Sicher auf den Berg und wieder zurück

Salzburger Bergrettung gibt Tipps zum richtigen Verhalten auf dem Berg / Bereits mehr als 450 Einsätze in diesem Jahr

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.09.2017
 

(HP) Die angenehmen Temperaturen im nun beginnenden Herbst laden Einheimische wie Gäste dazu ein, Wanderungen im Mittel- und Hochgebirge zu unternehmen. Damit dem Bergglück nichts im Weg steht, hat die Salzburger Bergrettung ein paar Tipps und Informationen zum richtigen Verhalten auf den Bergen zusammengestellt. Denn allein im heurigen Jahr sind die rund 1.400 ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter im Bundesland Salzburg schon zu mehr als 450 Einsätzen ausgerückt.

Gründliche Vorbereitung wichtig

"Um Unfälle im Berggebiet zu vermeiden, ist eine sehr gründliche Vorbereitung auf die bestehende Wandertour unumgänglich", so der Landesleiter der Salzburger Bergrettung, Balthasar Laireiter, heute, Donnerstag, 7. September. "Dazu gehört nicht nur, dass Wandernde die Wanderkarten beziehungsweise Informationen über die geplanten Touren studieren und sich über das Wetter informieren, sondern sich auch über etwaige Alternativrouten oder Umkehrmöglichkeiten erkundigen", betonte Laireiter. Auch sollten Wandernde bei Bekannten Bescheid geben, wohin sie gehen und wann sie in etwa wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren werden. Auch Gäste sollten die jeweiligen Beherbergungsbetriebe über ihre geplanten Bergtouren in Kenntnis setzen.

Lieber früher als zu spät die Bergrettung alarmieren

Bei Übernachtungen sollte rechtzeitig eine An- und Abmeldung bei den Schutzhütten erfolgen. "Uns ist lieber, dass wir als Bergrettung einmal zu früh und zu schnell angerufen werden, als einmal zu wenig. Deswegen ist es sowohl für die Wandernden selber als auch für die Angehörigen wichtig, die Bergrettung frühzeitig zu alarmieren", unterstrich Laireiter.

Vielfach fehle den Wandernden sowie Bergsteigerinnen und Bergsteigern das nötige Wissen für das richtige Verhalten im alpinen Gelände. So sollten bei Fragen, Problemen und der Unkenntnis der Gegend die gut ausgebildeten Berg- und Wanderführerinnen und -führer sowie die alpinen Vereine im Land Salzburg kontaktiert werden, rät Laireiter. "Auch braucht man, wenn man im Berg unterwegs ist, eine eigene Versicherung, die mögliche Unfälle deckt."

Um sich zu versichern, stellt beispielsweise die Fördermitgliedschaft bei der Salzburger Bergrettung oder die Mitgliedschaft beim Alpenverein sowie bei den Naturfreunden eine Option dar. Ansonsten könne beispielsweise eine Hubschrauberbergung im alpinen Gelände die verunglückte Person gleich mehrere Tausend Euro kosten, so Laireiter. "Hier ist Eigenverantwortung gefordert, sich vorher darum zu kümmern."

Sich richtig ausrüsten

Ebenso wichtig für anstehende Bergwanderungen erachtet Laireiter die nötige Ausrüstung: So gehören ein Regenschutz, Erste-Hilfe-Material, ausreichend Getränke und Nahrungsmittel (zum Beispiel Müsliriegel) sowie bei längeren Bergtouren unbedingt eine Stirnlampe in den Wanderrucksack. Bei Touren im Hochgebirge sollte insbesondere jetzt in der merklich kühleren Herbstzeit auf einen Biwak nicht verzichtet werden. "In Gegenden ohne Mobilfunkempfang kann zudem eine Trillerpfeife hilfreich sein, wenn Wandernde in eine Gefahrensituation kommen", sagte Laireiter. 170907_111 (lmz/ram)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

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