Neue 10er-Kabinenbahn in der Wildkogel-Arena

Haslauer: Salzburg ist Top-Tourismusdestination für Wintersportfans

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.11.2017
 

(LK) Im Skigebiet Wildkogel-Arena der Gemeinden Neukirchen am Großvenediger und Bramberg am Wildkogel steht der Saisonstart unmittelbar bevor: Für noch mehr Qualität und für eine große Komfortverbesserung wird ab diesem Winter die neue 10er-Kabinenbahn Ganzer X-press sorgen. Rund 13 Millionen Euro wurden im Oberpinzgauer Skigebiet in umfassende Modernisierungen und mehr Komfort für die Wintersportlerinnen und Wintersportler investiert.

"Die Salzburger Seilbahnunternehmen haben heuer wiederum rund 100 Millionen Euro in neue Anlagen, Komfortverbesserung und effiziente Beschneiung und damit in mehr Qualität investiert. Damit ist die Branche ein verlässlicher Investitionsmotor der Salzburger Wirtschaft. Salzburg ist weitum bekannt und beliebt als Top-Tourismusdestination für Wintersportlerinnen und Wintersportler. Der Komfort, die hohe Qualität und die Sicherheit der Aufstiegshilfen tragen wesentlich dazu bei", so Wirtschafts- und Tourismusreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer heute, Donnerstag, 23. November.

Die neue 10er-Kabinenbahn Ganzer X-press führt von der Ganzer Grundalpe aufs Pfeifferköpfl, wobei die bestehende 6er-Sesselbahn Pfeifferköpfl gequert wird. Die neue Bergstation wurde etwa 60 Meter westlich der bestehenden Bergstation der Pfeifferköpflbahn errichtet.

"Beim Bau der Bahn haben wir vorwiegend auf die Kraft und das Know-how von regionalen Firmen gesetzt. Damit sind die Bergbahnen auch ein wichtiger Impulsgeber für die heimische Wirtschaft", so Bernhard Gruber, Vorstand der Bergbahnen Wildkogel. Für die Trasse wurde, erläutert sein Vorstandskollege Rudolf Göstl weiter, eine besonders landschaftsschonende Variante gewählt. Die neue Bahn befördert 2.870 Personen pro Stunde auf einer Länge von 1.510 Metern und einer Höhendifferenz von 403 Metern in rund vier Minuten auf den Berg. Der Antrieb erfolgt mit dem umweltschonenden und weltweit einzigartigen "DirektDrive", einem energieeffizienten und lärmarmen Direktantrieb aus dem Haus Leitner ropeways.

Zugleich mit dem Neubau entstanden zusätzlich rund 2,5 Kilometer neue Pisten, die mit einer technischen Beschneiungsanlage ausgestattet werden. In der Wildkogel-Arena stehen nun insgesamt 64 bestens präparierte Pistenkilometer zur Verfügung. Fünf Seilbahnen, vier Sesselbahnen, zehn Schlepplifte oder Anfängerlifte und mehrere Zauberteppiche befördern die Skifahrenden zu ihrem Pistenvergnügen.

Neue Bahnen auch in Zell am See und Obertauern

Eine weitere Großinvestition der heimischen Seilbahnwirtschaft erfolgte nur rund 30 Kilometer östlich in Zell am See: Dort wurde die Areitbahn zum areitXpress umgebaut, ebenfalls eine 10er Kabinenbahn. Und im Pongau wurde in Obertauern die Seekarspitzbahn als 8er-Sesselbahn umgebaut neu errichtet.

Insgesamt haben die Salzburger Seilbahnunternehmen in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 80 und 120 Millionen Euro in neue Anlagen, Komfortverbesserung und effiziente Beschneiung und damit in mehr Qualität investiert.

In Salzburg gibt es knapp 3.000 Kilometer Pisten, 480 Seilbahn- und Liftanlagen in 52 Skigebieten. Rund 85 Prozent der 4.700 Hektar an Skipisten werden technisch beschneit. Diese Fläche macht 0,65 Prozent der Landesfläche aus. Salzburgs Seilbahnbetriebe beschäftigen ganzjährig rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Winter durchschnittlich 4.500 Personen.

Klare Richtlinien zur Errichtung von Skianlagen

Das Land Salzburg besitzt seit fast drei Jahrzehnten Richtlinien bzw. ein Sachprogramm zur Errichtung von Skianlagen. Dabei gilt: es gibt keine Neuerschließungen, erlaubt sind Qualitätsverbesserungen oder der Bau von sinnvollen Verbindungen bestehender Gebiete. "Salzburg ist das einzige Bundesland mit solchen klaren Vorgaben. Damit sind wir in den vergangenen 25 Jahren gut gefahren und die Regelungen haben sich bewährt", so Horst Scheibl, von der in der Landesverwaltung eingerichteten Arbeitsgruppe Schianlagen.

Lifte und Seilbahnen auf Top-Niveau

Qualität ist Trumpf – diese Devise wird in den Skigebieten des Landes groß geschrieben. In den vergangenen 25 Jahren wurden die technischen Anlagen zu 95 Prozent erneuert bzw. modernisiert, schätzt Scheibl. Derzeit wird daher vermehrt in den Ausbau der Beschneiungsanlagen investiert. Größere aufstiegstechnische Projekte, die noch anstehen, betreffen den Zusammenschluss von bestehenden Skigebieten, etwa im Glemmtal (Zell am See - Viehhofen - Schönleiten/Polten), in Wagrain – Kleinarl, in Kaprun (Maiskogel – Kitzsteinhorn) oder Maria Alm (Natrun – Skigebiet Hochkönig).

Zukunftsreiches Land Salzburg

Unter dem Schwerpunkt "zukunftsreich" wurden in den vergangenen vier Monaten zukunftsträchtige und innovative Angebote, Vorteile und Leistungen des Landes vorgestellt. Die Beiträge sind gesammelt auf der Seite www.salzburg.gv.at/zukunftsreich zu finden. 171123_20 (kg/sm)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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