Koppls Senioren bleiben mobil

Von Land und EU finanzierter Transportbus lässt ältere Gemeindebürger mehr am Ortsleben teilhaben

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.01.2018
 

(LK)  So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben, aber trotzdem am gesellschaftlichen Leben teilnehmen – dieser häufige Wunsch älterer Menschen wird in Koppl mit Unterstützung von Land und EU ermöglicht. Ein gemeindeeigener Transportbus, gelenkt von Freiwilligen, macht Senioren, die nicht mehr mit dem eigenen Auto oder den Öffis unterwegs sein können, jetzt mobil. "Das neue Seniormobil erleichtert vielen Menschen die Mobilität. Uns als Gemeinde ist es ein Anliegen, dass Menschen auch im Alter in der Mitte der Gesellschaft bleiben", ist für Koppls Bürgermeister Rupert Reischl klar.

 

Das Seniormobil ist ein voll ausgestatteter Kleinbus, der bis zu vier Rollstuhlfahrer oder bis zu acht Personen ohne Rollstuhl transportieren kann. Mitfahren können Seniorinnen und Senioren ohne eigenes Auto oder gehbehindere ältere Menschen. Gegen einen geringen Unkostenbeitrag werden damit Arztbesuche, gemeinsame Einkaufsfahrten, die Teilnahme an Vereinsveranstaltungen, der Anschluss an den öffentlichen Verkehr oder Transfers zur Tagesbetreuung im Seniorenheim Hof erleichtert.

Ins Leben gerufen hat dieses Angebot der Koppler Seniorenbeauftragte Anton Feldes: "Trotz Essen auf Rädern, Besuchs- und anderen Hilfsdiensten fällt einem manchmal die Decke auf den Kopf, man will hinaus, um sich mit Bekannten zu treffen oder beim Kramer oder sonstigen Treffpunkten mit den Leuten in Kontakt zu bleiben. Wenn nun Familienangehörige nicht verfügbar sind und das eigene Auto aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr genutzt werden kann, schließt das Seniormobil diese Lücke in der Mobilität von Senioren", berichtet Feldes.

Mit seiner Idee machte sich Feldes auf die Suche nach finanzieller Unterstützung und meldete sich auf gut Glück beim Salzburger EU-Verbindungsbüro Brüssel in der Hoffnung auf EU-Förderung. "Dank einer konkreten Projektskizze hatte die Gemeinde wenige Tage später die EU-Förderinformation mit Ansprechpersonen und Antragsterminen in der Hand. Die Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme der teils großen, teils aber auch kleinen EU-Förderprogramme sind sehr unterschiedlich. Hier den Überblick zu bewahren erfordert Erfahrung, Fingerspitzengefühl und die sorgfältige Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen - mal im Land, mal im Bund, mal in Brüssel", erklärt Verbindungsbüroleiterin Michaela Petz-Michez. Das Koppler Seniormobil wurde über das EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raums, bei dem das Land zu gleichen Teilen mitfinanziert, unterstützt.

Fragen zu EU-Förderchancen können jederzeit und formlos per Mail an bruessel@salzburg.gv.at übermittelt werden. Allgemeine Informationen zu EU-Förderprogrammen stellt die Salzburg-Vertretung in Brüssel auch auf Landes-Website zur Verfügung. 180128_60 (sm/kg)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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