Der Eid der Wahlbehörde

Serie zur Landtagswahl in den Bezirken / Heute die BH Zell am See / Gelöbnis mit Handschlag besiegelt

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.04.2018
 

(LK) Aus der Kabine über die Sprengel zur Gemeinde bis zur Bezirkswahlbehörde und dann zum Pendant beim Land Salzburg. Das ist der Weg jeder einzelnen Stimme bei der Landtagswahl am 22. April, wo 63.400 Pinzgauerinnen und Pinzgauer wahlberechtigt sind. Der Bezirkswahlbehörde kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Bezirkshauptmann Bernhard Gratz und Hannes Schernthaner, stellvertretender Wahlleiter, geben tiefe Einblicke.

Die Gemeinde, die Bezirkshauptmannschaft und das Land Salzburg sind an diesem wichtigen Wahlsonntag am 22. April miteinander vernetzt. "Die Gemeinden geben ihr jeweiliges Ergebnis in die Computer-Applikation ein, wir und das Land haben darauf Zugriff", weiß Hannes Schernthaner.

Erste Trendrechnung erstmals kurz nach 16.00 Uhr

So wird eine erste Trendrechnung kurz nach 16.00 Uhr möglich sein, das vorläufige Bezirksergebnis steht dann später am Abend fest. "Erst, wenn die Wahlbehörde den Beschluss gefasst hat", so Bernhard Gratz. Diese besteht aus sechs Personen und jeweils einem Ersatzmitglied, also zwölf Personen. "Parteien entsenden die Beisitzer, sie müssen aber nicht parteipolitisch aktiv sein", so die beiden Wahlleiter. Wer ein genaues Auge auf die Auszählung hat und schließlich alles "absegnet", bestimmt das Bezirksergebnis der letzten Landtagswahl, also jene im Jahr 2013. "Dieses Mal sind das jeweils zwei von der ÖVP und SPÖ, jeweils eine Person von Grünen und FPÖ", erklärt der Bezirkshauptmann.

Das Gelöbnis der ehrenamtlichen Wahlbehörde

Spätestens nach der Wiederholung der Bundespräsidentenwahl ist man noch akribischer als je zuvor. Die Wahlbehörde legt folgenden Eid ab: "Ich gelobe, dass ich das mir auferlegte Ehrenamt nach den Grundsätzen strenger Unparteilichkeit und gewissenhafter Pflichterfüllung ausüben werde." Das Gelöbnis wird mit einem Handschlag besiegelt. "Bei jedem einzeln", wie Bernhard Gratz betont.

Die Mitglieder der Wahlbehörde sind am späten Sonntag-Abend aber noch nicht fertig mit der Arbeit. Sie treten am Mittwoch darauf noch einmal zusammen, wenn alle Wahlkarten ausgezählt werden, die von Pinzgauerinnen und Pinzgauern in anderen Sprengeln abgegeben worden sind. "Wir rechnen mit ungefähr 100. Dennoch gibt es erst am Mittwoch das endgültige Wahlergebnis", unterstreicht Hannes Schernthaner. 180415_70 (mel/kg)

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