Afrikanische Schweinepest keine Gefahr für Menschen

Erkrankung für anderes Wild und Menschen ungefährlich / Noch keine Fälle in Österreich aufgetreten

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.01.2018
 

(LK)  Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine seuchenhaft verlaufende, höchst ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die sich in den osteuropäischen Ländern ausbreitet. In Österreich liegen noch keine Fälle vor. Die Erkrankung ist auch für anderes Wild und Menschen ungefährlich. "Dennoch gilt es, aufmerksam zu ein und jede Erkrankung eines Tieres an der Afrikanischen Schweinepest, auch schon bei Verdacht einer Erkrankung, zu melden", so Landesveterinärdirektor Josef Schöchl heute.

Das Afrikanische Schweinepest-Virus (ASP) wurde vor Jahren aus Afrika mit dem Reiseverkehr in die Ostländer wie Georgien oder Russland eingeschleppt. Es wurden immer wieder Fälle in Polen, Litauen, Lettland und Estland sowie in jüngster Zeit auch in Tschechien festgestellt. In Österreich ist die Afrikanische Schweinepest noch nicht aufgetreten. "Das Risiko des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen ist jedoch vor allem in Gebieten in Österreich in denen es große Schweinepopulationen gibt, als hoch einzuschätzen", so Schöchl. "Im Land Salzburg gibt es keine großen Schweinehaltungsbetriebe, dennoch gilt es die Situation genau beobachten und mitzuverfolgen."

"Salzburgs Landwirtschaftsschulen achten hier besonders auf alle Entwicklungen und sind auch wichtige Multiplikatorinnen, wenn es darum geht wichtige Informationen rasch weiterzutragen", so Georg Springl, Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof mit Fachrichtungen Landwirtschaft, Pferdewirtschaft, Betriebs- und Haushaltsmanagement

Virusübertragung von Tier zu Tier

Die Virusübertragung erfolgt direkt von Tier zu Tier oder indirekt über infiziertes Futter oder Wasser, Zecken, kontaminierte Fahrzeuge und Geräte, Bekleidung wie zum Beispiel schmutzige Stiefel, infiziertes Rohfleisch oder -würste, aber auch Jausenreste wie Salami und Schinken, wenn diese kontaminiert sind. Diese können bis zu sechs Monate ansteckungsfähig bleiben. Die Inkubationszeit, das heißt, der Zeitpunkt der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt drei bis 19 Tage.

Mögliche Symptome bei Wildschweinen

Folgende Symptome bei Wildschweinen im Akutfall können auftreten: Fieber (40,5 bis 42 Grad Celsius), halten sich zu untypischen Zeiten in Suhlen auf, Abgeschlagenheit, Hautrötungen und Blutungen an Tellern, Schwanz, Bauch und Brust, Erbrechen und Durchfall. Überlebende Tiere sind meist lebenslang Virusträger. Der Tod tritt meist innerhalb von sechs bis 13 Tagen ein. Die Sterblichkeitsrate beträgt beinahe 100 Prozent.

Besondere Vorsicht bei Jagdreisen – keine Fleischimporte

"Bei Jagdreisen in von ASP betroffenen Ländern gilt es, unbedingt die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Und es dürfen keine Fleisch und Fleischwaren nach Österreich mitgenommen werden. Auch mitgebrachte Trophäen stellen eine besondere Gefahr dar", so Schöchl, der auch darauf hinweist, dass das Virus im Gefrierfleisch jahrelang vermehrungsfähig bleibt. 180118_11 (ram/grs)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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