Benefizsuppenessen für Frauen in Kolumbien

Katholische Frauenbewegung engagiert sich für benachteiligte Frauen

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.02.2018
 

(HP)  Beim heutigen traditionellen Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) im Stift St. Peter wurde in diesem Jahr ein doppeltes Jubiläum gefeiert: Neben dem Fastensuppenessen selbst, das in diesem Jahr bereits zum 20. Mal veranstaltet wurde, ist auch das 60-jährige Bestehen der Aktion Familienfasttag zelebriert worden. Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung wieder ein großer Erfolg: Starköchin Johanna Maier unterstützte wieder tatkräftig und bereitete eine 5-Elemente-Fischsuppe zu. Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule Obertrum servierten ebenfalls eine Suppe und übernahmen den Service. Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft folgten der Einladung und zeigten so ihre Solidarität mit Frauen in Armut und Not. Unter ihnen Weihbischof Hansjörg Hofer, Staatssekretärin Karoline Edtstadler, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Stellvertreter, Bürgermeister Harald Preuner sowie weitere Vertreter der Landes- und Stadtpolitik.

Hilfe für kolumbianische Frauen

Die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung stellt 2018 die Partnerorganisation "Vamos Mujer" aus Kolumbien in den Mittelpunkt: Die Organisation setzt sich mit aller Kraft dafür ein, Frauen und Mädchen als wesentliche Akteurinnen des Friedensaufbaus in Kolumbien zu positionieren. Die Gewalt gegen Frauen – nicht nur innerhalb der Familie, auch sexuelle Gewalt und Frauenmorde – ist in Kolumbien immer noch allgegenwärtig. Im öffentlichen Bereich werden sie an sozialer und politischer Teilhabe gehindert. Die Projektpartnerin Ana Maria Berrio gab Einblicke in die Situation in Kolumbien und die Arbeit von Vamos Mujer: "Die Gewalt an Frauen nimmt trotz der Friedensentwicklungen sogar noch zu. "Vamos Mujer" will eine Stimme für Frauen sein, die sonst nicht gehört werden. Wir wollen das Recht auf ein friedliches Leben durchsetzen."
Der Leitgedanke des 60-Jahr-Jubiläums der Aktion Familienfasttag lautete "Friedensaktiv, Frauen für eine gerechte Welt". Die stellvertretende kfb-Vorsitzende Evi Oberhauser wies auf die tollen Erfolge der Aktion hin und richtete einen eindringlichen Appell an die Anwesenden, sich mit einer Spende an diesem Hilfsprojekt zu beteiligen. Auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer richtete einige Worte an die Gäste: "'Friede' ist das momentan wichtigste politische Thema. Ich möchte mich bei der kfb und allen Frauen bedanken, die ihren Beitrag für eine friedvolle Zukunft leisten."

60 Jahre frauenspezifische Entwicklungszusammenarbeit

Die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung wurde 1958 zur Bekämpfung des Hungers in der Welt gegründet. Mit ihrer Haltung des Teilens und der Solidarität engagiert sich die Katholische Frauenbewegung in verschiedenen Teilen der Welt für benachteiligte Frauen – aktuell werden rund 100 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt. 180223_30 (rb/jus)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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