Kunst für Bad Gastein gesucht

Schellhorn: Kunstprojekt wird im Sommer in historischem Gebäude am Straubingerplatz zu sehen sein

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.02.2018
 

(LK)  Zeitgenössische Kunst in historischer Architektur: Im Sommer 2018 steht ein großer Raum im Zentrum von Bad Gastein für eine Kunst-Intervention zur Verfügung. Unter dem Motto "Kunst in der Auslage" sucht die Kulturabteilung des Landes nun eine Künstlerin bzw. einen Künstler, die bzw. der dort drei Monate lang sein bzw. ihr Kunstprojekt präsentieren möchte, so Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn. Als Budget stellt das Land 5.000 Euro zur Verfügung.

"Kunst-Schauplatz" ist das ehemalige Juweliergeschäft Hügler im Badeschloss am Straubingerplatz. Der Gebäudeteil wurde 1924/25 an das bestehende Haus angebaut. Das Badeschloss wurde gemeinsam mit dem Hotel Straubinger und dem Postgebäude auf Initiative von Landeshauptmann Wilfried Haslauer vor rund einem halben Jahr vom Land übernommen. Derzeit wird an der Entwicklung der Liegenschaften gearbeitet, um diese möglichst rasch an Investoren und Betreiber, die den Zielsetzungen des Landes und der Gemeinde entsprechen, verkaufen zu können (siehe dazu auch die Meldung "Rettung eines Kultur- und Wirtschaftsgutes von internationalem Rang").

Zeitgenössische Kunst im sommerlichen Bad Gastein

Besonders im Sommer ist Bad Gastein seit einigen Jahren ein wichtiger Ort für zeitgenössische Kunst, unter anderem aufgrund zahlreicher Ausstellungen von international bekannten Künstlerinnen und Künstlern. "Die Kulturabteilung ergänzt nun dieses bemerkenswerte Angebot mit einem neuen Format", so Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn. "Die Kunstförderung ermöglicht so auch einen weiteren Schritt, um wieder mehr Leben ins historische Zentrum des 'Monte Carlo der Alpen' zu bekommen."

Keine bloße Ausstellung, sondern ein lebendiger Ort

Der vorübergehende Kunst-Raum im Geschäft im Badeschloss ist nur durch die Glasfassade einzusehen. "Das heißt, der Raum wird nur von außen zu besichtigen sein und soll auf die Straße und die Umgebung wirken", präzisiert Dietgard Grimmer vom Referat Kunstförderung des Landes. "Es soll keine Auslage im üblichen Sinn sein - also das bloße Aufhängen von Bildern oder das Aufstellen von Objekten wollen wir nicht. Die Fläche in bester Lage von Bad Gastein soll nicht als zusätzliche Ausstellungsmöglichkeit für Kunst, sondern als ein lebendiger Ort genutzt werden."

Ein Projekt, das flexibel ist, sich ändert, wird daher einer statischen Auslagengestaltung vorgezogen. Vorstellbar sind  beispielsweise verschiedene Events, ein Werk, das sich während der drei Monate verändert, oder Kunst, die die Gegend miteinbezieht. Eine Jury wird Ende Februar ein Projekt für den Sommer 2018 auswählen. Der Raum kann nicht als Arbeitsraum oder Atelier genutzt werden.

Einreichungen sind bis zum 16. Februar möglich

Einreichen können Kunstschaffende, die in Österreich geboren sind oder ihren Hauptwohnsitz seit mindestens fünf Jahren in Österreich haben. Einreichungen sind bis zum 16. Februar möglich und zwar an die Abteilung 2/Referat Kunstförderung, Kulturbetriebe und Kulturrecht, Postfach 527, 5010 Salzburg. Folgende Informationen und Unterlagen sind erforderlich: biografische Angaben, Skizzen, Fotomontagen, Computerausdrucke (keine Modelle) und maximal eine A-4-Seite erklärender Text zur Kunst, die in diesem geschlossenen Raum präsentiert werden soll. Als Ergänzung dazu soll Bildmaterial von Arbeiten (Fotos, Kataloge), das über das aktuelle Schaffen und über die Werke der vergangenen Jahre Auskunft gibt, vorgelegt werden.

Besichtigungstermin am 9. Februar

Für Kunstschaffende, die sich an Ort und Stelle ein Bild von dem Kunst-Raum machen möchten, gibt es am Freitag, 9. Februar, um 15.00 Uhr einen Besichtigungstermin am Straubingerplatz in Bad Gastein. Doris Höhenwarter vom Tourismusverband Bad Gastein und Dietgard Grimmer werden für Fragen zur Verfügung stehen. Anmeldungen dafür an traklhaus@salzburg.gv.at. 180202_20  (kg/sm)

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

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