Investitionsoffensive für das Gasteinertal

Haslauer: Nach dem Kauf der historischen Gebäude in Bad Gastein und der Schlossalmbahn "neu" folgt mit der Tourismusoffensive der dritte "Streich"

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.03.2018
 

(LK) Es herrscht Aufbruchsstimmung im Gasteinertal. An einer Lösung und neuen Nutzung für die historischen Gebäude im Zentrum von Bad Gastein wird gearbeitet, die Schlossalmbahn führt mit 80 Millionen Euro Investitionen in die Skizukunft und nun startet das Land Salzburg ein mit 2,5 Millionen Euro dotiertes Impulsprogramm für Tourismusbetriebe in den drei Gemeinden Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein.

2,1 Millionen Nächtigungen zählten die drei Gemeinden des Gasteinertals im Jahr 2016/17. Die Region hat riesiges Potenzial, entwickelt sich aber im Vergleich zu anderen Destinationen in Salzburg nicht ganz so dynamisch. Das soll sich nun ändern. "Diese Region liegt mir am Herzen: fleißige Touristiker, engagierte Betriebe und Potenzial weiter zuzulegen. Ich denke, dass wir hier gemeinsam einiges bewirken können", sagt Landeshauptmann und Tourismusreferent Wilfried Haslauer.

Die ersten Schritte sind getan: Die neue Schlossalmbahn wird um 80 Millionen Euro komplett modernisiert in die nächste Wintersaison starten. Der neue Kreisverkehr und die Verkehrslösung in Bad Hofgastein wurden verwirklicht. Die zwei in Österreich einzigartigen Thermalbadeseen bei der Alpentherme in Bad Hofgastein sind entstanden und es gab umfassende Investitionen in die Felsentherme in Bad Gastein. Die Übernahme und Weiterentwicklung des Hotel Straubinger, des Badeschlosses und des Postgebäudes im Herzen Bad Gasteins durch das Land ist abgeschlossen. Top-Events wie der Adidas INFINITE Trail 2019 sind im gesamten Tal geplant. All das sind Schritte in eine erfolgreiche Tourismuszukunft.

"Mit der Übernahme von Gebäuden im Ortszentrum von Badgastein, mit der Errichtung der einzigartigen Thermalbadeseen aber auch mit dem Baubeginn des Generationenprojekts Schlossalm-Bahn Neu wurden im Gasteinertal wichtige Impulse gesetzt. Aus meiner Sicht geht es jetzt darum, diesen Schwung und diese Dynamik zu nutzen um Folgeinvestitionen in den Tourismusbetrieben auszulösen", sagt der Gasteiner Hotelier und WKS-Bezirksstellenobmann LAbg. Hans Scharfetter. "Wir werden daher mit dem Sonderimpulsprogramm Tourismusoffensive Gasteinertal 2018-2020 mit einer entsprechenden Landesunterstützung als Zusatzförderung zur Tourismusförderung des Bundes einen Anreiz für die Gasteiner Tourismusbetriebe schaffen, in die Verbesserung des Angebotes zu investieren. Dabei geht es unter anderem um Qualitätsverbesserungen, Betriebsgrößenoptimierungen aber auch um die Förderung von Jungunternehmern. Die Förderabwicklung erfolgt - so wie bei den bisherigen Impulsprogrammen - in enger Kooperation und Abstimmung mit der Österreichischen Tourismusbank. Die bisherigen Erfahrungen mit touristischen Impulsprogrammen in anderen Regionen sind durchaus positiv. Wir sind daher auch sehr zuversichtlich, dass in den nächsten Jahren im Gasteinertal neben den großen Infrastruktur-Projekten auch viele private Investitionen in den einzelnen Betrieben getätigt werden. Damit wird aus unserer Sicht die wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit einer der wichtigsten Tourismusdestinationen unseres Landes für die Zukunft sichern."

Förderungen für KMUs und Jungunternehmer

Gefördert werden qualitäts- bzw. angebotsverbessernde Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise Betriebsgrößenoptimierungen, die Anschaffung und Modernisierung von Einrichtung, die Schaffung oder Verbesserung von Personalunterkünften, Angebote für neue Gästezielgruppen oder auch die Gründung und Übernahme von Tourismusbetrieben. Um eine Förderung ansuchen können Inhaberinnen und Inhaber von kleinen und mittleren Unternehmen, Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer der gewerblichen Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie Privatzimmer- und Ferienwohnungsvermietende.

Anträge zum Sonderförderprogramm "Tourismusoffensive Gasteinertal 2018–2020" können ab 1. Juli 2018 beim Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 1, Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden, Referat 1/02 Wirtschafts- und Forschungsförderung, eingebracht werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Landes-Website.

Daten und Fakten

568 Tourismus-Projektförderungen im Bundesland Salzburg

Im gesamten Bundesland Salzburg wurden in der vergangenen Legislaturperiode 568 Projekte in der Tourismusbranche mit insgesamt 36,2 Millionen Euro gefördert: Aus den tourismuspolitischen Fördergeldern des Landes wurden von 2013 bis 2017 4,2 Millionen Euro für 136 Projekte ausbezahlt. Im selben Zeitraum unterstützte der Tourismusförderungsfonds insgesamt 432 Projekte mit einem Fördervolumen von knapp 32 Millionen Euro. Darunter finden sich neben den Salzburger Festspielen, Einrichtungen und Maßnahmen in sämtlichen Regionen des Landes.

Touristische Sonderimpulsprogramme gab es bisher für den Lungau, die Pongauer Sonnenterrasse (Schwarzach, St. Veit und Goldegg), die Region Mühlbach/Dienten sowie das Untere Saalachtal, das Salzburger Seenland, den Unterpinzgau und das Lammertal.

Die Investitionen haben sich auch bei den Nächtigungen im Bundesland Salzburg zu Buche geschlagen. In den vergangenen vier Jahren stiegen die Nächtigungen von 25,6 Millionen im Jahr 2012/13 auf 28 Millionen im Jahr 2016/17. Für die heurige Wintersaison wird erneut mit einem kräftigen Zuwachs gerechnet. 180308_30 (jus/kg)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

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