Museen mit geprüfter Qualität und Siegel

Schellhorn: Einreichungen für das Österreichische Museumsgütesiegel sind bis Ende März möglich

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.03.2018
 

(LK) 30 Museen im Land Salzburg haben es schon und weitere sollen folgen. Die Rede ist vom Österreichischen Museumsgütesiegel, das als sichtbarer Qualitätsnachweis gilt und österreichweit bereits 254 Museen auszeichnet. Das Gütesiegel wird für jeweils fünf Jahre vergeben. Die Einreichfrist für Neuanträge oder eine Verlängerung endet am 31. März 2018. "Das Museumsgütesiegel garantiert den Besucherinnen und Besuchern hohe Qualitätsstandards und wertet die einzelnen Museen auf", ist Kulturreferent Landesrat Heinrich Schellhorn überzeugt.

"Für den Museumsstandort Salzburg ist es sehr wertvoll, dass sich immer mehr Museen dieses Gütesiegel erarbeiten", so Schellhorn weiter. "Für die Gemeinden kann diese Auszeichnung eine Unterstützung sein, ihr örtliches Museum als wichtigen Kulturträger und Geschichtsvermittler zu stärken. Erfreulich wäre, wenn künftig noch mehr Museen die Standards für dieses Gütesiegel erfüllen und sich bewerben."

Standards werden laufend überprüft

Mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel werden Museen ausgezeichnet, die international gültige Kriterien erfüllen. Vergeben wird es alljährlich gemeinsam von den beiden Verbänden ICOM (International Council of Museums) Österreich und Museumsbund Österreich. "Der Begriff 'Museum'  ist an sich nicht geschützt. Das Museumsgütesiegel ist ein echter Qualitätsnachweis, es ist schwer zu bekommen, und die Standards werden laufend überprüft", erläutert Dagmar Bittricher von der Kulturabteilung des Landes. Voraussetzung für den Erwerb ist eine gültige Museumsregistrierung.

Derzeit läuft auf Initiative des Museumsbunds Österreich eine österreichweite Wertschöpfungsstudie für registrierte Museen. Damit soll gezeigt werden, dass die Gelder, die über Kultur- und Wissenschaftsförderungen in die Museen eingezahlt werden, Unterstützungen sind, die auch messbar in die Gesellschaft zurückfließen.

30 Museumsgütesiegelträger in Salzburg

Zu den zwölf sogenannten "großen Häusern", die das Österreichische Museumsgütesiegel bereits besitzen, gehören das Salzburger Freilichtmuseum, das Salzburg Museum – Neue Residenz, das Salzburg Museum – Domgrabungsmuseum, das Salzburg Museum – Volkskundemuseum, das Salzburg Museum – Festungsmuseum, das Salzburg Museum – Spielzeugmuseum, das Dommuseum Salzburg, das Museum der Moderne Salzburg, das Haus der Natur, das Salzburg Museum – Panoramamuseum, das Salzburg Museum – Keltenmuseum Hallein und die Residenzgalerie Salzburg.

Zu den 18 kleineren und größeren Regionalmuseen, die ausgezeichnet sind, zählen das Museum Fronfeste Neumarkt am Wallersee, das Bergbaumuseum und der Schaustollen Mühlbach am Hochkönig, das Waggerl Haus Wagrain, das Museum Bramberg "Wilhelmgut", das Museum Schloss Ritzen Saalfelden, das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang, das Salzburger FIS-Landesskimuseum Werfenweng, das Seelackenmuseum St. Veit, das Museum Burg Golling, das Museum Tauernbahn Schwarzach, das Museum zum Pulvermacher Elsbethen, das Stille Nacht Museum Arnsdorf in Lamprechtshausen, das Marmormuseum Adnet, die Bachschmiede in Wals-Siezenheim, das Torf-Glas-Ziegel Museum Bürmoos, das Museum Zinkenbacher Malerkolonie St. Gilgen, das Montanmuseum Altböckstein und seit dem Vorjahr das Heimatkundliche Museum St. Gilgen.

Drei Museen davon, nämlich das Dommuseum Salzburg, das Museum der Moderne Salzburg und das Stille Nacht Museum Arnsdorf, stehen heuer zur Verlängerung der Gütesiegel-Auszeichnung an.

Nächste Verleihung im Oktober in Hall in Tirol

Die Verleihung der Österreichischen Museumsgütesiegel 2018 findet beim 29. Österreichischen Museumstag zum Thema "Sammeln und Bewahren im 21. Jahrhundert" Mitte Oktober (10. bis 13. Oktober 2018) in Hall in Tirol statt.

Die Bewerbungsunterlagen sind unter www.museumsguetesiegel.at abzurufen. Einreichungen sind mit der Post an folgende Adresse zu schicken: inatura, Erlebnis Naturschau GmbH, Kennwort Museumsgütesiegel, Jahngasse 9, 6850 Dornbirn. 180306_20 (kg/sab)

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Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

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