Chicago ist ein Hit

Bewerbungen für Auslandsatelier-Programm bis Ende Februar möglich

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.02.2018
 

(LK)  Chicago, Merida in Mexiko und Paris führen seit Jahren die Hitliste bei den beliebtesten Auslandsateliers für Salzburger Kunstschaffende an.

Seit 30 Jahren gibt es diese Initiative der Kulturabteilung des Landes. Rund 420 Auslandsaufenthalte konnten bisher angeboten werden. Auch für 2018/2019 sind wieder Aufenthalte in 17 Arbeitsateliers in Europa, Amerika und Asien ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist dafür endet am 28. Februar 2018.

Das Auslandsatelier-Programm startete 1987. In diesen 30 Jahren haben rund 250 Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit genutzt, einige Wochen lang in anderen Städten und Ländern zu leben und zu arbeiten, neue Werke zu schaffen, Eindrücke und Erfahrungen im Ausland zu sammeln. "In seiner Vielfalt ist dieses Angebot für die Salzburger Kunstschaffenden österreichweit einzigartig", so Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn.

Ausgeschrieben sind diesmal insgesamt 17 Arbeitsateliers in den Städten Paris, Tainan in Taiwan, Warschau, Berlin, Merida in Mexiko, Paliano bei Rom, Peking, Chicago, Yogyakarta in Indonesien, Sardinien, Teheran, Budapest, Ahtopol in Bulgarien, Tirana in Albanien, Varanasi in Indien sowie Lwiw (deutsch: Lemberg) in der Ukraine und erstmals auch Tiflis in Georgien.

Rund 70 Bewerbungen

"Jedes Jahr bewerben sich rund 70 Kandidatinnen und Kandidaten", weiß Dietgard Grimmer von der Kulturabteilung. "Und diese wissen das breite Angebot von der ländlichen Umgebung bis zur pulsierenden Großstadt und von der westlichen Industrienation bis zum fernöstlichen Ambiente sehr zu schätzen."

Die meisten Bewerbungen gab es in den vergangenen Jahren für die Ateliers in Chicago, Merida und Paris. "Wir merken aber deutlich, dass neue Destinationen immer interessanter sind und stärker nachgefragt werden als Ateliers, die es schon länger gibt. Wir wollen den Salzburger Künstlerinnen und Künstlern vor allem Destinationen und Möglichkeiten bieten, die sie sich nicht so einfach selber organisieren können", so Grimmer.

27 unterschiedliche Destinationen

Seit Bestehen des Atelier-Programms konnten den Kunstschaffenden bereits 27 unterschiedliche Destinationen angeboten werden. Basis dafür ist ein Netzwerk durch persönliche Kontakte, über Botschaften und Kulturforen und auch über Regierungsstellen sowie direkt mit Künstlern und Künstlerinnen im Ausland, die im Austausch dazu ins Gastatelier des Landes ins Künstlerhaus nach Salzburg kommen. Für die Künstlerinnen und Künstler haben sich diese Auslandsaufenthalte nicht selten als ein Sprungbrett für die weitere Karriere erwiesen.

Jury entscheidet über Bewerbungen

Bewerben für das Programm 2018/2019 können sich in Salzburg geborene oder seit fünf Jahren hier lebende und arbeitende Kunstschaffende. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar. Die vollständige Ausschreibung kann auf der Webseite des Landes abgerufen werden. Eine unabhängige Jury wird aus den Einreichungen die Auswahl treffen. Bewerberinnen und Bewerber werden bis Ende März schriftlich über das Ergebnis der Jury informiert. 180208_20 (kg/sab)

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

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