SOS-Kinderdorf Seekirchen als Vorreiter für mehr Nachhaltigkeit

Berthold: Pilotprojekt von SOS-Kinderdorf setzt auf E-Mobilität und umfassend gelebtes Umweltbewusstsein

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.09.2017
 

(LK) Das SOS-Kinderdorf in Seekirchen am Wallersee geht neue Wege und startet ein Pilotprojekt für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Angeschafft wurde ein neues Elektro-Auto. Die Energie dafür kommt zudem von einer Photovoltaik-Anlage, die neu auf dem Dach des Gemeindehauses installiert wurde.

Energie sparsam verwenden

Damit die umweltschonend gewonnene Energie auch wirklich sparsam verwendet wird, wurden im SOS-Kinderdorf junge Energie-Detektive ausgebildet. Viele Workshops und Exkursionen rund um das Thema Strom wurden dabei den Sommer über gemacht. Im ORF-Fernsehgarten lernten die Kinder den ökologischen Fußabdruck kennen, und im Kraftwerk Kaprun durften sie über die Kraft des Wassers staunen. Nun machen sich die Seekirchner Energie-Detektive Tag für Tag auf die Suche nach Energiefressern. Ihr neu gewonnenes Wissen geben sie dann gerne an die Erwachsenen weiter.

Jugendlandesrätin Martina Berthold zeigte sich heute, Freitag, 1. September, beim Besuch des SOS-Kinderdorfs begeistert über die Nachhaltigkeits-Offensive: "Von der Photovoltaikanlage über das neue E-Auto bis zur Pädagogik – im SOS-Kinderdorf in Seekirchen wird Umweltbewusstsein wirklich umfassend und mit viel Liebe gelebt. Dieses Projekt soll Schule machen."

"Wir sind die Generation, die der Umwelt seit Menschengedenken am allermeisten geschadet hat. Hätten unsere Vorfahren mit der Erde einen solchen Raubbau betrieben, würden wir heute nicht mehr existieren", unterstrich Wolfgang Arming, SOS-Kinderdorf-Standortleiter für Salzburg. "Deshalb sehe ich es als persönliche Verantwortung, den negativen Auswirkungen auf die Erde entgegenzusteuern, um den Kindern und den folgenden Generationen kein Desaster zu hinterlassen. In Zeiten von Diesel-Skandal, Kartellabsprachen, Klimaerwärmung und Ausstieg aus dem Klimabündnis ist es besonders wichtig, jeder und jedem Einzelnen die Verantwortung für den Schutz der Umwelt klarzumachen. Die Kinder und die nächsten Generationen werden es uns danken."

Wertvolle Unterstützung von vielen Seiten

Die Installation der Photovoltaikanlage und die Anschaffung des E-Autos wurden mit Unterstützung durch viele Partner umgesetzt. Eine engagierte Projektgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von SOS-Kinderdorf hat mit Hilfe des Landes und der Salzburg AG das umfangreiche umweltpädagogische Programm erarbeitet. "Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Unternehmenspartner wäre das nicht möglich gewesen", bedankte sich Arming.

Vorreiterrolle mit Entwicklungspotenzial

In Zukunft sollen weitere Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt werden. Das Projekt soll also weiter wachsen. Themen wie Müllverwertung und Abfallwirtschaft, Wasseraufbereitung und Gartenbauprojekte stehen auf dem Programm. Das SOS-Kinderdorf in Seekirchen übernimmt mit dem Energie-Projekt eine Vorreiterrolle, die sich auch auf SOS-Kinderdorf-Angebote in ganz Österreich ausweiten und die Zahl der umweltbewussten Kinder und Jugendlichen multiplizieren soll. Erklärtes Ziel ist zudem, Salzburg-2050-Partner zu werden. 170901_13 (ram/grs)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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