Biohof Leitenbauer wird zum Biohof des Jahres gewählt

Legehennen, Pinzgauer Milchkühe und Kräuter / Kräuter-Wissen für alle / Qualität und Klasse vor Masse

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.05.2018
 

(HP)  Der Biohof Leitenbauer von Martin und Andrea Rieder in Hollersbach am Fuße des Nationalparks Hohe Tauern ist der Biohof des Jahres. Das gab Landesrat Josef Schwaiger heute bekannt.

Seit April war die Salzburger Bevölkerung über Salzburger Medien aufgerufen, die ihrer Meinung nach besten Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern zu nennen. 35 Biohöfe wurden genannt, aus diesen wählte eine siebenköpfige Fachjury die fünf Bezirkssieger aus: Barbara Saller aus Bischofshofen, Familie Quehenberger aus Abtenau, Familie Sams aus Neumarkt am Wallersee, Familie Rieder aus Hollersbach und Familie Lüftenegger aus Unternberg. Die fünf Finalisten stellten sich in den vergangenen drei Wochen der Publikumswahl auf www.bio-award.at.

Familie Rieder gewinnt den Bio-Award 2018

Martin und Andrea Rieder bewirtschaften ihren Biobauernhof Leitenbauer in Hollersbach am Fuße des Nationalparks Hohe Tauern. Legehennen verschiedener Rassen und Pinzgauer Milchkühe trifft man am Hof und im Sommer auf der Alm an – eigentlich typisch für den Pinzgau, wäre da nicht die Passion von Andrea Rieder: der Kräuteranbau.

Hollersbacher Kräutergarten und Bienenlehrpfad

Bis vor einigen Jahren baute der Kosmetikkonzern Yves Rocher in Hollersbach Kräuter an. Als er sich zurückzog, wollte man diesen Garten erhalten. Rieder gründete mit Gleichgesinnten den Verein "Hollersbacher Kräutergarten und Bienenlehrpfad". Auf einem Hektar Fläche werden hier etwa 500 Pflanzensorten biologisch gezogen und lehrreich präsentiert. Kräutertees, Kräutersalz, Frischkäse mit Kräutern und Kräuteraufstriche werden erzeugt.

Hollerstrauch für jedes Kind

Andrea Rieder gibt ihr Kräuter-Wissen voller Leidenschaft an Besucherinnen und Besucher und Schulklassen weiter. So erhält jedes Kind einen kleinen Hollerstrauch, um ihn in Hollersbach zu pflanzen. Sie züchtet seit vielen Jahren Tomaten und Erdäpfel und gibt an andere Betriebe das standortfeste Saatgut weiter, damit dieses wieder kultiviert wird. Zuletzt hat die Leitenbäuerin ein Bio-Erdäpfelprojekt ins Leben gerufen. Dessen Ziel ist es, dass die Erdäpfel wieder in jedem Hollersbacher Hausgarten angebaut werden.

Herausragende Aktivitäten in der Wissensvermittlung

Die Jury überzeugte vor allem die herausragenden Aktivitäten in der Wissensvermittlung für die biologische Landwirtschaft und die gesamtökologische Einstellung und Betriebsführung. Für Martin und Andrea Rieder kommt Qualität und Klasse vor Masse, sie sind, wie sie sich selber bezeichnen, "durch und durch bio". Ökologisch zu denken, ist für sie selbstverständlich. Die Leitenbauern setzen zum Beispiel auf Kompostierung, Düngung mit Schafwollpellets, effektive Mikroorganismen, Steinmehl, Scheitholzheizung, Solaranlage und Wärmerückgewinnung im Stall.

Bio-Award bereits zum dritten Mal vergeben

Der Bio-Award wurde bereits zum dritten Mal von Bio Austria Salzburg verliehen. Der Bioverband thematisiert mit der Verleihung des Bio-Awards die zukunftsweisende, nachhaltige und biologische Wirtschaftsweise der Bio-Betriebe. Im Mittelpunkt stehen die Biobauern und Biobäuerinnen, ihre ganzheitliche Wirtschaftsweise und die daraus resultierenden Leistungen für Umwelt und Gesellschaft. Der so erbrachte Mehrwert ist für die Gesellschaft von hohem Nutzen. LK_180517_52 (grs/sm)

Rückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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