Komplexe Themen mit spannenden Geschichten vermitteln

Berthold besuchte die Bibliothek in St. Vitalis / Naturwissenschaften, Technik und Mathematik erlebbar machen und einfach erzählen

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.02.2018
 

(LK) Kinder stellen viele Fragen, sind neugierig und wissbegierig. Warum sinkt eine kleine Cocktail-Tomate im Wasserglas, während eine große Zitrone schwimmt? Was passiert bei einem Vulkanausbruch? Wieso können Fledermäuse in stockdunkler Nacht fliegen ohne anzustoßen?

Viele naturwissenschaftliche und technische Phänomene lassen sich über spannende Geschichten erklären und erzählen. Und nebenbei bauen die Kinder dabei ihren Wortschatz und ihre Sprachkompetenzen aus.

Mit lebendigen Geschichten werden in Salzburgs öffentlichen Bibliotheken seit kurzem Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – vermittelt. Dieser neue Schwerpunkt wird heuer in zehn Pilot-Bibliotheken aufgebaut. Engagierte Bibliothekarinnen lesen aus speziellen Kindersachbüchern über Naturbeobachtungen vor oder lassen die Kinder im Küchenlabor experimentieren. Die Erfahrungen der Forschungs-Pionierinnen und -Pioniere in den Büchereien werden gesammelt. Der MINT-Schwerpunkt wird ab 2019 in allen Salzburger Bibliotheken umgesetzt.

Zu Besuch in der Bibliothek in St. Vitalis

Landesrätin Martina Berthold besuchte kürzlich eine der Vorreiter-Bibliotheken in der Stadt Salzburg. In der Bibliothek in St. Vitalis gibt es jeden ersten Freitag im Monat für Kinder zwischen vier und sieben Jahren eine MINT-Veranstaltung. Am Programm stand diesmal das Buch "Walross, Spatz und Beutelteufel. Das große Sammelsurium der Tiere" von Adrienne Barman. In dieser Enzyklopädie werden Tiere nach eigenwilligen Kriterien in ungewöhnlichen Gruppen zusammengestellt. Die Kinder hatten Spaß daran und konnten dabei viele neue Tiere wie den Tomatenfrosch, den Pappelblattkäfer, den Kaiserbarsch und den Rotsalamander kennenlernen. Im zweiten Schritt ordneten die Kinder Spielfiguren nach verschiedenen Kategorien wie Farbe, Größe, Funktionalität. Zuordnen und systematisieren zu können, ist eine wichtige Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten. Wie bei jeder MINT-Veranstaltung in der Bibliothek St. Vitalis bekam jedes Kind auch interessante Tipps für das Forschen und Entdecken zu Hause mit.

In die MINT-Welt eintauchen

"Es gibt so viel zu entdecken", betonte Landesrätin Berthold und lud auch alle Erwachsenen ein, "mit den Kindern in die Bibliotheken zu kommen und einzutauchen in die faszinierende Welt der Naturwissenschaften, der Mathematik und Technik. Engagierte Bibliothekarinnen wissen spannende Geschichten zu erzählen und laden zum Experimentieren ein."

Manche Bibliotheken bieten MINT-Veranstaltungen in Kooperation mit Kindergärten und Volksschulen an. Andere wiederum bieten Experimentieraktionen für Interessierte ab drei Jahren.

Die MINT-Bibliotheken 2018 sind die Stadtbibliothek und St. Vitalis in der Stadt Salzburg, im Flachgau Elixhausen, Henndorf am Wallersee und Michaelbeuern und die Stadtbibliothek Seekirchen, im Tennengau Adnet, im Pongau Flachau, im Pinzgau Zell am See und Kaprun sowie im Lungau St. Michael. Die MINT-Bibliotheken sind ein gemeinsames Projekt von Bibliothekarsverband Salzburg, Bibliothekswerk Salzburg und Land Salzburg. 180215_51 (grs/ram)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.