In einer Demokratie entwickelt man die beste Lösung gemeinsam

Pallauf beim Abschluss-Festakt der Salzburger Hochschulwoche zum Thema Öffentlichkeiten

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.08.2017
 

(LK) Die Salzburger Hochschulwoche widmete sich dieses Jahr dem Thema der medialen und nicht-medialen Öffentlichkeiten. Wer wir sind und sein wollen, welche Argumente triftig sind und welche nicht – das sind individuelle und gesellschaftliche Fragen, die durch mediale und nicht-mediale Öffentlichkeiten mitbestimmt werden.

"Unserer Verfassung ist das Bild der mündigen Bürgerinnen und Bürger zugrunde gelegt", betonte Pallauf beim Festakt zum Abschluss der diesjährigen Salzburger Hochschulwoche gestern, Sonntag, 6. August. "Wir alle setzen unsere politischen Handlungen in der Öffentlichkeit. Und in einer Demokratie gibt es nicht nur eine Stimme, eine Wahrheit, eine Antwort oder eine Lösung. Die beste Lösung entwickelt man gemeinsam, im aufeinander Eingehen, im Zuhören und im aufeinander Reagieren. Das gemeinsame Ringen um die beste Lösung ist die vorrangige Aufgabe der Politik in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Und wir alle gemeinsam bilden dabei die Öffentlichkeit", so Pallauf.

Pallauf verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Salzburger Festspiele und auf Peter Sellers, Regisseur der Mozartoper "La Clemenza di Tito": "Sellars geht der Frage nach, wie wir heute in einer vielfach als krisenhaft empfundenen Zeit Gesellschaft gestalten können und wie Macht positiv ausgeübt werden könnte. Und er fand dabei ein einleuchtendes Bild für die Gestaltungsweise von Demokratie. Absolutismus bedeutet, dass die Wahrheit nur in einer Hand ist – musikalisch dargestellt durch ein Solo. Demokratie hingegen ist nicht nur eine Wahrheit. Sie ist vielmehr die beste, gemeinsam entwickelte Lösung – musikalisch durch Duett, Terzett oder Quartett ausgedrückt."

Die Salzburger Hochschulwochen sind eine Gründung der Benediktiner des gesamten deutschen Sprachraumes. Sie fanden 1931 zum ersten Mal statt, wurden zwischen 1939 und 1945 von den Nationalsozialisten verboten, nahmen aber schon 1945 wieder ihre Tätigkeit auf und werden seither jedes Jahr während des Sommers abgehalten. Träger der Einrichtung sind die Theologische Fakultät der Universität Salzburg, die Salzburger Äbtekonferenz der Benediktiner, das Katholische Hochschulwerk Salzburg, die Görres-Gesellschaft, die Katholischen Akademikerverbände Deutschlands und Österreichs sowie das Forum Hochschule und Kirche der Deutschen Bischofskonferenz. Das Ziel der Salzburger Hochschulwochen ist es, ein universitäres Forum zu bilden, auf dem die Theologie gemeinsam mit allen anderen Wissenschaften gleichermaßen grundsätzliche wie aktuelle Fragestellungen und Probleme unserer Zeit aufgreift. In diesem Jahr widmete sich die Salzburger Hochschulwoche dem Thema der medialen und nicht-medialen Öffentlichkeiten. 170807_53 (rb/grs)

Weitere Informationen: Christoph Bayrhammer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel.: +43 662 8042-2618, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

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