Wals bald wieder sicher vor Saalach-Hochwasser

Bund investiert 1,35 Millionen Euro in Ufersanierung / Aktuelle Projekte im Land Salzburg im Überblick

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.03.2018
 

(LK) Mit Gummistiefel und Bauplan informierte sich Bundesministerin Elisabeth Köstinger in Wals-Siezenheim über die Fortschritte der Baustelle an der Saalach. Die Hochwasser der vergangenen Jahre haben an den Schutzvorrichtungen genagt, jetzt wird saniert. 1,35 Millionen Euro investiert der Bund zwischen Sohlrampe und Siezenheimer Steg, der Fluss wird um 15 Meter verbreitert, Treppelweg und eine Hauptgasleitung verlegt. "Manchmal sagen die Leute, wir würden es übertreiben, zu groß bauen, aber wir müssen gerüstet sein. Der Klimawandel macht keinen Halt vor uns, die Wetterextreme werden mehr", betonte Landesrat Josef Schwaiger, der Köstinger die Baustelle zeigte.

"Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt das Land Salzburg dabei, die Bevölkerung von Wals-Siezenheim vor Naturgefahren zu schützen und ökologische Verbesserungen an der Saalach durchzuführen. Die 1,35 Millionen Euro sind eine wichtige Investition in einen gut gesicherten Naherholungsraum in Salzburg", stellte die Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger bei ihrem Besuch fest. Konkret werden in diesem Fall 33 Gewerbe- und 15 Wohnobjekte vor den Fluten geschützt. Noch in diesem Sommer soll alles fertig sein.

81,3 Millionen Euro, um die Salzburger zu schützen

Doch nicht nur in Wals-Siezenheim rüstet man sich für den Ernstfall. "Von 2013 bis 2017 flossen 81,3 Millionen Euro in den Hochwasserschutz", rechnete Landesrat Schwaiger vor. 59,2 Millionen Euro sind Bundessache, 10,5 Millionen Euro kommen vom Land und 11,6 Millionen Euro von Beteiligten. Der Effekt ist umfangreich: 15.200 Bewohner und Beschäftigte und 3.000 Objekte sind so vor einem so genannten hundertjährliches Hochwasser geschützt. Ab 2018 kommen weitere 29 Millionen Euro dazu.

Größtes Projekt in Zell am See

Die Bagger für die Schutzprojekte sind schon in Scheffau an der Lammer und in Weißbach bei Lofer aufgefahren, auch der Almbach in Hallein wird verbaut. Der Hochwasserschutz für das Zeller Becken ist wohl nicht nur die größte aktuelle Maßnahme, sondern auch die im Vorfeld meist diskutierte.

Auf dem Plan stehen die Verbauungen der Gasteiner Ache in Bad Hofgastein, der Pladenbach in St. Georgen, die Saalach in St. Martin bei Lofer sowie kleinere Projekte in Unken, Maishofen und Grödig. 180327_70 (mel/jus)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

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