Faistauer-Preis 2017 für Doris Theres Hofer

Haslauer bei Preisverleihung im Traklhaus

Salzburger Landeskorrespondenz, 31.08.2017
 

(LK) Doris Theres Hofer erhielt den mit 7.000 Euro dotierten Faistauer-Preis für Malerei 2017 des Landes Salzburg. Die 1979 in Linz geborene Künstlerin, studierte an der Wiener Kunstschule und an der Akademie der bildenden Künste Wien und schloss ihr Studium 2016 mit Diplom ab. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer überreichte Hofer heute, Donnerstag, 31. August, Abend im Traklhaus den Preis. Dabei verwies er darauf, dass das Land Salzburg den Faistauer-Preis für Malerei seit 45 Jahren vergibt. "Bemerkenswert und wichtig ist auch, dass es sich zwar um einen von Salzburg vergebenen Preis handelt, dass von Beginn an aber die Ausrichtung eine offene, österreichweite war, was die Herkunft der jungen Künstlerinnen und Künstler betrifft."

Der Preis ist nach dem Salzburger Maler Anton Faistauer benannt. Er wird abwechselnd mit anderen Auszeichnungen im Bereich bildende Kunst alle drei Jahre vergeben. Die Ausschreibung dafür erfolgt österreichweit für Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren. Durch dieses Alterslimit sollen immer wieder junge Positionen vorgestellt und neue Talente entdeckt werden.

Haslauer weiter: "Anton Faistauer, der Namensgeber dieses prominentesten Salzburger Preises für bildende Gegenwartskunst, führt uns selber durch sein Fresko im Großen Festspielhaus vor Augen, dass die Trennung zwischen darstellender und bildender Kunst eine artifizielle ist. Daher sehe ich den Tag der Verleihung des Anton-Faistauer-Preises als stimmigen Schlusspunkt der Salzburger Festspiele der Kunst in einem gesamthaften, integralen Verständnis."

Jury wählte Preisträgerin aus 88 Einreichungen aus

Die Jury bestand aus Antonia Hoerschelmann (Albertina Wien), Ursula Hübner (Künstlerin und Professorin für Malerei an der Universität für Gestaltung, Linz) und Nick Oberthaler (Faistauer-Preisträger 2014). In einer ersten Sitzung Mitte Juli wählten die Jurorinnen und der Juror aus den 88 Einreichungen zehn Anwärterinnen und Anwärter für eine Ausstellung im Traklhaus aus. In einer weiteren Sitzung, die direkt in der Ausstellung stattfand, kürte die Jury dann den Preisträger/die Preisträgerin und begründete ihre Entscheidung folgendermaßen:

"Doris Theres Hofer zeigt zarte Spuren auf großformatigen Leinwänden. Thematisch handelt es sich um Reste von Malerei, die die abgenommenen Bilder an einer Atelierwand festhalten. Überraschend ist die Ambivalenz zwischen 'Schmutz-Stickerei' und der Übersetzung in den malerischen Gestus. Man muss sich damit beschäftigen, die poetisch-meditativen Arbeiten erschließen sich erst durch intensive Auseinandersetzung."

Ausstellung im Traklhaus noch bis 14. Oktober

Die Ausstellung mit den Arbeiten der Anwärterinnen und Anwärter auf den Faistauer-Preis 2017 ist im Traklhaus noch bis zum 14. Oktober zu sehen. Präsentiert werden Werke von Theresa Ulrike Cellnigg, Daniel Domig, Marc-Alexandre Dumoulin, Julia Hinterberger, Doris Theres Hofer, Maureen Kaegi, Ute Müller, Stefan Reiterer, Florian Schmidt und Martin Steininger. Dem Publikum wird ein spannender Einblick in die junge, aktuelle österreichische Malerei-Szene geboten. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt eher auf gegenständlicher Malerei. Es gibt jedoch auch abstrakte und reduzierte Bilder und auch zwei Positionen, die das Textile, den Werkstoff, ohne malerische Mittel ins Zentrum rücken. 170831_20 (kg/ram)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

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