Blick aus der Luft zeigt Gefahr durch Lawinen

Weiterhin erhebliche Lawinengefahr in Teilen Salzburgs / Ausgezeichnetes Bergwetter, aber Lageberichte beachten

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.01.2018
 

(LK)  Die Lawinensituation im Land Salzburg wird sich über das Wochenende entspannen. Trotzdem bleiben vereinzelt noch einige punktuelle Gefahrenstellen. Das berichtete heute Michael Butschek von der Lawinenwarnzentrale Salzburg.

Aktuelle Luftbilder der Lawinenwarnzentrale zeigen die unbändige Kraft der Schneemassen und die derzeitige Gefahrenlage:

Im Bereich der Oberhofalmen bei Filzmoos zeigt das geöffnete "Gleitschneemaul" einer bereits abgegangenen Lawine die Gleitbewegung der gesamten Schneedecke am Grasuntergrund an. In Zauchensee führte ein mittelgroßes spontanes Schneebrett zu einer markanten Überwechtung des Gipfelgrats. Unterhalb des Scharecks verfrachtete stürmischer Südföhn den kalten lockeren Pulverschnee in und bildete frischen Triebschnee. Und unterhalb der Werfener Hütte löste ein Tourenskifahrer ein Schneebrett in extrem steilem Gelände aus.

Ausgezeichnetes Bergwetter, aber Lageberichte beachten

"Die warmen Temperaturen wirken sich positiv auf die Stabilität der Schneedecke aus", so Butschek. "Dadurch kann sich der viele Neuschnee und Triebschnee der vergangenen Tage setzen."

Aufgrund des schönen Wetters werden wieder viele Skitourengeherinnen und Skitourengeher in den Bergen erwartet. Für morgen, Samstag, ist ausgezeichnetes Bergwetter vorhergesagt: Die Sonne scheint meist ungetrübt vom blauen Himmel, die Sicht ist sehr gut, Wind macht sich kaum bemerkbar.

Dennoch herrscht heute in den Hohen Tauern Lawinenwarnstufe 3 (erheblich), im übrigen Landesgebiet Stufe 2 (mäßig). Für das Wochenende ist keine wesentliche Änderung zu erwarten. Dringend empfohlen wird jedenfalls, sich mit dem aktuellen Lagebericht der Lawinenwarnzentrale Salzburg zu informieren. Dieser erscheint täglich um 7.30 Uhr. Mobile Informationen gibt es unter www.lawine.salzburg.at, auf Facebook und auf Twitter.

Hauptgefahr in den Hohen Tauern

"Die Hauptgefahr ist am Wochenende der frische Triebschnee im Bereich der Hohen Tauern und eingeschneiter Reif", erklärt Butschek. Die meisten Gefahrenstellen gibt es im erweiterten Nord- und Ostsektor der Hohen Tauern oberhalb von etwa 1.800 Höhenmetern. Auch Steilhänge hinter kammfernen Geländekanten können heikel sein. Eine Auslösung des frischen Triebschnees ist bereits durch die geringe Zusatzbelastung einer einzelnen Person möglich. "Sonst sind die Verhältnisse mehrheitlich günstig. Aber speziell zwischen 1.800 und 2.200 Höhenmetern muss die Wahl der Route gut überlegt werden", so Butschek. 180126_52 (grs/fw)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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