davon einmal bis öfter in den vergangenen zwei Jahren. Die Ergebnisse zeigen: Die Salzburger und Bayern nutzen gerne den Salzburger Flughafen für ihre Urlaubs- oder Geschäftsreise.

Kurze Wege und hohe Sicherheit stehen hoch im Kurs

Die hohe Zufriedenheit mit dem Salzburger Flughafen spiegelt sich auch in der Bewertung der Leistungen des Flughafens wider. Kurze Wege am Flughafengelände und die Sicherheit am Airport liegen dabei klar an erster Stelle. 77 Prozent der Befragten in der Stadt Salzburg sind hier voll und ganz mit den Leistungen des Flughafens zufrieden. 75 Prozent der Befragten schätzen die Übersichtlichkeit und die schnelle Erreichbarkeit erhält von 72 Prozent der Befragten den Bestwert, gefolgt von der Sauberkeit (67 Prozent).

Ein wichtiger Faktor für Wirtschaft und Tourismus

Die Bedeutung des Flughafens als Wirtschaftsfaktor für die Region wurde auch in der neuesten IGF-Studie abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl auf bayerischer Seite als auch in Salzburg die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens außer Frage steht: 76 Prozent der befragten Stadt-Salzburger, 82 Prozent der Befragten in Salzburg-Süd und 54 Prozent der Bayern stufen den Airport als "sehr wichtig" ein. Ein Vergleich mit den Werten von 2013 lässt sogar eine Steigerung erkennen – plus neun Prozent in Bayern, plus 15 Prozent in Salzburg-Süd und plus 13 Prozent in der Stadt Salzburg sind sehr gute Werte.

Thema Fluglärm: Belastung insgesamt rückgängig, die Verteilung wird akzeptiert

Der Fluglärm ist nach wie vor ein Thema. Abgesehen von aktuellen Einzelereignissen wie Kunst- oder Schulungsflügen, wird die Belästigung durch Fluglärm insgesamt geringer eingeschätzt als noch vor zwei bzw. vier Jahren – und das trotz einem Anstieg bei den Südanflügen, die von 58 Prozent der Befragten in Salzburg-Süd und 40 Prozent der Befragten in der Stadt Salzburg auch als solche vermehrt wahrgenommen werden. In der Stadt Salzburg fühlen sich 83 Prozent der Befragten vom Fluglärm nicht belästigt, das sind drei Prozent mehr als noch 2013. Im Empfinden der Bürger und Bürgerinnen bleibt die Lärmquelle Nummer eins im Untersuchungsraum der allgemeine Verkehrslärm und Straßenlärm. Generell wird die Entwicklung des Fluglärms durch den Flughafen Salzburg im Vergleich zu den Vorjahren positiver eingeschätzt. Während in Salzburg-Süd 2015 noch 50 Prozent der Befragten die Entwicklung eher/sehr negativ bewerteten, sind es heute um 16 Prozent weniger.

Zum Thema der gerechten Verteilung der Belastungen halten 56 Prozent der Befragten in Bayern, 87 Prozent in Salzburg-Süd und 88 Prozent der Menschen in der Stadt Salzburg die aktuelle Verteilung der An- und Abflüge für akzeptabel.

BBFS – Bevölkerung wünscht sich Rückkehr an den Verhandlungstisch

Einigkeit herrscht bei den Befragten in Salzburg und Bayern beim Thema Bürgerbeirat Flughafen Salzburg, kurz BBFS. Nach dem Austritt des Schutzverbandes Rupertiwinkel sowie der Anrainergemeinden Surheim, Ainring und Freilassing im Vorjahr aus dem Beirat, ist die große Mehrheit der Befragten dafür, dass die bayrischen Nachbarn zurück an den Verhandlungstisch kommen sollen.

46 Prozent der Befragten in Bayern, 43 Prozent in Salzburg-Süd und 48 Prozent in der Stadt Salzburg sind für eine Fortführung des Dialogs – nur jeweils sieben Prozent der Befragten in Bayern und der Stadt Salzburg und fünf Prozent der Befragten in Salzburg-Süd lehnen dies ab.

Zur IGF-Umfrage im Detail

Im Juni 2017 wurden im Auftrag des Flughafen Salzburg 300 Telefoninterviews mit Menschen in den bayerischen Nachbargemeinden Teisendorf, Ainring, Piding, Freilassing, Anger und Saaldorf-Surheim, mehr als 500 Telefoninterviews mit Bewohnern der Stadt Salzburg sowie über 200 Interviews mit Anrainern der Salzburger Gemeinden Anif, Grödig und Hallein geführt. Insgesamt wurden damit vom IGF mehr als 1.000 Menschen repräsentativ ausgewählt und zum Flughafen Salzburg befragt. 170718_63 (sm)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.