Inklusionfonds für Menschen mit Behinderungen

Schellhorn bei Sozial-Referententagung in Leoben / Inklusion und Pflegeregress im Fokus

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.04.2018
 

(LK)  Das Land Salzburg setzt sich bereits seit 2015 dafür ein, einen Inklusionsfonds einzuführen, um österreichweit die Leistungen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern und zu vereinheitlichen. "Um nach mehreren Forderungen in dieser wichtigen Sache nicht stehen zu bleiben, habe ich mich bereit erklärt, den Inklusionsfonds noch einmal politisch mit meinen Länder-Kolleginnen und –Kollegen sowie der Bundesministerin zu diskutieren und hoffe, dass wir diesen am Ende unserer Konferenz beschließen können", so Landesrat Heinrich Schellhorn anlässlich der morgigen Sozialreferentinnen- und -referentenkonferenz in Leoben.

Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UNBRK) durch den Bund im Jahr 2008 ist Österreich eine Verpflichtung eingegangen, die nun gemeinsam von Bund, Ländern und Gemeinden umgesetzt werden muss. Dazu soll ein Inklusionsfonds eingerichtet werden, um ausreichend Leistungen für Menschen mit Behinderungen bereitzustellen, De-Institutionalisierung und die Umsetzung der UNBRK weiter vorantreiben und bundeseinheitliche Standards umsetzen zu können.

Mehr Kompetenz für Pflegeassistenz

"Weiters werden wir auch eine Änderung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) vorgeschlagen, mit dem Inhalt, dass der Kompetenz- bzw. Tätigkeitsbereich der Pflegefachassistenz erweitert wird", so Schellhorn. Aufgrund der im bestehenden Gesetz festgelegten Tätigkeitsbereiche, gibt es im Bereich der Langzeitpflege in Seniorinnen- und -seniorenpflegehäusern kaum Möglichkeiten, diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal durch Pflegefachassistentinnen und -assistenten zu entlasten. "Es ist wünschenswert und notwendig, dass der Berufsgruppe mehr Kompetenzen zugesprochen werden. Sie sollen künftig weiteres Personal bei der Durchführung von Grundpflegetätigkeiten beaufsichtigen und anleiten dürfen. Dazu wäre die Ausweitung der Ausbildung und der Kompetenzen erforderlich. So können Pflegefachassistentinnen und -assistenten wirkungsvoller arbeiten", so Schellhorn. Ein weiteres Hauptthema der politischen Konferenz wird die Abschaffung des Pflegeregresses mit allen Folgewirkungen sein. 180412_10 (ram/mel).

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.  

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