Es geht auch ohne Schnee

Pallauf und Berthold: 72 Athletinnen und Athleten aus neun Nationen bei der Grasski-WM in Kaprun

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.09.2017
 

(LK) 2013 ging der erste FIS-Grasski-Weltcup in Kaprun über die Bühne. Heuer im fünften Jahr feiert die sommerliche Schwester des Winterskisports nun ihre WM-Premiere. Die Grasski-Weltmeisterschaft wurde gestern, Dienstag, 5. September, eröffnet.

19 Frauen und 17 Männer haben für Österreich bei Grasski-Weltmeisterschaften bereits Medaillen geholt. Bei der WM in Kaprun stehen vier Skiläuferinnen und sieben Skiläufer für Österreich am Start. Insgesamt kämpfen 72 Athletinnen und Athleten aus neun Nationen um WM-Medaillen.

"Das Grasskifahren ist längst nicht mehr nur Hobby oder Training in den schneefreien Monaten, sondern eine anerkannte und beliebte Sportart", betonte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf gestern bei der Eröffnung der WM. "Die österreichischen Athletinnen und Athleten sind noch dazu sehr erfolgreich im Grasskifahren. 2017 holten sie bereits zum siebenten Mal den Sieg in der Weltcup-Nationenwertung. Die Weltmeisterschaft findet heuer das erste Mal in Salzburg, in Kaprun am Maiskogel, statt. Die Sportlerinnen und Sportler finden hier ideale Bedingungen vor."

"Ermöglicht wird die Weltmeisterschaft durch die hervorragende Zusammenarbeit vieler Partner und Sponsoren", so Sportlandesrätin Martina Berthold heute, Mittwoch, im Vorfeld des ersten Bewerbs, des Super-G. Berthold hob "das große Engagement des SC Kaprun, die Begeisterung der Rennläuferinnen und Rennläufer sowie der Trainerinnen und Trainer für ihren Sport" hervor und unterstrich "die großartige Unterstützung des Österreichischer Skiverbands. Auch das Sportland Salzburg unterstützt diese Veranstaltung."

Wozu Schnee? Es geht auch auf Gras

Zum Grasskifahren braucht man keinen Schnee, sondern nur spezielle Skier. Darüber hinaus ist Grasski dem Alpinski durchaus ähnlich. Auch zum Grasskifahren werden Skischuhe, Skistöcke, Helm und ein Rückenprotektor benötigt. Für Grasskifahrerinnen und -fahrer beginnt die Rennsaison Ende Mai. Bestritten werden die Disziplinen Slalom, Riesentorlauf, Super-G und Super-Kombination.

Josef Kaiser aus dem schwäbischen Geislingen an der Steige bei Stuttgart erfand 1960 das erste Modell des Grasski. 1883 wurde in Österreich erstmals ein Rollskischuh zum Patent angemeldet, geriet aber schnell in Vergessenheit. Weder als eigene Sportart noch als Sommertraining konnte sich das Grasskifahren zunächst durchsetzen. Erst in den 1960er und 1970er Jahren verbreitete sich die neue Sportart von Deutschland aus zunächst über Österreich, Schweiz und Italien, anschließend in Westeuropa, im asiatischen Raum und in Australien. Später wurde Grasski auch in osteuropäischen Ländern, der Türkei und im Iran populär. 1976 wurde die erste Europameisterschaft veranstaltet. Seit 1979 finden alle zwei Jahre Weltmeisterschaften statt. 2000 wurde der Europacup durch den Grasski-Weltcup abgelöst.

Bis Samstag, 9. September, werden noch die Bewerbe Superkombination (Donnerstag), Slalom (Freitag) und Riesentorlauf (Samstag) ausgetragen. Am Samstag findet die WM mit der Schlussfeier ihr Ende. 170906_51 (rb/grs)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at, und Christoph Bayrhammer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel.: +43 662 8042-2618, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

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