Im Zeichen von 100 Jahre Frauenwahlrecht

Vorträge und Filmabende in der Woche rund um den Internationalen Frauentag am 8. März

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.03.2018
 

(LK) Im Jahr 1918 wurde den Frauen in Österreich erstmals das aktive und passive Wahlrecht eingeräumt. Es ist ein Ergebnis eines langen, harten Kampfes um gesellschaftliche Teilhabe. Heuer steht das Programm rund um den Internationalen Frauentag am 8. März ganz im Zeichen dieses Jubiläumjahres und in beinahe allen Salzburger Bezirken finden Veranstaltungen statt.

Von Filmabenden, über Diskussionen zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht bis hin zu Workshops reicht die Palette. Verliehen wird am internationalen Frauentag zudem der Troll-Borostyáni-Preis für herausragende feministische Initiativen.

"Ich kämpfe für eine Gesellschaft, in der wir Frauen gleichberechtigt leben. Wir Politikerinnen und Politiker müssen die passenden Rahmenbedingungen dafür schaffen. Vieles wurde schon erreicht, aber es gibt noch viel zu tun. Ein starkes, gerechtes Salzburg braucht noch mehr Maßnahmen gegen Frauenarmut, mehr Kinderbetreuungsplätze vor allem für unter Dreijährige und gut bezahlte Arbeitsplätze, und diese besonders in den Bezirken. Wir sind die Mehrheit und wir wollen mitentscheiden, in der Politik und in den Chefetagen der Unternehmen", unterstreicht Frauenlandesrätin Martina Berthold die Aktionen zum Frauentag in den Salzburger Bezirken.

In Kooperation mit dem Pinzgauer Frauen Netzwerk lädt das Kunsthaus Nexus morgen, 3. März, zum Filmfrühstück "100 Jahre Frauenwahlrecht" als Auftaktveranstaltung der Schwerpunkttage für mit und über starke Frauen, ein. Auch die Tage darauf finden im Nexus weitere Veranstaltungen für Frauen statt, darunter ein Vortrag von Doris Guth über "Werbung und Sexismus" am Dienstag, 6. März, um 20.00 Uhr.

Debatten zu 100 Jahre Frauenwahlrecht

Am Montag, 5. März, lädt das Pongauer Frauennetzwerk ab 18.30 Uhr im Dieselkino zu einem kurzen Vortrag und anschließenden Filmabend. Der Abend steht dieses Jahr ganz im Zeichen von "100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich". 1918 wurde das allgemeine und gleiche Frauenwahlrecht eingeführt. Die Kommunikationswissenschafterin Maria Embacher spricht über Wahlfreiheit und Würde. "Wahlfreiheit ist etwas, das wir in bestimmten Bereichen haben, in anderen nicht. Was hat sich in den vergangenen drei Generationen getan und was wollen wir in Zukunft noch wählen dürfen?", so Embacher. Danach dreht sich in der Komödie "Die göttliche Ordnung" alles über die späte Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz im Jahr 1971.

In der Stadt Salzburg findet ebenfalls am Montag, 5. März, um 19.30 Uhr in der Panoramabar der Stadt:Bibliothek eine Lesung der Journalistin und Autorin Nava Ebrahimi statt. Ihr Debutroman "Sechzehn Wörter" wurde 2017 mit dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnet.

Die göttliche Ordnung in Tamsweg

Am Vorabend zum Internationalen Frauentag, am 7. März, wird im Kulturzentrum "die künstlerei" in Tamsweg die "Die göttliche Ordnung" auf den Kopf gestellt und der Film über den Kampf um das Schweizer Frauenwahlrecht gezeigt. Mehr dazu auf der Website von Lungaukultur.

Alles zum Thema Gesundheit in Mattsee

Das Netzwerk frauen.mattsee stellt den Internationalen Frauentag unter das Motto "frauen.gesund.sein". Gestartet wird mit einem Vortrag von Aline Halhuber-Ahlmann vom Frauen Gesundheitszentrum Salzburg zu den gar nicht so kleinen gesundheitlichen Unterschieden von Mann und Frau. Anschließend bekommen alle interessierten Frauen in verschiedenen Workshops konkrete und praktische Tipps, was sie für ihre Gesundheit tun können. Hierfür konnten vier im Gesundheitsbereich sehr engagierte Mattseerinnen gewonnen werden. Infos sind auf der Website der Gemeinde zu finden.

Filmemacherin Gabriele Neudecker in Neumarkt

Frau&Arbeit Neumarkt und das Museum Fronfeste laden am Donnerstag, 8. März, zu einer Abendveranstaltung mit Film und Diskussion. Gezeigt wird der Kurzfilm "Freaky" von Gabriele Neudecker. Dieser schildert anhand der Freundschaft zweier Salzburger Mädchen die Suche nach Heimat. Die Salzburger Filmemacherin ist bei der anschließenden Diskussion anwesend. "Freaky" erhielt 18 Auszeichnungen und wurde zudem zu mehr als 100 Festivals weltweit eingeladen. Infos auf der Website des Museums Fronfeste.

Troll-Borostyáni-Preis in Unipark Nonntal verliehen

In der Stadt Salzburg wird am internationalen Frauentag im Unipark Nonntal, Hörsaal 4, ab 18.00 Uhr, die Performance "77Cent – Karriere kein Kinderspiel" präsentiert. Die Kombination aus Theater, Performance und Seminar verspricht eine humorvolle Reflexion zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit, Herz und Vernunft. Anschließend wir der Troll-Borostyáni-Preis für herausragende feministische Initiativen verliehen. Infos und Anmeldung sowie weitere Veranstaltungen beim Frauenbüro der Stadt.

Geschichtliches zum Internationalen Frauentag

Der Internationale Frauentag – auch Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder einfach nur Frauentag – wird alljährlich am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um Gleichberechtigung, Wahlrecht für Frauen und Emanzipation der Arbeiterinnen. Die Vereinten Nationen ernannten ihn später als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden. 180302_10 (ram/jus)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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