Pilotprojekt will für Allgemeinmedizin begeistern

Stöckl: Medizinstudenten können im Tennengau Praxisluft schnuppern und werden dabei finanziell unterstützt

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.02.2018
 

(LK) In einem Pilotprojekt haben Medizinstudenten nun die Möglichkeit, ihr Klinisches Praktisches Jahr (KPJ) oder ihre Famulatur bei Allgemeinmedizinern im Tennengau zu absolvieren und dabei finanziell unterstützt zu werden. "Damit werden erstmals im niedergelassenen Bereich die gleichen Rahmenbedingungen geboten wie in den Salzburger Spitälern", so heute Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.
 


Die Förderung wird von den Gemeinden getragen und umfasst die Kosten für die Unterbringung in der jeweiligen Gemeinde während der Praxiszeit sowie eine Aufwandsentschädigung von 650 Euro brutto pro Monat für das KPJ. Sie dient dazu, die finanziellen Belastungen abzufedern, welche für die Studierenden während des KPJ oder der Famulatur anfallen, wie etwa doppelte Miete durch den Ortswechsel. Damit werden für das KPJ im niedergelassenen Bereich die gleichen Rahmenbedingungen geboten wie in den Salzburger Spitälern.

"Je früher man als Medizinstudent Erfahrungen in der Allgemeinmedizin sammelt, desto eher findet man Gefallen an dieser vielseitigen Tätigkeit. Da auch im Bundesland Salzburg in den kommenden Jahren viele niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte in Pension gehen, besteht ein großer Bedarf an jungen Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern, den wir künftig abdecken müssen", so Stöckl. Er hofft, dass die Förderung für möglichst viele Medizinstudenten ein zusätzlicher Anreiz ist, in der Allgemeinmedizin zumindest Praxisluft zu schnuppern.

Das Klinisch Praktische Jahr und die Famulatur sind ein wichtiger Schwerpunkt in der Ausbildung von angehenden Ärztinnen und Ärzten. Dieses findet im sechsten bzw. letzten Jahr des Medizinstudiums statt und soll die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in der Praxis vertiefen.

Die Förderung kann ab sofort beantragt werden. Informationen über die Vorgehensweise und Ansprechpartner finden Interessierte auf der Website des Landes. 180215_30 (jus/kg)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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