Park-and-Ride-Ausbau im Land Salzburg wird fortgesetzt

Mayr: Ständige Qualitätsverbesserungen sind den ÖBB gemeinsam mit Land und Gemeinden wichtig

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.09.2017
 

(HP) Keinen Leerlauf gibt es beim Ausbau der Park-and-Ride-Anlagen an den Bahnhöfen und Haltestellen im Bundesland Salzburg. Schließlich kommt einem attraktiven Stellplatzangebot eine entscheidende Bedeutung beim Umstieg vom Auto auf die Bahn zu.

Daher setzen die ÖBB gemeinsam mit dem Land Salzburg und den Standortgemeinden auch starke Akzente: Um Pendlerinnen und Pendlern und Fernreisenden noch mehr Komfort bieten zu können, wurde die Park-and-Ride-Anlage in St. Johann im Pongau in den vergangenen zwei Monaten von bisher 43 auf insgesamt 94 Stellplätze erweitert und heute, Freitag, 8. September, offiziell eröffnet. Gleichzeitig wurde nun der Vertrag zur Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Schwarzach-St. Veit unterschrieben.

Die zusätzlichen 51 Pkw-Stellplätze wurden durch das Abtragen einer alten, nicht mehr benötigten Laderampe ermöglicht. Zudem wurden Flächen der bestehenden Park-and-Ride-Anlage zu Stellplätzen für Kundinnen und Kunden mit Mobilitätseinschränkung umgebaut.

Die Kosten für die Erweiterung betragen rund 260.000 Euro und werden zu 50 Prozent von der ÖBB-Infrastruktur AG und zu jeweils 25 Prozent vom Land Salzburg und der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau getragen.

"Die Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Stellen im Land Salzburg und der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau hat hervorragend geklappt", so Silvia Angelo, Vorstandsdirektorin ÖBB-Infrastrukur AG und verweist darauf, wie sehr die Park-and-Ride-Anlagen vor allem in den Regionen den Umstieg auf die Bahn erleichtern. "Die Schaffung von Park-and-Ride-Plätzen ist Teil der Qualitätsoffensive der ÖBB. Allein heuer werden rund 360 Plätze neu geschaffen, und das nächste Projekt am Bahnhof Schwarzach-St. Veit steht schon in den Startlöchern."

Dafür ist das Land Salzburg genauso wie die Gemeinden ein wichtiger Partner: "Die kontinuierliche Attraktivierung und Optimierung des öffentlichen Verkehrs ist der Schlüssel zur nachhaltigen Verkehrsentlastung", betonte Landesrat Hans Mayr. "Dieser positive Wandel zeichnet sich nicht durch Verbote, sondern durch die konsequente Umsetzung des Multimodalitätsprinzips aus. Dieses will die Menschen zum Umstieg auf nachhaltige Verkehrsangebote motivieren. Mit den ÖBB hat das Land Salzburg einen äußerst wichtigen Partner, der uns bei der Erreichung dieser Ziele maßgeblich unterstützt", so Mayr, der sich auch bei den Gemeinden bedankte, "denn jedes Projekt kann nur durch die aktive Mitwirkung der Gemeinden realisiert werden".

Landtagsabgeordneter Hans Scharfetter, der als Vertreter von Landeshauptmann Wilfried Haslauer an der Eröffnung teilnahm, strich den Wert für die Region heraus: "Vor allem für den Pongau als wirtschaftlich sehr dynamische Region sind funktionierende Mobilitätsketten von großer Bedeutung. Der sukzessive Ausbau von Park-and-Ride-Parkplätzen ist dabei ein wesentlicher Schritt, insbesondere für die Tagespendlerinnen und Tagespendler in den Zentralraum."

Auch St. Johanns Bürgermeister Günther Mitterer weiß um die Bedeutung von Park-and-Ride-Flächen: "Die Stadtgemeinde St. Johann im Pongau unterstützt die Errichtung von Park-and-Ride-Stellplätzen, weil wir damit die Möglichkeit schaffen, auf Bus und Bahn umzusteigen und dadurch die nötige Flexibilität erreichen können. Der heurige Sommer hat durch das erhöhte Verkehrsaufkommen extreme Stauprobleme gebracht. Uns ist es wichtig, dass der öffentliche Nahverkehr einen höheren Stellenwert bekommt, um in Zukunft Staus und Wartezeiten zu vermeiden."

Kaum ist der Asphalt in St. Johann getrocknet, geht es schon mit den konkreten Planungen für das nächste Projekt in unmittelbarer Nachbarschaft weiter.

Nächster Schritt: Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Schwarzach-St. Veit

Da Park-and-Ride-Anlagen in der Region sinnvolle Mobilitätsketten für Pendlerinnen und Pendler sowie Kundinnen und Kunden im Fernverkehr unterstützen, wurde im Vorfeld der Eröffnung in St. Johann auch gleich der Planungsvertrag für die Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Schwarzach-St. Veit unterzeichnet. Auch hier soll eine bedarfsgerechte Erweiterung der Pkw-Stellflächen erfolgen. Nach Abschluss der Bauarbeiten stehen den Kundinnen und Kunden anstelle von bisher 145 rund 200 Abstellplätze zur Verfügung. Gleichzeitig wird auch die Situation auf dem Vorplatz optimiert.

Bei dieser Erweiterung belaufen sich die Planungskosten auf zirka 65.000 Euro und werden zu 50 Prozent von der ÖÖB-Infrastruktur AG und zu jeweils 25 Prozent vom Land Salzburg und der Gemeinde Schwarzach im Pongau übernommen. Mit einer Umsetzung wird ab 2018 gerechnet.

Darauf freut sich Schwarzachs Bürgermeister Andreas Haitzer: "Grundvoraussetzung für die gemeinsame Errichtung und Finanzierung von Park-and-Ride-Parkplätzen ist eine faire Kostenermittlung. Nachdem die Grundkosten betreffend ein Weg gefunden wurde, konnte in der Gemeindevorstehung von Schwarzach ein einstimmiger Beschluss für die Planungsphase gefasst werden. Wir hoffen nun, dass in Zusammenarbeit mit dem Planungsteam, der ÖBB und der Marktgemeinde Schwarzach rasch das gesamte Projekt Park-and-Ride Schwarzach von der Planungs- in die Umsetzungsphase kommt. Damit wird garantiert, dass für die Bürger und Bürgerinnen der umliegenden Gemeinden zu jeder Zeit ein Parkplatz zur Verfügung steht. Dem Ziel, den öffentlichen Verkehr auszubauen und den Individualverkehr zu verringern, kommen wir damit einen Schritt näher, und der Bahnknotenpunkt Schwarzach als Drehscheibe im öffentlichen Verkehr erfährt eine riesige Aufwertung." 170908_51 (rb/grs)

Weitere Informationen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at.

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