Cancer Cluster Salzburg verbindet die Exzellenz der Onkologie

Haslauer: Salzburg ist Zentrum für Wissenschaft und Forschung

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.02.2018
 

(HP) Wissenschaft treibt die gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Landes voran. Um Forschungsschwerpunkte und Kompetenzen in Salzburg besser sichtbar zu machen, hat sich das Bundesland in der Wissenschafts- und Innovationsstrategie 2025 auf einige Themen beschränkt, die weiterentwickelt werden sollen. Eines davon sind die Life Sciences (Pharma, Biotech und Medizintechnik). Alleine im Jahr 2017 hat das Land für deren Ausbau mehr als 4,5 Millionen Euro zugesagt. Zu den geförderten Projekten gehört die Weiterentwicklung des Cancer Cluster Salzburg. In dieser Forschungsgruppe arbeiten die Salzburger Landeskliniken (SALK), das Salzburg Cancer Research Institute (SCRI) und die Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) eng zusammen.

Das Land Salzburg unterstützt diese Kooperation seit den Anfängen maßgeblich: "Mit dem Cancer Cluster Salzburg unter der Leitung von Prof. Richard Greil haben wir vor Ort exzellente Krebsforschung", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. "Damit konnten wir nicht nur international sichtbare und herausragende Forschungsqualitäten erreichen, sondern auch eine erhebliche Senkung der Sterblichkeitsrate mit Ursache Krebs erzielen."

Folgend unterstützt das Land den Aufbau eines "Smart Specialization Centers", das sich mit der personalisierten Behandlung von Krebs beschäftigt. Neben dem Cancer Cluster ist hier auch die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) mit an Bord. Der Aufbau dieses Centers – ein fünf Millionen Euro Projekt - wird vom Land mit 2,4 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre unterstützt. Damit setzt sich das Bekenntnis zur Exzellenzforschung fort.

Das ITG – Innovationsservice für Salzburg begleitet diese Projektentwicklungen in seiner Funktion als Landes-Innovationsagentur. "Der Cancer Cluster Salzburg steht in seiner Gesamtheit für die Salzburger Innovationsmentalität: Wir sind zwar ein kleines Bundesland, nutzen aber in Kooperationen gemeinsame Stärken und die kurzen Abstimmungswege", sagte Walter Haas, Geschäftsführer des ITG – Innovationsservice.

Gesundheit als branchenübergreifendes Thema

Medizinischer Fortschritt ist auch von wirtschaftspolitischer Relevanz, denn Forschungserkenntnisse eröffnen innovative Felder der Ökonomie. "Branchen, die sich dem Thema Gesundheit widmen, wachsen schon wegen der demografischen Entwicklung stark. Diese Chance nutzen wir vor Ort mit enger Kooperation aller beteiligten Forschungseinrichtung und Unternehmen unter Unterstützung des Landes", so Haslauer.

In der Bevölkerungsgruppe der unter 65-Jährigen ist Krebs, sogar vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die häufigste Todesursache in Europa. Der hohe medizinische Bedarf für bessere Therapeutika wird durch die Tatsache unterstrichen, dass sowohl die Anzahl der neuen Krebserkrankungen, als auch die Todesfälle besorgniserregend ansteigen. Allein im Jahr 2012 erhielten weltweit rund 14 Millionen Menschen die Diagnose Krebs. Mehr als 8 Millionen Menschen starben an den Folgen der Erkrankung. Bis zum Jahr 2030 rechnet man global mit einer jährlichen Krebsbelastung von voraussichtlich mehr als 21 Millionen Neuerkrankungen und 13 Millionen Todesfällen. "In Salzburg möchten wir die bestmögliche medizinische Versorgung bieten. Daher unterstützt das Land den Ausbau der Krebsforschung", so Haslauer.

Österreichs niedrigste Krebssterblichkeitsrate in Salzburg

Die Förderung der Wissenschaft und die Arbeit des Cancer Clusters Salzburg (CCS) macht sich im Bundesland bereits bemerkbar: In zehn Jahren wurden knapp 10.000 Patienten in fast 500 klinischen Studien behandelt. Das führte zu einer wesentlich niedrigeren Krebssterblichkeit gegenüber dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt zählt Österreich zu den fünf Ländern Europas mit der höchsten Überlebensrate bei Tumorerkrankungen.

Mit seiner international sichtbaren und ausgezeichneten Exzellenzforschung zeigt der Cancer Cluster die Qualitäten des Life Science Standort Salzburg: hohe Kompetenz, Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten sowie enge Kooperation von Experten aus mehreren Einrichtungen. 180222_30 (rb/jus)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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