Der Wert der gegenseitigen Achtung

Landesrätin Berthold bei der 11. Österreichischen Armutskonferenz in St. Virgil

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.03.2018
 

(LK) Mit den Themen gesellschaftliche Achtung und Anerkennung greift die diesjährige Armutskonferenz in Salzburg einen zentralen Punkt der Armutsbekämpfung auf. "Es ist wichtig, aktive Armutsbekämpfung mit einer Politik der sozialen Anerkennung zu verbinden", betonte Landesrätin Martina Berthold anlässlich der 11. Österreichischen Armutskonferenz in St. Virgil.

Frauen öfter von Armut betroffen

Die sozialen Organisationen im Netzwerk der Österreichischen Armutskonferenz beraten und unterstützen jährlich mehr als 500.000 Menschen. Sie engagieren sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen, die von Armut betroffen sind. Überdurchschnittlich oft armutsgefährdet sind Frauen, deren ökonomische Lage deutlich angespannter ist als jene der Männer: Sie verdienen weniger, arbeiten zu rund 44 Prozent in Teilzeit und sind häufiger von Armut betroffen – vor allem im Alter. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass auch Kinderbetreuung und Pflegearbeit in der Hauptverantwortung der Frauen liegen."Gleichberechtigung und eine tatsächliche Wahlfreiheit sind wesentlich für eine faire Gesellschaft. Als Frauen- und Jugendlandesrätin setze ich mich für Chancengleichheit für Frauen, Familien und für alle jungen Menschen ein. Das heißt konkret: beste frühkindliche Bildung und Betreuung, Ausbildungschancen für alle und gerechte Entlohnung von Frauen und Männern ", betonte Berthold. "Ich stehe ein für eine Politik, die allen Menschen die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglicht. Mit unserem Bekenntnis zu einem starken Sozialstaat zeigen wir, dass wir die Menschen in ihrer Eigenständigkeit stärken wollen und solidarisch füreinander einstehen. Der umfassende Blick auf Armut in Österreich sowie ein geschärftes Bewusstsein für Ungerechtigkeit sind heute wichtiger denn je. Das ist vor allem für mich als Frauenlandesrätin wichtig, denn vor allem Frauen sind überdurchschnittlich oft von Armut betroffen", so Berthold.

Armutskonferenz erarbeitet seit 1995 Strategien gegen die Armut

Die Armutskonferenz ist seit 1995 als Netzwerk von mehr als 40 österreichischen sozialen Organisationen und Einrichtungen aktiv. Sie forscht an Ursachen und erarbeitet Strategien und Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Österreich. Die 11. Armutskonferenz steht unter dem Thema "Achtung. Die Bedeutung von Anerkennung im Kampf gegen Ungleichheit, Ohnmacht und Spaltung". Armut ist nicht nur ein Verlust an Einkommen. Armut ist stets verbunden mit einem Verlust an sozialem Status. Die Beiträge zur Konferenz machen die Abwertungsspirale und das Ringen nach Anerkennung, Wertschätzung und Würde sichtbar. In den Blick genommen werden dabei auch die Zusammenhänge zwischen mangelnder Anerkennung, gesellschaftlichen Abstiegsängsten und dem Anstieg an gesellschaftlich wahrnehmbaren Aggressionen, die vor allem gegenüber sogenannten Randgruppen zum Ausdruck gebracht werden.

 

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Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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