Haltestelle Bad Vigaun feierlich eröffnet

Haslauer/Mayr: Mit der neuen Haltestelle Bad Vigaun wurde ein Meilenstein für ein modernes Nahverkehrssystem im Tennengau gelegt

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.08.2017
 

(HP) Mit der Eröffnung der neuen Haltestelle Bad Vigaun heute, Freitag, 18. August, setzen die Österreichischen Bundebahnen (ÖBB) gemeinsam mit dem Land Salzburg und der Gemeinde Bad Vigaun ein weiteres deutliches Zeichen für die Verbesserung des Nah- und Regionalverkehrs in Salzburg. Der einfache Zugang zur Bahn ist ein entscheidender Faktor, um noch mehr Fahrgäste vom Umstieg auf die Salzburger S-Bahn zu überzeugen. Die Haltestelle Bad Vigaun liegt an der Schnellbahnlinie S3, welche täglich im Halbstundentakt zwischen Freilassing, Salzburg Hauptbahnhof und Golling verkehrt.

Modern, sicher und barrierefrei

Ab sofort können die Bahngäste eine moderne, sichere und barrierefreie Haltestelle im typischen Salzburger S-Bahn Design nutzen. Errichtet wurden zwei neue, je 160 Meter lange, einander direkt gegenüber liegende, überdachte Bahnsteige. Sie sind jeweils über eine Stiege oder barrierefrei über zwei Personenlifte erreichbar. Die neue Haltestelle wurde zudem durchgehend mit einem taktilen Blindenleitsystem ausgestattet. Für die aktuelle Kundeninformation zeigen zwei Monitore die nächsten Zugabfahrtszeiten in Echtzeit an. Herzstück der neuen Haltestelle ist die neue Rad- und Fußwegunterführung. Diese ermöglicht es, einfach und sicher die Gleise zu unterqueren. "Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen in unseren Zügen als Fahrgäste begrüßen zu dürfen. Mit der Modernisierung der Haltestelle Bad Vigaun haben wir somit einen weiteren Meilenstein im Ausbau des Salzburger Nah- und Regionalverkehrs geschaffen. Steigende Fahrgastzahlen in ganz Österreich zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte ÖBB-Infrastruktur Geschäftsbereichsleiter Hubert Hager.

Auto und Fahrradabstellplätze für den bequemen Umstieg

Teil der umfassenden Modernisierung der Haltestelle war der Bau einer Park-and-Ride-Anlage mit 60 Pkw-Parkplätzen sowie eine Bike-and-Ride-Station mit Platz für 48 Fahr- und zehn Motorräder. Vom Park-and-Ride-Platz gelangen die Reisenden direkt an die Bahnsteige, von dort über die Stiege, als auch über den Lift in den Personendurchgang. Mit der neuen Park-and-Ride-Anlage bieten die ÖBB den Pendlerinnen und Pendlern in und um Bad Vigaun nun beste Voraussetzungen für den Umstieg vom Individual- auf den Öffentlichen Verkehr.

Haltestelle Bad Vigaun – letzter Meilenstein des Gemeinschaftsprojekts

Die feierliche Eröffnung der Haltestelle durch Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bürgermeister Friedrich Holztrattner und ÖBB-Infrastruktur-Geschäftsbereichsleiter Hubert Hager bildete heute den Abschluss eines umfangreichen Gemeinschaftsprojektes. In dessen Fokus stand neben der Neugestaltung der Haltestelle die Auflassung des Konfliktpunktes Eisenbahnkreuzung durch Errichtung einer Fußgänger- und Radwegunterführung, die Errichtung einer Umfahrung in Form einer Überfahrtsbrücke sowie die Verlegung der Bundestraße B 159. Die Abwicklung der Arbeiten am Gesamtprojekt erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Ab Mai 2014 wurden die Arbeiten zur Eisenbahnüberführung und straßenbautechnische Maßnahmen zur Auflassung der Eisenbahnkreuzung durchgeführt. Bereits im September 2015 fand die Verkehrsfreigabe des neuen Straßenabschnittes der B159 und der Überfahrtsbrücke für den Individualverkehr statt. Der Spatenstich für die neue Haltestelle erfolgte im April 2016. Insgesamt haben ÖBB, Land und Gemeinde 17 Millionen Euro investiert. Der Umbau des Gesamtprojektes fand unter laufendem Betrieb statt.

Echter Mehrwert für ein nachhaltiges Nahverkehrssystem

"Was lange währt, wird endlich gut – das habe ich bei der Unterzeichnung der Verträge zwischen Land, ÖBB und dem betroffenen Grundbesitzer am 2. August 2012 gesagt, denn damit wurde der Weg für die neue Verkehrslösung frei, die nun vollständig fertiggestellt ist", erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. "Diese Haltestelle ist eine Schnittstelle der Mobilität im Tennengau und bringt einen echten Mehrwert für alle Verkehrsteilnehmer", so Haslauer.

Davon ist auch Verkehrsreferent Hans Mayr überzeugt: "Dieses herausragende Infrastrukturprojekt von Land Salzburg und der ÖBB Infrastruktur AG entstand in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ist ein weiterer, maßgeblicher Schritt zur Aufwertung des öffentlichen Verkehrs in der Region. Heute Freitag wird dieser hochmoderne Nahverkehrsknoten, in den das Land Salzburg acht Millionen Euro investiert hat, feierlich eröffnet. Im Jahr 2014 wurden bereits über fünf Millionen Fahrgäste pro Jahr befördert. Dies zeigt deutlich, dass die S3 das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs im Tennengau bildet und die gesetzten Maßnahmen eine logische Konsequenz dieser Entwicklung darstellen. Mittels der errichteten Bahnüberführung, der Rad- und Fußwegunterführung, den barrierefreien Zugängen und der Park-and-Ride-Anlage fördern wir den Anspruch an die Multimodalität. Die Park-and-Ride-Anlage ist zudem Bestandteil der landesweiten Strategie zur Förderung von Park-and-Ride sowie Bike-and-Ride-Anlagen an Hauptstrecken des Öffentlichen Verkehrs. Die neue Haltestelle stellt einen weiteren Meilenstein für ein modernes, nachhaltiges Nahverkehrssystem dar."

Bad Vigauns Bürgermeister Friedrich Holztrattner zeigt sich erfreut, dass mit der Eröffnung der Haltestelle das langjährige Gemeinschaftsprojekt von Land, Gemeinde und der ÖBB-Infrastruktur AG erfolgreich abgeschlossen wurde. "Dies bringt für die Vigaunerinnen und Vigauner mehr Sicherheit und Komfort beim Reisen. Besonders bedanken möchte ich mich bei den Grundstückseigentümern, ohne deren konstruktives Mitwirken die Realisierung des Projekts nicht möglich gewesen wäre", sagte Bürgermeister Holztrattner.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) gefördert und im Rahmen des Programms Intermodale Schnittstellen im Radverkehr (ISR) abgewickelt und durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) durchgeführt.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG. 170818_32 (lmz/jus)

Weitere Informationen: Thomas Kerschbaum, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2332, Mobil: +43 664 1020564, E-Mail: thomas.kerschbaum@salzburg.gv.at; Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at.

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